HOME STREET HOME: OBDACHLOSE FINDEN JETZT WOHNUNGEN AUF IMMOSCOUT24

HOME STREET HOME: OBDACHLOSE FINDEN JETZT WOHNUNGEN AUF IMMOSCOUT24

Die Obdachloseninitiative ONE WARM WINTER (OWW) sucht gemeinsam mit Immobilien-Big-Player ImmoScout24 Wohnungen für Obdachlose und ruft “HOME STREET HOME”, die zentrale Anlaufstelle für Housing First Wohnungsgesuche, ins Leben.

Seit dem 12. August 2021 ist die Suchabfrage “HOME STREET HOME” auf ImmoScout24 zu finden, die gemeinsam mit OWW, der Obdachloseninitiative der Stiftung DOJO Cares, entwickelt wurde. Darüber werden Vermieter:innen, die eine geeignete Wohnung in Deutschland und Österreich auf der Immobilien-Plattform hochladen, automatisch über Wohnkonzepte wie Housing First aufgeklärt und über ihre Vorteile bei einer Vermietung an obdachlose Menschen informiert. Die Organisationen und Vereine, die Housing-Konzepte umsetzen, bekommen per Suchauftrag sofortige Benachrichtigung über neue Wohnungen und können sich im Namen ihrer Klient:innen direkt bewerben. Dadurch sparen sie sich lange Aufklärungsarbeit und Vorstellungsrunden bei Vermieter:innen – und die Vermieter:innen wiederum, haben die Gewissheit, dass es sich um ein für sie sicheres System handelt und alle Fakten auf einen Blick.

So wird eine Möglichkeit geschaffen, leichter Wohnungen für obdachlose Menschen zu bekommen und gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit für Housing First zu generieren. Auf diese Weise können auch weitere Organisationen, die bislang nicht die personellen Kapazitäten hatten, Housing First in ihren Städten leichter umsetzen.

“Mit ONE WARM WINTER setzen wir uns seit 2012 für die Belange obdachloser Menschen ein. Vor allem nachhaltige Obdachlosenhilfe ist uns wichtig – und Housing First ist eine der nachhaltigsten Optionen, die es in diesem Bereich gibt”, so Marija Stojanovic, Stiftungsleitung DOJO Cares. “Als erstes muss ein sicheres Umfeld geschaffen werden, bevor sich Menschen mit ihren Schicksalsschlägen und den daraus resultierenden Folgen auseinandersetzen können. Solange sie aber weiterhin wohnungslos bleiben, bleiben sie auch Außenseiter unserer Gesellschaft. Bei Housing First und anderen Housing-Konzepten unterschreiben Betroffene ihren eigenen Mietvertrag. Sie zahlen, durch ihren Anspruch auf Transferleistungen, ihre Miete selbst und sind somit mit einem Fuß schon wieder in die Gesellschaft integriert. Studien zeigen, dass bis zu 90% der Menschen, Dank Housing First, erfolgreich zurück in ein selbstbestimmtes Leben gefunden haben.
Jeder von uns braucht seine Base, nur nicht jeder hat die gleichen Chancen, sich diese eigenständig aufzubauen. Deswegen sind wir sehr dankbar, dass ImmoScout24 sofort von der Idee begeistert war und wir gemeinsam eine Mechanik auf die Beine stellen konnten, mit der wir maximale Aufmerksamkeit bei genau den richtigen Personen schaffen und dazu beitragen können, dass mehr Wohnungen an obdachlose Menschen vermietet werden.”

„Es fehlt an Wohnraum für obdachlose Menschen. Als Marktführer für Immobilien in Deutschland möchten wir hier ansetzen und helfen. Wir machen Wohnungen sichtbar, die Vermieter:innen genau für diejenigen bereitstellen, die es bei der Bewerbung für eine Mietwohnung besonders schwer haben. Dafür setzen wir uns bei unseren Kunden ein. Gemeinsam mit unserem Partner ONE WARM WINTER und den Vermieter:innen möchten wir diesen Menschen ein Dach über dem Kopf geben“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24.

HOUSING FIRST

Housing First ist ein – ursprünglich aus den USA stammendes – Konzept zur langfristigen Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Bisher war die Hürde für obdachlose Menschen eine eigene Wohnung zu bekommen immens hoch: Bürokratische Abwicklungen, selbständige Koordination von Terminen, Nachweise über Schuldenfreiheit, Bewältigung individueller Probleme usw.

Die komplexen Probleme und Lebenssituationen von obdachlosen Menschen lassen sich jedoch am besten lösen, wenn zuerst das Grundbedürfnis nach einem geschützten Lebensraum gesichert ist. Deshalb setzt das Konzept Housing First dort an, wo andere Wiedereingliederungsmaßnahmen oft gescheitert sind: Organisationen und Sozialarbeiter:innen helfen zuerst bei der Vermittlung einer Wohnung an obdachlose Menschen und unterstützen danach professionell bei den persönlichen Herausforderungen. So erhalten Menschen, die aufgrund von unterschiedlichen Schicksalsschlägen auf der Straße gelandet sind, eine echte Chance zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

Zahlreiche Organisationen in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Wien, Salzburg, Graz, Köln, Hamburg u.v.w. setzen dieses Modell bereits um.

 

BIG SUPPORT

 

“HOME STREET HOME” bekommt Prominente-Unterstützung: Zum Start der Initiative haben Joko WinterscheidtStefanie GiesingerBausaClaire Oelkers und Jan Köppen in ihrer Stadt über eine Social-Media-Kampagne via Story-Aufruf ein Wohnungsgesuch aufgegeben. Kurze Zeit später erfolgte die Auflösung, dass sie diese nicht für sich, sondern für eine:n obdachlose:n Mietsuchende:n aufgeben.

Sobald eine Wohnung gefunden wird, unterstützen einige der Promis darüber hinaus bei der Wohnungsbesichtigung sowie dem Möbelkauf und verlosen einen persönlichen Gegenstand, um damit den gesamten Neustart finanziell zu supporten.

Zum Kick-Off gibt es ein Kampagnenvideo, in dem unter anderem Bausa zu sehen sein wird. Dieses wird sowohl auf Social Media, als auch in deutschen Kinos veröffentlicht.