Künstlerin

ENVIRONMENT: LICHTSTREIFEN VON BAUM ZU BAUM

Die Installation „Glow” des Polnischen Künstlerduos Katarzyna Malejka & Joachim Sługocki am Comer See   Es ist doch immer das Gleiche, der Urlaub ist viel zu schnell vorbei und könnte meist...

Natalie Czech  you see// but // you say

Im Werk der Fotokünstlerin Natalie Czech geht es auf charakteristische Weise um das Verhältnis von Bild, Bildgegenstand und Text. In umfangreichen Werkgruppen arbeitet sie an Formen einer konzeptuellen Verflechtung dieser unterschiedlichen Darstellungsebenen. Sie verbindet Stilmittel klassischer Objektfotografie mit verschiedenen, vorwiegend literarischen Textformaten. So lassen sich ihre Werke als visuelle Gedichte verstehen, denn sie interpretieren ihr poetisches Ausgangsmaterial weiter – seien es Gedichte verschiedener Autoren oder digitale Bildzeichen, sogenannte Icons, wie in ihrer neuesten Werkgruppe. Czechs Arbeit fächert die Textualität solcher Elemente in neue, pluralisierende Lesarten auf. Dabei verfolgt sie eine auf den ersten Blick paradoxe Unternehmung, nämlich die, ›mit Fotografie zu schreiben‹.

Ihre neueste Werkgruppe trägt den Titel ›to icon‹, und er birgt einen entscheidenden Deutungshinweis, macht er doch das Substantiv ›Icon‹ zum Verb, generiert ein aufs Lesen von Bildern bezogenes Kunstwort. Genau das geschieht in den neuen Fotoarbeiten: Sie zeigen Piktogramme, visuelle Kommunikationskürzel im Zwischenraum von Bild und Text, die heutzutage für praktisch jeden Handy-, Tablet- oder Web-User zur alltäglichen Bildlektüre geworden sind – so vertraut, dass man sie kaum mehr wahrnimmt, sondern schlichtweg funktional benutzt. Czech stellt fest, dass die digitalen Symbole in verschiedenen Programmen teils unterschiedliche Verwendungen und Bedeutungen haben. So sammelt sie Begriffsfelder, die ein Icon abdeckt, und inszeniert das semantische Feld in einem Foto. Dafür fotografiert sie etwa Kleidungsstücke und Accessoires im Stil von Mode- und Produktfotografie, liest die Form eines Icons in Umrisse, Falten oder Nähte der Objekte hinein – und appliziert sie jeweils als farbigen Kunststoffguss direkt aufs Foto.

Zum Beispiel in ›Pen /PR Shirt‹ (2016): Eine Designerbluse mit kleinteilig-opulentem Blumenmuster liegt bildfüllend locker drapiert mit angewinkelten Armen auf schwarzem Stoff. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man im unteren Bildteil auf der Innenseite des linken Ärmels das Symbol eines stilisierten Stifts. Die länglich-rechteckige Form, am unteren Ende mit einem kleinen Dreieck, oben mit einem Quadrat versehen, kommt in verschiedenen Apps und Textprogrammen vor – und ist hier außerdem mit dem Nahtmuster der Manschette deckungsgleich, mit der sich der Ärmel aufknöpfen lässt. Da Bedeutung und Gebrauch eines Icons in den verschiedenen digitalen Anwendungen variiert, fügt Czech in ›to icon‹ den fotografierten Objekten, wie bei Waren üblich, eine Art Produktlabel hinzu. Darauf gibt sie akribisch die Bedeutungsvarianten und die jeweilige Referenzsoftware wieder. So kommt etwa das Symbol ›Pen‹ aus diesem Bild unter anderem in ›PicsArt Photo for Windows 8.1‹, ›TripAdvisor IOS 14.6‹, ›Pinterest © 2016‹, ›Google Translate © 2015‹ und anderen vor. Insgesamt notiert Czech hier acht Bedeutungsvarianten und Quellen. Auf dem Label zusammengeführt, liest sich die Aufzählung einzelner Funktionsbezeichnungen plötzlich assoziativ und frei wie ein poetischer Text: ›Draw / Drafts / Draft Reviews / Write a Review / Update Info / Edit / Text // Wrong?‹.

Czech (er) findet auf dem Weg solcher Manöver vielfach gestaffelter Rekontextualisierung und Rückübersetzung eine ganz eigene Art von Poesie. Sie knüpft auf freiere Weise an frühere Werkgruppen und deren Verflechtung von Bild und Poesie an, wie etwa bei den mehrteilig angelegten ›Poems by Repetition‹. Dort entfaltet Czech je ein Gedicht ausgewählter Autoren innerhalb eines wiederholt fotografierten Motivs. Die Fotografie, selbst ein Reproduktionsmedium, konstituiert Textproduktion dadurch ausdrücklich mit – auch dies eine Weise, mit Fotografie zu schreiben. Sie verwendet dabei oft Gedichte, die mit Stilmitteln der Repetition experimentieren. So sind diese Werke letztlich Sprachbilder im doppelten Sinne: Literarisch lassen sie sich als Konkrete Poesie oder experimentelle Dichtung lesen, bildbezogen aber ebenfalls als konzeptuelle Objektfotografie auffassen. Czech operiert dabei bewusst mit einer Ambivalenz, die schon in ihren literarischen Quellen angelegt und eines ihrer zentralen Themen ist, dass nämlich Text in sich bereits ein (literarisches) Bild und, ganz buchstäblich, stets auch Schriftbild ist. (Text: Jens Asthoff)

Natalie Czech (* 1976) lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen u. a. im CRAC Alsace Altkirch, MOMA New York, Palais de Tokyo Paris, Fotomuseum Winterthur, Kunsthalle Wien, Hamburger Bahnhof Berlin, Kunstverein in Hamburg, Braunschweig, Langenhagen. Arbeiten u. a. in den Sammlungen des MOMA New York, Pinakothek der Moderne München, Fotomuseum Winterthur.

The Magic Oil von Jorgos Katsaros

Jorgos Katsaros, der gebürtiger Stuttgarter mit griechischen Wurzeln, ist Zauberkünstler, Comedian, Moderator, Musiker und Schauspieler.

Und er produziert seit Kurzem sein eigenes griechisches Olivenöl der Marke KATSAROS.Angefangen mit der Zauberei hat Jorgos Katsaros schon im Alter von acht Jahren indem er seinen größeren Bruder für die ersten Tricks mit Münzen und Karten den Zauberkasten abschwatzte. Der Vater, ein Bibliothekar, versorgt ihn mit Fachliteratur und seine Mutter nähte ihm die geheimen Taschen in sein Kostüm. Sie war auch sein erstes „Testobjekt“, wenn es um neue Tricks ging. Es folgen erste Auftritte bei Schulfesten und Familienfeiern.

Mit 15 wurde er Mitglied beim rennomierten Magischen Zirkel von Deutschland und entwickelt dort seine Wettbewerbsdarbietung „Lupenreine Illusionen“, bei der sich alles um ein magisches Vergrößerungsglas dreht. 1999 gewinnt er mit dieser Nummer den Grand Prix von Brüssel und wird außerdem Deutscher Vizemeister der Manipulation.

Im Jahr 2000 überreicht ihm Prinzessin Stephanie beim Zauberfestival „Monte Carlo Magic Stars“ den Silbernen Zauberstab von Monaco. Es folgen Bühnen- und TV-Auftritte in ganz Europa, in den USA, in Kanada und China. Im Jahr 2009 gewinnt er die Goldmedaille beim Zauberfestival in Shanghai.

Mittlerweile ist Jorgos Katsaros ein gefragter Moderator in Varietés und Dinnershows und wird für Galas, Firmenevents und Werbefilme gebucht.

The Magic Oil

Eine der beliebtesten Nummern aus seinem vielfältigen Repertoire ist die magische Flaschenvermehrung. Und bei Jorgos passiert das nicht, wie üblich, mit Weinflaschen, sondern mit KATSAROS-Olivenöl – The Magic Oil.

Wenn er dann nach einer Show im Foyer mit den Zuschauern redet und dabei auf sein Öl zu sprechen kommt, denken viele, das wäre nur ein Gag. Umso mehr sind sie dann ein zweites Mal verblüfft. Diesmal aber nicht wegen der Illusionen und Zaubernummern, sondern weil es dieses Olivenöl wirklich gibt. Und davon reichlich, da Jorgos ja anscheinend jeden Abend auf der Bühne diese griechische Spezialität herbei zaubert.

Crossover Marketing könnte man so etwas nennen. Wenn sich Show und Realität überschneiden.

In Wirklichkeit steckt aber keine Magie, sondern viel Leidenschaft dahinter, um dieses exklusive Olivenöl in die deutschen Küchen zu zaubern.

Schon immer brachte er für Freunde und Bekannte sein Öl mit nach Deutschland, welches von den familieneigenen Bäumen aus dem Heimatdorf seines Vaters stammt. Weil die Nachfrage nach seinem Spitzenöl immer größer wird, entschließt er sich 2015 seine eigene Firma zu gründen, um diese seltene und rare Olivenölsorte „Athinoliá“ für alle Feinschmecker zugänglich zu machen.

Seinem Traumberuf, der Zauberei, ist Jorgos Katsaros aber treu geblieben. Und gerne garniert er seine Shows mit Anekdoten aus Griechenland. So muss man, seiner Meinung nach, den Griechen dankbar sein für all die griechischen Mathematiker wie Pythagoras oder Archimedes. Denn ohne sie wüssten wir ja gar nicht, wie viel Schulden Griechenland hat.

Die fantastische Mischung aus Schwabe und Grieche birgt aber auch ein Problem: Die einen wollen sparen, die anderen müssen.

Magische Musik

Nicht nur kabarettistische Einlagen baut Jorgos in seine Shows ein, auch musikalisch hat das Multitalent einiges zu bieten: Denn Jorgos Katsaros ist auch ein ausgezeichneter Geigenspieler.

Ab dem Alter von sieben Jahren bekommt er Violinenunterricht und heute ist er darüber sehr froh, die Musik in seine Vorführungen einbauen zu können. Er begleitet Artisten und Sängerinnen in Dinnershows und Varietés live auf der Bühne und lässt währenddessen noch Spielkarten an seinen Fingern erscheinen. Und wenn dann erwachsenen Zuschauer wieder zu Kindern werden und sich verzaubern lassen, ist der griechische Schwabe Jorgos Katsaros glücklich.

Die vielseitige Künstlerin Anastasia May

Anastasia May wurde 1985 in der russischen Metropole St.Petersburg geboren. Bereits als Kind hat sie viele spannende Städte und Ortschaften Russlands kennengelernt. Den Atlantischen Ozean, Sibirische Weiten und Fernöstliche Landschaften, die sie als Kind mit ihren Eltern bereist hatte, haben bei ihr einen starken Eindruck hinterlassen. Alte Märchen und Sagen, faszinierende Bräuche und Geschichten der ansässigen Völker haben eine Sehnsucht nach Zauber in Ihrer Seele geweckt. Als Kind war sie fasziniert von den Bilderbüchern und fing bereits mit 6 Jahren an, ihre ersten Illustrationen zu den Märchen zu malen.

Ihre Bilder strahlen in leuchtenden Farben, ihre Figuren scheinen aus anderen Welten zu kommen und die alten Weisheiten der unterschiedlichen Kulturen spiegeln sich in Ihren Bildern wieder. Anastasias Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins spürt man in allen ihren Arbeiten und sie laden die Betrachter ein, in die zauberhafte Welt ihrer Phantasie einzutauchen. Ihre Bilder sind mit Harmonie und Freude erfüllt, sie berühren unsere Herzen auf ganz eigene Weise. Als markanter Punkt in Ihren Arbeiten sind Darstellungen  von Frauen, deren überdimensional gestaltete Kussmünder zu sehen sind.

Anastasia May bringt In ihren Bildern  die pure Lebensfreude zum Ausdruck.