Das ist der Coup des Jahres in der Luftfahrt: Der chinesische Flugtaxi-Hersteller Volant Aerotech hat sich seinen ersten Kunden in Südostasien gesichert. Die indonesische Chartergesellschaft WhiteSky group will die elektrischen Lufttaxis vom Typ VE25-100 einsetzen. Das meldete das Branchenblatt Aviation Week am 9. Oktober in seinen täglichen Business-Aviation-Nachrichten.
Festgehalten ist der Deal in einem Memorandum, also einer Absichtserklärung. Wie viele Fluggeräte WhiteSky übernehmen will und wann sie fliegen, steht noch nicht fest. Doch das Signal ist gewaltig. WhiteSky ist kein Papierpartner, sondern ein Unternehmen, das heute schon echte Passagiere befördert. Wer seinen Namen neben ein noch nicht zugelassenes Flugzeug setzt, glaubt fest an die Technik.
Die VE25-100 ist Volants großes Passagier-Flugtaxi für kurze Strecken. Gedacht ist sie als leise, elektrische Alternative zu den Helikoptern, die heute Indonesiens Ferieninseln und Geschäftsmetropolen verbinden. Volant verkauft den Deal als das, was er ist: der Beweis, dass die Nachfrage nach seinen Flugzeugen längst über Chinas Grenzen hinausreicht.
Der eigentliche Meilenstein steckt in einem Nebensatz. Volant hat seinen Technologiedemonstrator X1, mit dem 2023 die ersten Flüge gelangen, in Rente geschickt. Die gesamte Flugerprobung läuft jetzt auf der AC101, dem ersten Entwicklungsflugzeug des VE25-Programms. Übersetzt heißt das: Die Experimentierphase ist vorbei. Volant testet nun mit Hardware, die dem späteren Serienflugzeug zum Verwechseln ähnlich sieht.
Das ist ein Riesenschritt. Demonstratoren beweisen, dass ein Konzept fliegt. Entwicklungsflugzeuge beweisen, dass es sich bauen, testen und zulassen lässt wie ein echtes Produkt. Struktur, Systemintegration, Flugbereich – all die harten Fragen sind von der Zeichenebene auf die Startbahn gewandert.
Ein Blick auf die Landkarte genügt. Mehr als 17.000 Inseln, eine kaufkräftige Mittelschicht, die im großen Stil Inlandsflüge bucht, und Städte wie Jakarta, wo die Fahrt zum Flughafen länger dauert als der Flug selbst. Helikopter-Charter gibt es, aber er ist teuer und laut. Ein leises Elektroflugzeug, das zwischen Inseln pendelt oder den Stadtverkehr überspringt, passt exakt in Routen, die es längst gibt. Genau solche Märkte suchen Flugtaxi-Startups für ihre ersten Exportkunden.
Südostasien ist längst das heimliche Testfeld der Branche geworden. Die Zukunft der Mobilität wird dort entschieden, wo der Schmerz am größten ist: im Stau und zwischen den Inseln.
Ehrlich gesagt: Morgen steigt noch niemand in einen Volant. Erst kommt die Zulassung, und einen Zeitplan hat niemand genannt. Aber die Richtung ist klar. Kurze Strecken, für die heute ein lauter Helikopter oder ein langsames Boot nötig ist, könnten bald leise Elektroflüge werden, buchbar wie ein Fahrdienst.
Für Städte gilt die Lektion von Jakarta und Bali überall dort, wo der Verkehr erstickt: Die ersten Flugtaxi-Routen folgen dem größten Bedarf. Flughafentransfers und Inselverbindungen, dort lebt die Nachfrage schon heute. Und Betreiber wie WhiteSky kennen diese Routen auswendig.
Volant tut jetzt, was jedes Flugzeug-Startup vor der Zulassung tun muss: Es baut ein Auftragsbuch auf, das die Fabrik rechtfertigt. Zwei Dinge gilt es zu beobachten. Erstens, ob aus der Absichtserklärung feste Bestellungen mit Stückzahlen werden. Zweitens, wie das AC101-Testprogramm vorankommt, denn Flugstunden sind die Währung, mit der man Zulassungen kauft.
Eines ist sicher: Das Rennen um den Himmel über Südostasien hat begonnen. Und Indonesien steht ganz vorn in der Schlange. Die Zukunft fliegt elektrisch – und sie kommt schneller, als viele denken.
Der Autor ist Award Winning Hollywood Managing-Journalist Seine Hoheit und Exzellenz Dr.iur. Mag.iur. PRINZ MARIO-MAX ZU SCHAUMBURG-LIPPE, MAS, LL.M.
Prinz Mario-Max ist der Sohn der hochfürstlichen Würdenträger Seine Hoheit Dr. h. c. Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe und Ihrer Hoheit Dr. Prinzessin Antonia zu Schaumburg-Lippe. Seine Großmutter ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Feodora von Dänemark. Die Familie ist die königlich-dänische Nachoder Linie der Prinzen zu Schaumburg-Lippe, die Gründerfamilie von Hamburg, Lübeck und Kiel.
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