Lumière et Toile en Lusace : Le Château de Klein Loitz se bat pour l’Histoire du Cinéma et le Devoir de Mémoire

Lumière et Toile en Lusace : Le Château de Klein Loitz se bat pour l’Histoire du Cinéma et le Devoir de Mémoire

FELIXSEE O.T. KLEIN LOITZ. C’est un exemple éclatant d’engagement citoyen dans une région rurale. Au Château de Klein Loitz, siège du « Filmmuseum Kulturschloss Lausitz e.V. » (Musée du Film Château Culturel de Lusace), l’histoire du cinéma et des médias européens est non seulement préservée, mais aussi activement restaurée et transmise. L’association transforme le château en un point d’ancrage indispensable pour la culture et l’éducation politique, mais ce travail est un effort continu.

Mission : Cinéma, Histoire et Mémoire

L’association à but non lucratif, dédiée à la conservation et à l’exploitation d’une archive et d’un musée du film , poursuit une mission claire : préserver, rechercher et transmettre le développement du film européen, avec une attention particulière aux bouleversements sociaux du XXe siècle.

Un pilier essentiel est l’engagement pour un devoir de mémoire combatif, qui s’oppose au révisionnisme historique et renforce les valeurs démocratiques. Pour pérenniser cette mission, l’association propose des salles de formation et des ateliers exceptionnels.Ces programmes visent spécifiquement à sensibiliser les enfants et les jeunes aux mécanismes de l’exclusion et à les encourager à s’engager activement dans le devoir de mémoire.

La Renaissance des Espaces : De la Salle de Cinéma à la Tour

Les fruits de ce travail sont déjà visibles.

Le Cinéma restauré : En septembre dernier, l’ancienne salle de cinéma du château a retrouvé son lustre. Elle a été entièrement restaurée grâce au soutien généreux de la Volksbank Spree-Neiße et de la Volksbank Stiftung. Ce type de projet est au cœur de la philosophie de l’association, dont le comité déclare vouloir « créer quelque chose de durable, surtout ici, en milieu rural »

L’Escalier de la Tour (Le prochain défi) : L’actuelle pause hivernale est mise à profit pour s’attaquer à l’une des parties les plus endommagées du château : l’escalier de la tour. Autrefois victime de l’humidité et du plâtre écaillé , il sera restauré dans des tons de blanc frais et d’élégant pétrole, retrouvant ainsi son charme d’origine.

Espaces d’exposition : Parallèlement, un espace au rez-de-chaussée, actuellement utilisé comme café, sera transformé en une salle d’exposition spéciale axée sur le devoir de mémoire. L’association y prévoit une exposition approfondie sur la persécution des artistes juifs, contribuant directement à l’éducation politique.

Le Plus Grand Effort : Les 550 m² de l’Étage Supérieur

Le plus grand défi reste à venir pour les membres engagés.

L’ensemble de l’étage supérieur du château représente environ 550 mètres carrés de surface inutilisée.

Ces espaces, dont l’état date encore des années 70 et qui sont partiellement désossés , manquent de portes, d’électricité et le chauffage est inexistant ou non raccordé.

Une rénovation complète est nécessaire pour utiliser ces vastes zones comme espaces d’exposition et lieux de rencontre. C’est là que doivent être aménagées les salles de formation et les ateliers

essentiels pour les jeunes

Lichtspiel und Leinwand in der Lausitz: Das Kulturschloss Klein Loitz kämpft für Filmgeschichte und Erinnerung

FELIXSEE O.T. KLEIN LOITZ. Es ist ein leuchtendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in einer ländlichen Region: Im Kulturschloss Klein Loitz, dem Domizil des zukünftig umbenanntes „Filmmuseum Kulturschloss Lausitz e.V.“, wird europäische Film- und Mediengeschichte nicht nur bewahrt, sondern aktiv restauriert und vermittelt. Der Verein macht das Schloss zu einem unverzichtbaren Ankerpunkt für Kultur und politische Bildung, doch die Arbeit ist ein fortwährender Kraftakt.

Der gemeinnützige Verein, der sich dem Erhalt und Betrieb eines Filmarchivs und Museums verschrieben hat, verfolgt eine klare Mission: Erhaltung, Forschung und Vermittlung der Entwicklung des europäischen Films – immer unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.
Ein entscheidender Pfeiler ist dabei das Engagement für eine wehrhafte Erinnerungskultur, die sich gegen Geschichtsrevisionismus wendet und demokratische Werte stärkt. Um diese Mission zukunftssicher zu machen, bietet der Verein außergewöhnliche Schulungsräume und Workshops, die speziell darauf abzielen, Kindern und Jugendlichen frühzeitig die Mechanismen der Ausgrenzung zu vermitteln und sie zur aktiven Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur anzuregen.

Die Wiedergeburt des Kinosaals

Die Früchte dieser Arbeit sind bereits sichtbar. Erst im September erstrahlte der alte Kinosaal des Schlosses in neuem Glanz. Dank der großzügigen Unterstützung der Volksbank Spree-Neiße und der Volksbank Stiftung konnte dieser wichtige Ort der Filmvorführung umfassend restauriert werden. Solche Projekte sind der Kern der Vereinsphilosophie, erklärt der Vorstand: „Gerade hier im ländlichen Raum wollen wir etwas Bleibendes schaffen.“

Doch wer im Kulturschloss Klein Loitz aktiv ist, weiß, dass nach dem Abschluss eines Projekts sofort das nächste ansteht. Die Winterpause wird intensiv genutzt, um eines der sichtbarsten Sorgenkinder des Schlosses anzugehen: den Turmaufgang.

Von Feuchtigkeit und Träumen in Petrol

Jahrelang war der Turmaufgang dem Verfall preisgegeben. Putz bröckelte von Wänden und Decken, Feuchtigkeit hatte dem Mauerwerk zugesetzt und unschöne PVC-Böden sowie eine braune Farbschicht auf dem antiken Holzgeländer trübten das historische Ambiente. Aktuell können Besucher bereits erste Veränderungen sehen. Das Ziel der Restauratoren ist ambitioniert: Der Aufgang soll in frischen Weiß- und eleganten Petroltönen sowie mit einer passenden Tapete das ursprüngliche Flair zurückgewinnen.
Künftig soll der Turm nicht nur funktional sein, sondern als vertikaler Ausstellungsraum dienen.
Parallel zur physischen Restaurierung des Gebäudes treibt der Verein seine inhaltliche Mission voran.
Ein Raum im Erdgeschoss, der derzeit als Kaffeebar genutzt wird, soll zu einem speziellen Ausstellungsraum für die Erinnerungskultur umfunktioniert werden. Hier plant der Verein eine tiefgehende Ausstellung zur Verfolgung jüdischer Künstler – ein direkter Beitrag zur politischen Bildung. Weiterhin soll in den hinteren Räumen ein kleines Literaturcafé samt Bibliothek entstehen, das zum Verweilen und Diskutieren einladen soll.

Der Stillstand der Oberetage – 550 qm warten

Der größte Kraftakt liegt jedoch noch vor den engagierten Mitgliedern. Die gesamte obere Etage des Schlosses umfasst rund 550 Quadratmeter ungenutzter Fläche, deren Zustand noch aus den 70er-Jahren stammt und teils entkernt ist. Hier fehlen Türen, es gibt keinen Strom und die Heizungen sind entweder nicht angeschlossen oder gar nicht erst vorhanden. Eine komplette Sanierung ist notwendig, um diese großzügigen Räume als dringend benötigte Ausstellungsflächen und Begegnungsstätten nutzbar zu machen.

Genau hier sollen künftig auch die außergewöhnlichen Schulungsräume und Workshops für Kinder und Jugendliche entstehen, ergänzt durch einen kleinen Dokumentationsraum. Diese Flächen sind essenziell, um die Mission des Vereins – die Vermittlung der Mechanismen der Ausgrenzung und die aktive Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur – nachhaltig im ländlichen Raum zu verankern.

Die Visionen sind groß, doch die Umsetzung hängt an einer knappen Ressource. „Es gibt viele Projekte, die wir umsetzen wollen, aber bis dato fehlen uns die Fördermittel“, teilen Uwe Marcus Rykov und Ariane Rykov, der Vorstand des Vereins, mit.

Das Engagement des Vereins ist gerade in einer strukturschwachen Region wie dieser von immenser Bedeutung. Es geht nicht nur um die Bewahrung alter Technik und Filme, sondern darum, einen Ort der Begegnung, des kritischen Dialogs und der kulturellen Strahlkraft zu erhalten und zu entwickeln.