AXT-ALARM in Stockholm! Ein König im Anzug, ein Hackklotz, eine Axt – und ein König, der einfach drauflos haut. König Carl XVI. Gustaf von Schweden hat diese Woche den Hofstaat gegen Holzscheite getauscht und ist persönlich nach Södermalm gefahren, um die Axt-Firma Kalthoffs yxor zu besuchen. Die Chefin: die junge Julia Kalthoff – eine frühere Stipendiatin des Königs persönlich. Und was dann passierte, sieht man auf den Fotos: Der Monarch greift zur Axt und spaltet Holz, während seine Gastgeberin daneben in blauer Arbeitsjacke lacht. So etwas nennt man ein Volltreffer-Treffen!
Stockholm, Södermalm. Hier riecht es nach Holz, Harz und ehrlichem Handwerk. Zwischen Regalen voller Axtstiele und Bauholz steht plötzlich der König von Schweden – im dunklen Anzug, mit Brille – und beweist, dass er nicht nur auf dem Thron, sondern auch am Hackklotz eine gute Figur macht. Julia Kalthoff, die die Firma leitet, strahlt über das ganze Gesicht. Kein Wunder: Wer bekommt schon so einen Besuch?
Doch das ist kein Zufallstermin aus dem königlichen Kalender. Dahinter steckt eine echte Geschichte. Julia Kalthoff gehört nämlich zu den Ausgezeichneten des Königs: Sie erhielt einst sein Kompassrosen-Stipendium – die Auszeichnung, die der Monarch persönlich an junge Führungskräfte vergibt. Der Besuch in ihrer Werkstatt war also gewissermaßen ein Wiedersehen: Der König schaut vorbei und sieht mit eigenen Augen, was aus einer seiner Schülerinnen geworden ist.
Die Geschichte hinter der Auszeichnung ist fast so schön wie die Fotos. Als König Carl Gustaf 60 Jahre alt wurde, gründeten die schwedischen Pfadfinder zu seinen Ehren die Stiftung Ungt Ledarskap – Junges Führungspersonal -, um junge Leiterinnen und Leiter zu stärken. Seitdem vergibt der König jedes Jahr die Kompassrosen an Führungspersonen unter 25 Jahren, die Mut (schwedisch: mod), Mitgefühl (omtanke) und den Willen zum Handeln (handlingskraft) bewiesen haben. Eine der seltenen königlichen Ehrungen in Schweden, die sich ganz gezielt an Menschen Anfang zwanzig richtet.
Bei seinem Besuch erzählte Julia Kalthoff dem König von ihrem eigenen Weg als Führungskraft – und von den Werten, auf denen ihre Firma steht. Kalthoffs yxor ist kein Industriekonzern, sondern ein Handwerksbetrieb: Äxte aus schwedischem Stahl, ehrliche Stiele, Werkzeug, das seinen Macher überleben soll. Eine Philosophie, die der König kennt und schätzt: Schweden, seine Wälder und sein Handwerk liegen ihm am Herzen. Hier trafen Tradition und Zukunft aufeinander – die junge Frau, die sie weiterführt, und der König, der ihr einst sein Vertrauen schenkte.
Das Schönste an dem Besuch: Er war echt. Kein steifer Hoftermin, keine gestellten Hände. Der König schlug wirklich zu – mitten in der Werkstatt, umgeben von Axtköpfen und Holzstapeln. Man sieht ihm an: Der Mann fühlt sich wohl. Wer mit schwedischen Wäldern im Blut aufgewachsen ist, kennt diesen Griff. Und Julia Kalthoffs Lachen auf den Fotos sagt alles: Das ist die Art von Königstermin, die man nicht inszenieren kann. Ein Handwerker, ein König, ein Hackklotz – und Späne in der Luft.
Der Besuch zeigt auch, wie das schwedische Königshaus mit jungen Unternehmerinnen und Unternehmern umgeht. Die Kompassrosen ist kein einmaliger Handschlag mit Urkunde an der Wand – sie ist der Anfang einer Beziehung. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden Teil eines Netzwerks junger Führungskräfte, und der König bleibt dran: Jahr für Jahr schaut er sich an, was aus dem Vertrauensvorschuss geworden ist. Bei Julia Kalthoff wurde daraus eine Firma, die in Stockholm Äxte von Hand fertigt. Für den König: ein Morgen, der sich gelohnt hat.
Führung sieht eben oft aus wie Handwerk: Auftauchen, arbeiten, die Schneide scharf halten. Das wusste der König schon lange. Diese Woche hat er es in Södermalm live erlebt. Mehr Glanzlichter aus dem schwedischen Königshaus gibt es hier: Prinz Daniel verleiht den größten Fotopreis der Welt und Prinz Daniel feiert eine Künstlerin im Prado – und auch die Geschichte von Fürstin Charlène lohnt einen Klick.
Foto: Nathalie Malic / Kungahuset.
Der Autor ist Award Winning Hollywood Managing-Journalist Seine Hoheit und Exzellenz Dr.iur. Mag.iur. PRINZ MARIO-MAX ZU SCHAUMBURG-LIPPE, MAS, LL.M.
Prinz Mario-Max ist der Sohn der hochfürstlichen Würdenträger Seine Hoheit Dr. h. c. Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe und Ihrer Hoheit Dr. Prinzessin Antonia zu Schaumburg-Lippe. Seine Großmutter ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Feodora von Dänemark. Die Familie ist die königlich-dänische Nachoder Linie der Prinzen zu Schaumburg-Lippe, die Gründerfamilie von Hamburg, Lübeck und Kiel.
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