Forgotten is not something that just happens to a person. It is done, step by step – and this week, it is being undone. On Wednesday, November 4, the documentary „Vergessene Gesichter: Otto Wallburg“ („Forgotten Faces: Otto Wallburg“) premieres at Berlin’s Kino Babylon, and the name of one of the Weimar Republic’s most beloved film comedians goes back on top of the poster, 82 years after he died in Auschwitz.
A Story by Award Winning Managing Editor His Highness Dr. Prince Mario-Max zu Schaumburg-Lippe.
The 41-minute film by the Film Lab Lausitz opens with a scene no screenwriter would dare invent. On April 1, 1933, the director Kurt Gerron is ordered out of a Berlin film studio because he is Jewish. Otto Wallburg, also Jewish, may stay. Eleven years later, the two men sit in the same train to Auschwitz. Gerron is the man of the moment in film news: Simon Curtis is directing „Gerron’s Last Film,“ with Josh Gad playing the actor and director the SS forced to shoot a propaganda film in Theresienstadt. Wallburg got no such spotlight. Until now.
Born Otto Maximilian Wasserzug in Berlin on February 21, 1889, Wallburg was wounded in the First World War and decorated with the Iron Cross First Class. He conquered the stage, debuted on film in 1926 in „Die keusche Susanne“ next to Lilian Harvey, and became a star with a voice nobody could copy: a hurried, mumbled rush of words that earned him the nickname „Blubberer.“ The Filmmuseum Lausitz counts more than 80 films.
In the summer of 1932, Wallburg and Heinz Ruehmann filmed the UFA sports comedy „Strich durch die Rechnung“ on the cycle track in Forst. The film was considered lost for decades, until a copy surfaced in an archive; it screened in Forst again in October 2020, and the documentary was filmed on that same track and at Schloss Klein Loitz. After 1933, the fall came in documented steps: UFA dissolved his contract, his last German film at the end of 1933 forced him into an antisemitic caricature role in „Konjunkturritter,“ his household furnishings were auctioned on December 20, 1933 over back taxes, Vienna revoked his work permit in 1937, his citizenship was revoked in 1938, and from 1943 he lived underground in the Netherlands until he was denounced in March 1944 and deported via Westerbork and Theresienstadt to Auschwitz, where he died on October 30, 1944.
Why did he stay? Henry Koster, who directed him in „Katharina die Letzte“ in 1936, offered to bring him to America. Wallburg stayed in Europe. His son Reinhard later wrote that his father believed his Iron Cross First Class would protect him. The film is written by Ariane Rykov, directed by Uwe Marcus Rykov, produced by Mert Demir (FM Studio) and narrated by Chanty Loch, with material from the Bundesarchiv, the Landesarchiv Berlin, the Jewish Museum Berlin, the Arolsen Archives, the Dutch State Archive, the Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung and the Auschwitz and Theresienstadt memorials. And for the first time, Wallburg’s grandson Francois Wasserzug speaks on camera – with previously unpublished family archive material, and with clear words about colleagues like Heinz Ruehmann, who after the war told the family he remembered nothing when asked for a statement for the restitution proceedings.
Berlin premiere: Wednesday, November 4, 7 PM, Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Strasse 30, 10178 Berlin. Entry 9 euros, tickets at the box office and at babylonberlin.eu, followed by „Strich durch die Rechnung“ (1932). Forst: Thursday, November 19, doors 5:30 PM, start 6 PM, Forster Museum fuer Textil- und Industriegeschichte Lausitz, free entry, donations to the museum association requested, talk with the film team afterwards.
Er war der Liebling der Weimarer Republik, ein Komiker mit mehr als 80 Filmen, ein Gesicht, das jeder kannte. Dann wurde Otto Wallburg vergessen. Jetzt holt ihn die Dokumentation „Vergessene Gesichter: Otto Wallburg“ des Film Lab Lausitz zurück ins Rampenlicht: Am Mittwoch, 4. November, feiert der 41 Minuten lange Film im Berliner Kino Babylon Premiere – 82 Jahre nach Wallburgs Tod in Auschwitz.
Der Film beginnt mit einer Szene, die unter die Haut geht. Am 1. April 1933 muss Regisseur Kurt Gerron ein Berliner Filmatelier verlassen, weil er Jude ist. Otto Wallburg, ebenfalls Jude, darf bleiben. Elf Jahre später sitzen beide im selben Zug nach Auschwitz. Gerron ist gerade wieder in aller Munde: Simon Curtis verfilmt sein Leben mit Josh Gad in der Hauptrolle. Wallburg dagegen war fast vergessen – bis jetzt.
Geboren wurde er am 21. Februar 1889 als Otto Maximilian Wasserzug in Berlin. Im Ersten Weltkrieg wurde er verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. 1926 gab er an der Seite von Lilian Harvey sein Filmdebüt in „Die keusche Susanne“. Seine überstürzte, verwaschene Sprechweise brachte ihm den Spitznamen „Blubberer“ ein – und eine Karriere mit mehr als 80 Filmen, wie das Filmmuseum Lausitz zählt.
Eine Spur führt in die Lausitz: Im Sommer 1932 drehte Wallburg mit Heinz Rühmann auf der Radrennbahn in Forst die UFA-Sportkomödie „Strich durch die Rechnung“. Jahrzehnte galt der Film als verschollen, bis eine Kopie in einem Archiv auftauchte. Im Oktober 2020 lief er in Forst erstmals wieder öffentlich. Die Dokumentation wurde auf derselben Bahn gedreht, außerdem im Schloss Klein Loitz.
Nach 1933 verlor Wallburg Schritt für Schritt alles: Die UFA löste seinen Vertrag auf, seinen letzten deutschen Film drehte er Ende 1933, am 20. Dezember 1933 wurde seine gesamte Wohnungseinrichtung wegen rückständiger Einkommensteuer versteigert. 1934 ging er nach Wien, drei Jahre später entzog man ihm die Arbeitsbewilligung. In den Niederlanden wurde ihm 1938 die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. Ab 1943 lebte er im Untergrund, im März 1944 wurde er denunziert. Über Westerbork und Theresienstadt kam er nach Auschwitz, wo er am 30. Oktober 1944 starb. Regisseur Henry Koster hatte ihm angeboten, ihn nach Amerika mitzunehmen – Wallburg blieb, überzeugt, sein Eisernes Kreuz erster Klasse werde ihn schützen, wie sein Sohn Reinhard später schrieb.
Erstmals spricht im Film Wallburgs Enkel François Wasserzug vor der Kamera. Er wurde 1943 in Frankreich geboren und hat seinen Großvater nie kennengelernt. Bisher unveröffentlichtes Material aus dem Familienarchiv ist zu sehen. Und Wasserzug findet klare Worte zu Heinz Rühmann: Der einstige Familienfreund antwortete nach dem Krieg auf die Bitte um eine Aussage für die Wiedergutmachung, er erinnere sich an nichts. Das Drehbuch schrieb Ariane Rykov, Regie führte Uwe Marcus Rykov, Produzent ist Mert Demir (FM Studio), Sprecherin ist Chanty Loch. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte. Jugendliche aus der Region waren an Recherche und Produktion beteiligt.
Die Termine: Berlin, Mittwoch, 4. November, 19 Uhr, Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin, Eintritt 9 Euro, Karten an der Kinokasse und unter babylonberlin.eu, im Anschluss läuft „Strich durch die Rechnung“ (1932). Forst, Donnerstag, 19. November, Einlass 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr, Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz, Eintritt frei, Spenden für den Forster Museumsverein erbeten, danach Gespräch mit dem Filmteam.
Der Autor ist Award Winning Hollywood Managing-Journalist Seine Hoheit und Exzellenz Dr.iur. Mag.iur. PRINZ MARIO-MAX ZU SCHAUMBURG-LIPPE, MAS, LL.M.
Prinz Mario-Max ist der Sohn der hochfürstlichen Würdenträger Seine Hoheit Dr. h. c. Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe und Ihrer Hoheit Dr. Prinzessin Antonia zu Schaumburg-Lippe. Seine Großmutter ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Feodora von Dänemark. Die Familie ist die königlich-dänische Nachoder Linie der Prinzen zu Schaumburg-Lippe, die Gründerfamilie von Hamburg, Lübeck und Kiel.
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