Luxemburg – Es war der 3. Oktober 2026. Genau ein Jahr nach jenem denkwürdigen Tag, an dem Großherzog Guillaume die Krone seines Vaters übernahm, feierte das Großherzogtum seinen jungen Monarchen. „E Joer Trounwissel“ – ein Jahr Thronwechsel. So heißt es auf Luxemburgisch, und so nannte es auch das offizielle Video des Hofes, das unzählige Herzen berührte. Ein Jahr, das alles veränderte – und doch alles beim Alten ließ. Denn Guillaume, 45, ist ein Großherzog zum Anfassen: nahbar, warmherzig, volksverbunden. Das kleine Land zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien liebt ihn. Und er liebt sein Land.
Zurück zum 3. Oktober 2025. Im prachtvollen Salle des Fetes des Großherzoglichen Palastes setzte Großherzog Henri, der 25 Jahre lang regiert hatte, seine Unterschrift unter die Abdankungsurkunde. Ein historischer Moment. Premierminister Luc Frieden verlas das großherzogliche Dekret. Dann trat Guillaume vor – und leistete den Eid auf die Verfassung. Er schwor, die Verfassung und die Gesetze zu achten und seine verfassungsmäßigen Pflichten treu zu erfüllen. Die Menge hielt den Atem an.
Was dann folgte, war ein Fest der Gefühle. Balkonauftritt vor jubelnden Menschenmassen. Ein Spaziergang zum Rathaus, vorbei an Tausenden, die den Place Guillaume II in ein Meer aus Fahnen verwandelten. Und am Abend ein Galadinner, das seinesgleichen suchte. Luxemburg feierte seinen neuen Großherzog – und Guillaume strahlte.
Guillaume ist der älteste Sohn von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa. Seit dem Jahr 2000 war er Thronfolger – ein Kronprinz, der in aller Stille auf seine große Aufgabe vorbereitet wurde. Ab Oktober 2024 diente er bereits als Regent. Als sein Vater abdankte, war er bereit. Bereit für die Verantwortung, bereit für sein Volk.
In seiner ersten Weihnachtsansprache im Dezember 2025 nannte der neue Großherzog die Werte, die seine Regentschaft prägen sollen: Zusammenhalt, Solidarität, Offenheit und Toleranz. Worte, die ankommen. Worte, die verbinden. Und er kündigte an, was sein erstes Regierungsjahr prägen sollte: die „Joyeuses Entrees“ – fünf regionale Besuche in den Jahren 2026 und 2027, bei denen das Großherzogspaar das ganze Land bereist.
Und Guillaume hielt Wort. Am 24. April 2026 machte die „Joyeuse Entree“ Station in Esch-sur-Alzette. Am 10. Juli 2026 folgte Troisvierges. Und am 2. Oktober 2026 – am Vorabend des Jahrestags – besuchte das Paar Ehnen und Wormeldange an der Mosel. Überall das gleiche Bild: begeisterte Menschen, strahlende Gesichter, ein Großherzog, der sich Zeit nimmt. Für 2027 sind Beckerich und Mersch geplant. Das Versprechen gilt: Kein Ort in Luxemburg soll vergessen werden.
Auch auf dem diplomatischen Parkett glänzte das Paar. Ende September 2026 empfingen Großherzog Guillaume und Großherzogin Stephanie den finnischen Präsidenten Alexander Stubb und seine Frau Suzanne Innes-Stubb zu einem Staatsbankett in weißer Krawatte im Großherzoglichen Palast. Ein Abend voller Glanz und Würde. Beide Gäste wurden mit dem Orden der Weißen Rose von Finnland ausgezeichnet – eine Ehre, die Bände spricht.
Wie sehr das Land seinen Großherzog ehrt, zeigt auch eine besondere Geste: Eine luxemburgische 2-Euro-Gedenkmünze aus dem Jahr 2026 würdigt die Thronbesteigung – und zugleich den 45. Geburtstag des Großherzoges. Ein Stück Geschichte zum Anfassen, das in Millionen Geldbörsen wandern wird.
An Guillaumes Seite: Großherzogin Stephanie. Auch sie schrieb im ersten Jahr Geschichte – mit Herz und Haltung. Sie besuchte die Stiftung Pro Familia in Esch-sur-Alzette. Als Präsidentin des Luxemburgischen Roten Kreuzes ehrte sie in Diekirch 160 Blutspender mit Medaillen – am 10. Oktober 2026, dem Jubiläums-Wochenende. Und gemeinsam mit dem Großherzog besuchte sie ATD Quart Monde in Beggen und setzte ein Zeichen gegen Armut. Ein Paar, das dient. Ein Paar, das berührt.
Zum Jahrestag veröffentlichte der Hof ein emotionales Video: „E Joer #TROUNWIESSEL“ – ein Jahr seit dem Thronwechsel. Das Foto zeigt Guillaume in zeremonieller Uniform mit gelber Schärpe, wie er zu Mikrofonen spricht. Ein Bild voller Würde. Ein Jahr voller Arbeit, voller Nähe, voller Liebe zu Luxemburg. Der Thronwechsel ist vollzogen – und das Großherzogtum blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Lang lebe der Großherzog!
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Bild: Maison du Grand-Duc / Gouvernement Luxembourgeois via @courgrandducale
Der Autor ist Award Winning Hollywood Managing-Journalist Seine Hoheit und Exzellenz Dr.iur. Mag.iur. PRINZ MARIO-MAX ZU SCHAUMBURG-LIPPE, MAS, LL.M.
Prinz Mario-Max ist der Sohn der hochfürstlichen Würdenträger Seine Hoheit Dr. h. c. Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe und Ihrer Hoheit Dr. Prinzessin Antonia zu Schaumburg-Lippe. Seine Großmutter ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Feodora von Dänemark. Die Familie ist die königlich-dänische Nachoder Linie der Prinzen zu Schaumburg-Lippe, die Gründerfamilie von Hamburg, Lübeck und Kiel.
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