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Katja Weitzenböck in "DIE FRAU DES MICHELANGELO"

DIE FRAU DES MICHELANGELO In DIE FRAU DES MICHELANGELO spielt Katja Weitzenböck ein humorvolles Einmannstück, oder viel mehr eine authentische „One-Woman-Show“. Mit nur wenigen Requisiten ist es der Schauspielerin gelungen,...

Romy Schneider und die Stasi

In West Berlin gründete sich 1976 die Untergrund Partei „Schutzkomitee für Freiheit und Sozialismus“ . Die Partei wurde von Intellektuellen und Künstlern gegründet und engagierte sich für die Freilassung von...

Das Kunst- und Modelabel HeroinKids / zwischen Kunst und Wirklichkeit

Am 17. November 2017 veranstaltet das provokante Berliner Kunst- und Fashion Label HeroinKids eine Vernissage. Ein Event zwischen Kunstausstellung und Underground Techno Party. Beginn ist 23.00 Uhr. Veranstaltungsort ist der...

Plan B - Krimi meets Jazz

1933. Ein heißer Sommertag in Berlin. Längst sind die Nazis an der Macht. Die Ringvereine sind im Begriff, nach und nach zerschlagen zu werden. Zwei ihrer Bosse liefern sich einen...

Pianist von Tim Bendzko leitet Kinderchorprojekt

Chor „6K UNITED!“ mit 6000 Kindern   Normalerweise steht er mit Tim Bendzko auf der Bühne. Er begleitet an den Tasten und Tim singt. Seit 2010 spielte er mit ihm...

MATTHIAS BRODOWY – GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HALTUNG

Nachdem der Mensch über Jahrmillionen den aufrechten Gang erlernte, hat er in wenigen Jahren den Rückschritt vollzogen. Stets über sein Smartphone gebeugt, irrt er durch die Welt. Wozu denken, wenn...

JACOBOWSKY UND DER OBERST

Dass der Kampf ums Überleben die besten Komödien schreibt, beweist Franz Werfels „Jacobowsky und der Oberst“. Das Stück hat autobiographische Züge: Werfel, der jüdischer Herkunft war, ging unter den Nationalsozialisten...

Łódź - Berlin wandert nach Osten

Es ist schon beeindruckend, wie sich eine Stadt neu erfinden kann. Die drittgrößte Stadt Polens Łódź tut dies durch die Wiederbelebung ihres historischen Erbes als Textil- und Industriestadt im 19. und...

Der neueste A.I.-Roboter ‘Musio’ kommt nach Berlin

AKA LLC, der Entwickler des weltweit ersten künstlichintelligenten Sozialroboters „Musio“, stellt das Produkt offiziell in Berlin vor. Musio wird angetrieben durch AKAs künstliche Intelligenz MUSE und ist ein Kommunikations-Roboter, der...

Underground Fashionshow von Lina Berlina

Am Donnerstag den 06.07.2017  im Rahmen der Berliner Fashionweek zeigte  LB Lina Berlina die sonst ihre Kollektion in der Listo Lounge im Hilton Hotel Berlin zeigt, ihre Kreationen mal ganz...

Die internationale Tattoo Convention Berlin

Nun zum 27. Mal trifft sich am 04.-06.08.die internationale Tattoo Szene in Berlin. Über 300 internationale Tätowierer und Tätowiererinnen zeigen ihr Können. 14 Kategorien und natürlich die tägliche Best of...

The Premium Group presents

Featuring around 1,800 brands, 81% of which come from outside Germany, as well as a large number of new brands that constitute up to 30% of the portfolios, the PREMIUM...

Matthias Maus präsentierte gestern zur Fashionweek – OBLIGE MBRILLIANT’S RUN

Das Leitmotiv zur Jubiläumsinszenierung kommt von der Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz und dem Musikvideo „Run to the Sun“ von Erasure, in dem das Berliner Wahrzeichen eine zentrale Rolle spielte. Matthias Maus präsentierte ein neu eingesungenes und neu interpretiertes Remake des Musikvideos ganz zu Beginn der Show via Videoprojektion.

Zum Jubiläum zeigte der Designer auch das, womit er mit seinem Label MATTHIAS MAUS MBRILLIANT in Berlin bekannt wurde: Kleidung für den männlichen Phallus, die Matthias Maus-Hüftcolliers. In dieser Show wurden erstmalig 12 Hüftcolliers auf dem Catwalk präsentiert. Zuvor gab es zu jeder Show jeweils nur eine Hüftcollier-Präsentation als Eyecatcher

Deutschlands erfolgreichste Vertreterin des Neo-Burlesque, Marlene von Steenvag, läutete die Jubiläumsausgabe als Opening Act ein.

Auf den Opening Act folgen im OBLIGE MBRILLIANT’S RUN jeweils 12 Herren- und Damen-Outfits. Inspiration der Kollektion ist die 1976er Hollywood Science Fiction Produktion „Logans Run – Flucht ins 23. Jahrhundert“ von Michael Anderson mit Farrah Fawcett und Michael York.

 

PREMIUM is proud to present once again the PREMIUM YOUNG DESIGNERS Spring/Summer 2018

Up-and-coming young talent will be the foundation of the fashion industry of tomorrow. For that reason, PREMIUM is proud to present once again the PREMIUM YOUNG DESIGNERS Spring/Summer 2018. ROBERTA...

Robert Fry and Tina Schwarz / GALERIE KORNFELD

Mit Tina Schwarz und Robert Fry stellt die Galerie erstmals zwei malerische Positionen gegenüber, die in ihren Gemälden mit dem Körper als Träger allgemein menschlicher Emotionen und Gefühle arbeiten. Ungeachtet der Unterschiede in Thematik, Motivik und künstlerischem Ausdruck zeichnen sich die Werke beider durch die Kombination abstrakter und gegenständlicher Formen sowie die Verwendung einer Vielzahl malerischer Modi in ein und demselben Bild aus. Die Betrachter sind eingeladen, die imaginären Assoziationsräume beider Künstler zu betreten, in denen eine Vielzahl von Themen anklingen. Eindeutige Aussagen werden aber bewusst zugunsten einer inszenierten Mehrdeutigkeit vermieden.

Der 1980 in London geborene Robert Fry arbeitet stets in Werkgruppen oder Serien. In der Konzentration auf den menschlichen Körper sind seine Gemälde den Werken von Lucien Freud oder Francis Bacon verwandt, daneben finden sich Einflüsse von Künstlern wie Willem De Kooning, Robert Motherwell oder Mark Rothko. Die wechselhaften Beziehungen der Geschlechter sowie das oftmals spannungsvolle Verhältnis von Individuum und Anderem, von Geist und Körper sind zentrale Themen seiner Malerei.

 

Seine aktuellen Gemälde bezeichnet der Künstler als „Square Paintings“, großformatige, quadratische Leinwände, die von Gegensätzen geprägt sind: Figuration vs. Abstraktion, Körper vs. Fläche, Ornament vs. Geste…. Sie zeigen vier menschliche Körper, männliche ebenso wie weibliche, umgeben von einem abstrakten Farbraum. Die silhouettenhaft wiedergegebenen Figuren sind mal monochrom, mal mit farbigen, geometrischen Feldern gefüllt. Wieder andere sind mit Körperteilen und Gesichtern versehen, die mit wenigen, gezielt gesetzten Strichen gezeichnet sind. Spuren des Gestischen wie Tropfen, Farbspritzer oder kraftvoll gezogene Linien und Linienknäuel überlagern streng definierte Farbflächen, lasierend gestaltete Partien stehen neben solchen, in denen die dick aufgetragene Farbe zur körperlich fassbaren Materie wird. Buchstaben, die sich nicht immer sofort zu Wörtern zusammenfügen, treten ergänzend hinzu. Der bildimmanente Rahmen – ein Charakteristikum aller Werke von Robert Fry – ist auf zwickelartig die vier Ecken des Bildfeldes ausfüllende Formen reduziert und wird erstmals auch von den Figuren partiell überschnitten.

Neue Radierungen, in denen der Künstler seine Untersuchungen des Raums weiterführt und dabei motivisch auch an frühere Werkgruppen anknüpft, runden die Ausstellung ab.

Robert Fry studierte in Oxford und war für den angesehenen John Moores Contemporary Painting Preis nominiert. 2016 wurden Werke von ihm gemeinsam mit namhaften KünstlerInnen wie Marina Abramovic, Louise Bourgeois, Paul Cézanne, Tracey Emin oder Egon Schiele in der Ausstellung „The Nude in the XX & XXI Century“ bei S|2 in London gezeigt, 2015 wurde er als einer der „100 Painters of Tomorrow“ in der gleichnamigen Publikation bei Thames and Hudson hervorgehoben. Seine Werke waren in der Eremitage in St. Petersburg, in Los Angeles und im Rahmen zahlreicher Ausstellungen in Europa zu sehen und finden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Saatchi Collection, dem Museum für Moderne Kunst in Moskau oder der Sammlung von Mario Testino.

Tina Schwarz (*1977 in Friedberg) weilte 2016 im Rahmen einer Residency von Hooper Projects für längere Zeit in Los Angeles. Bevor sie an der Akademie in Maastricht Bildende Kunst studierte, war sie als Tänzerin an der Dansacademie in Arnhem eingeschrieben. Es erscheint daher beinahe folgerichtig, dass sich ihre Werke bis heute durch eine Körperlichkeit auszeichnen, die immer auch Spuren der Bewegungen im Prozess des Malens sind. „Ein Körper erzählt die Geschichte seines ‘Wirtes’“, schreibt Tina Schwarz, „und so mag es sein, dass das Durchmessen der Leinwand mit Ölfarbe, Kreide, Stiften etc. die einzige pure Form meiner Erinnerung ist.“ Erinnerung ist innere Bewegung, und auf den Bildern von Tina Schwarz wird diese Bewegung zur sichtbaren Form. Das Physische erscheint als Ausdruck des Psychischen, das Impulse gibt, die sich dem Bewusstsein ebenso wie dem Unbewussten verdanken.

 

Die neuen Werken von Tina Schwarz zeigen mehrere Figuren in unterschiedlichen Konstellationen. Tanzend scheinen sie sich gegenseitig von der Leinwand schieben zu wollen. Gegensätze und Widersprüche lässt die Künstlerin nicht nur stehen, sondern inszeniert diese: Momente der Eskalation stehen neben einer Relativierung der Zeit durch ein Einfrieren dynamischer Prozesse, skizzenhafte Partien werden kontrastiert durch detaillierter ausgeführte Bereiche, Farbe steht neben Zeichnung, Vielfalt neben Reduktion.

Oft gibt es literarische Anregungen, aber auch die Zeichnungen und Grafiken der Alten Meister dienen als Inspiration für ihre Gemälde und die parallel entstehenden Zeichnungen und Collagen: Rembrandt, Hieronymus Bosch, Pieter Bruegel, Goya, Velazquez, aber auch George Grosz, Otto Dix, Henri de Toulouse-Lautrec, Willem de Kooning, Francis Bacon. Künstler der Menschen und des Menschlichen.

Tina Schwarz verharrt jedoch nicht in der Paraphrase, sondern zielt auf eine Aktualisierung des Inhalts ebenso wie der künstlerischen Form. Oder anders: die thematischen und motivischen Anregungen zielen auf das Heutige, gespiegelt in der Historie. Am Zeitlosen orientiert, ohne das Zeitgenössische zu verleugnen strebt sie nach Gleichnishaftem und errichtet zugleich ein polyfokales Labyrinth aus Ungewissheiten.

Die Werke von Tina Schwarz wurden im Rahmen zahlreicher Ausstellungen in den USA und Europa präsentiert und finden sich beispielsweise in der Rema Hort Mann Foundation in New York. Hervorzuheben ist ihre Beteiligung an der Ausstellung „Ein Zimmer für Alfred Flechtheim“ im Osthaus Museum in Hagen 2015 sowie ihre Teilnahme an einer Ausstellung in Münster anlässlich der Skulptur Projekte 2017.

Für Fragen oder weitere Informationen zu unserer Ausstellung und den beiden KünstlerInnen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Druckfähiges Bildmaterial oder weitere Abbildungen senden wir auf Anfrage gerne zu.

Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und senden freundliche Grüße,
Tilman Treusch

Kontakt
Dr. Tilman Treusch:
treusch@galeriekornfeld.com

GALERIEKORNFELD
Kunsthandel GmbH & Co KG
Fasanenstraße 26
10719 Berlin
Germany

Weltklang – Nacht der Poesie

Lesung & Performance

Mit John Burnside GBR | Yasuki Fukushima JPN | Arnon Grünberg NLD | Mila Haugová HUN/SVK | Dagmara Kraus DEU | James Noël HTI | M. NourbeSe Philip TTO/CAN | Sergio Raimondi ARG | Charlotte Van den Broeck BEL | Jan Wagner DEU
Musik: El Congo Allen CUB/DEU
Moderation: Claudia Kramatschek DEU Literaturkritikerin

Ein Panorama zeitgenössischer Dichtung: Dichterinnen und Dichter aus allen Teilen der Welt lesen, performen und singen in ihrer Muttersprache. Exklusiv für diesen Abend erscheint eine Anthologie mit den deutschen Fassungen der Texte zum Mitlesen.

Den Auftakt des diesjährigen Weltklangs bildet eine Performance über Herkunft, Heimat und Identität der flämischen Dichterin Charlotte Van den Broeck (geb. 1991 in Turnhout) und des niederländischen Autors Arnon Grünberg (geb. 1971 in Amsterdam).

Die Gedichte des schottischen Autors John Burnside (geb. 1955 in Dunfermline) fangen auf einzigartige Weise „das Andersleben der Dinge ein“. Die sprachgewaltigen Texte widmen sich dem „großen Spektakel des Realen“, folgen dem Flug von Fleckenkäuzen, beschreiben das metallische Rauchgrau des Himmels und die Membranen gestrandeter Quallen.

Yasuki Fukushima (geb. 1943 in Tokio) ist einer der expressivsten Gegenwartslyriker Japans. Seine „zekkyō tanka“ (geschriene Tankas) trägt er zu Musik vor, laut und drängend. Dabei setzt er seine Verse in Dialog zu den Texten anderer Autoren, sprengt die Grenzen zwischen Eigenem und Fremdem. Fukushimas Performances sind wie Jazz: Keiner seiner Auftritte gleicht dem anderen.

Körper und Gedicht sind enggeführt in der Lyrik von Mila Haugová (geb. 1942 in Budapest, lebt in Bratislava). Die Dichtung der Slowakin ist immer anspielungsreich. Natur, Liebe, Erinnerung und Verlust werden untrennbar miteinander verwoben: Gedichte wie „halb- / durchlässige membrane“, fragil und kraftvoll zugleich.

Die Gedichte von Dagmara Kraus (geb. 1981 in Wrocław, Polen) sind eine „vokabelfrohe Mischung aus Sprachfetischen, Wortüberdrehtheiten und Einspeisungen aus entlegenen Begriffs- und Namensarchiven“ (Michael Lentz). An diesem Abend schöpft Kraus aus dem reichen Fundus antiker Trauerkultur und moderner Plansprachen.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haiti) gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haitis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Seine Gedichte stecken voller wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, der Himmel ist eine bemalte Hülle, das Meer der beste aller Filme. Noël bedichtet damit die „Migration der Mauern“: Fluchtbewegungen zwischen Ruinen und Grenzwällen.

M. NourbeSe Philip (geb. 1947 in Moriah, Trinidad und Tobago) liest aus Zong! (Wesleyan University Press 2008), einem herausragenden Werk der konzeptuellen Dichtung. Sie verfremdet einen juristischen Bericht aus dem 18. Jahrhundert über den Tod von 150 Afrikanern auf einem Sklavenschiff. Der historische Text löst sich auf und wird zu einer Stimmen-Kakophonie.

Sergio Raimondi (geb. 1968 in Bahía Blanca, Argentinien) ist der Dichter der globalisierten Welt schlechthin und ihr radikaler Kritiker. Raimondi vermag es, in nur wenigen Versen die Grundsatzfragen der politischen Ökonomie auf eine Scheibe Kastenbrot herunterzubrechen. Seine Dichtkunst ist wie ein „Muskel, der abstrahieren kann“.

Die dichterischen Wurzeln von Charlotte Van den Broeck liegen im Spoken Word. Sie ist eine grandiose Performerin. Mit ihren beiden Gedichtbänden wurde sie in ihrem Land zu einem Shootingstar. Van den Broeckerzählt von familiären häuslichen Szenen, von Dingen, die über die Ränder fallen, von Nachmittagen in Relieflettern, mit einer „Leichtigkeit, die sich sträubt. Als sei alles nur eine Murmelbahn“.

Jan Wagner (geb. 1971 in Hamburg) verschmilzt höchste Formbeherrschung mit überraschenden poetischen Wendungen, ohne je traditionalistisch zu sein. Als erster Lyriker erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse. Er verhilft dem Rettich zum Auftritt im Gedicht, wie auch Mücken als Sphinxleibern und einem Biker in der Weite Montanas.
Projektleitung: Alexander Gumz | Matthias Kniep

Außerdem finden Poesiegespräche mit Sergio Raimondi, Yasuki Fukushima, M. NourbeSe Philip, Mila Haugová und James Noël statt.

18. poesiefestival berlin

Das Haus für Poesie präsentiert auf dem 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana vom 16. bis zum 24. Juni 2017 rund 170 Dichterinnen und Dichter auf den Bühnen der Akademie der Künste sowie in verschiedenen Stadtteilen. Die Marathonlesung mit dem Schweizer Dichter Franz Dodel, Poets` Corner in den Berliner Bezirken sowie der große Lyrikmarkt zum Abschluss des Festivals stehen bei freiem Eintritt allen Besucherinnen und Besuchern offen.

Marathonlesung „Nicht bei Trost”

Der Schweizer Dichter Franz Dodel liest auf dem 18. poesiefestival berlin gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern acht Tage lang aus seinem Langpoem „Nicht bei Trost“. Der sich immer weiter spinnende, aus Haikus bestehende Text umfasst derzeit mehr als 32.700 Zeilen. Ob mit Bühnenerfahrung oder ohne –  alle sind aufgerufen, dem Gedicht auf der Terrasse der Akademie der Künste am Hanseatenweg für einen Ausschnitt die eigene Stimme zu leihen. Als Dankeschön gibt es eine Freikarte für eine Festivalveranstaltung nach Wahl.

Anmeldung unter: marathonlesung@haus-fuer-poesie.org

Poets’ Corner

In Berlin lebende Dichterinnen und Dichter lesen im Rahmen des 18. poesiefestival berlin ihre Werke in Bibliotheken, Galerien und unter freiem Himmel in acht Bezirken. Bei freiem Eintritt können die Berliner im eigenen Kiez zeitgenössische Poesie entdecken – von dem Begegnungs- und Kulturzentrum NOVILLA in Treptow-Köpenick bis zum Vorplatz des Gotischen Hauses in der Spandauer Fußgängerzone.

Standorte: www.haus-fuer-poesie.org/poets-corner

Lyrikmarkt

Den Abschluss des 18. poesiefestival berlin bildet der Lyrikmarkt, auf dem mehr als 40 Verlage und Buchhandlungen zum Schmökern einladen. Begleitet wird der Markt von Kinderprogrammen, Konzerten und Lesungen. Neben dem Festivalthema Europa wird ein besonderes Augenmerk auf Dresden gelegt. Auf einer Open-Air-Bühne zeigen Künstlerinnen und Künstler, dass die sächsische Hauptstadt eine strahlende poetische, vielfältige und multikulturelle Seite hat. Auf dem Programm stehen Bas Böttcher und Tanasgol Sabbagh mit dem Erich Kästner Rapslam, Störaktionen durch das Lyrikkollektiv G13, ein Syrischer Frauenchor, Trickfilmworkshops für Kinder und vieles mehr. Im Buchengarten präsentieren 25 Dichterinnen und Dichter die große Bandbreite deutscher und internationaler Gegenwartslyrik – unter ihnen sind der Mitbegründer der arabischen Moderne, Abbas Beydoun aus dem Libanon, Huchel-Preisträgerin Orsolya Kalász und der isländische Dichter Sjón, der für seine Texte für Björk bekannt ist. Sven Ratzke, ein Homme Fatal der Chanson- und Kleinkunstszene, gibt das große Abschlusskonzert.

18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Das poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Es wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Auswärtige Amt.

Das 18. poesiefestival berlin / James Noël

Das 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana startete am 16. Juni 2017. Das Haus für Poesie erwartet rund 170 Dichterinnen und Dichter sowie Künstlerinnen und Künstler aus 42 Ländern. Wunsch, Fata Morgana oder Realität – die Europäische Union ist ins Wanken geraten und mit ihr europäische Werte wie Meinungs- und Kunstfreiheit, Vielfalt und Demokratie. Das neuntägige Festival präsentiert Innen- und Außenansichten auf die EU und Europa in poetischer Auseinandersetzung – in Lesungen, Konzerten, Performances und Ausstellungen in der Akademie der Künste. Zu den Höhepunkten gehören der große Auftakt mit Weltklang, einem Konzert aus Stimmen und Sprachen, drei D poesie mit mehreren Produktionen zwischen Text, Musik und Tanz sowie Auf ein Wort, Europa, das 22 internationale Dichterstimmen zu einer vielsprachigen Installation versammelt.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haïti) ist Dichter, Sänger und auf der Bühne ein Ereignis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Mit über einem Dutzend Buchveröffentlichungen gilt Noël als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haïtis.

Seine Gedichte stecken voll wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, das Meer ist der beste aller Filme, und das Leben wird „an die Masten genagelt / mit den dicken Tentakelkabeln / der Dunkelheit“. Er schreibt, um „seinen Körper zu befreien von all den Worten, um, leichter als Papier, in Zeit und Geschichte voranzuschreiten“, sagt Noël.

In seinem monumentalen Work-in-progress „Die Migration der Mauern“ überblendet Noël Politik und Metaphorik, Fluchtbewegungen mit dem Wegbrechen gesicherter Fundamente in der flüssigen Moderne und dem Errichten neuer Mauern. Es ist ein politisch und poetisch hoch aktuelles Werk.

Noëls Texte wurden musikalisch verarbeitet, unter anderem von Wooly Saint-Jean, James Germain, Robenson Auguste und Tamara Suffren. Sie wurden von Pierre Brisson und dem bekannten Sänger und Entertainer Arthur H. in einer Show mit dem Titel „L’Or Noir“ (Schwarzes Gold) aufgeführt. Noël hat außerdem eine Anthologie mit Gegenwartslyrik aus Haïti herausgegeben, die 73 aktuelle Dichterinnen und Dichter versammelt. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen war James Noël Stipendiat in der Villa Medici in Rom. James Noël lebt in Port-au-Prince.

Qualität, Business und Networking: Die fünfte Edition der Fachmesse Selvedge Run

Qualität, Business und Networking: Die fünfte Edition der Fachmesse
Selvedge Run findet zur Fashion Week Berlin unter dem Motto „Built
on Trust“ statt.
Die Halbjahresmesse Selvedge Run präsentiert im Rahmen der Fashion Week
Berlin vom 4. bis 6. Juli Männermode, Schuhe und Accessoires, sowie Craft- und
Lifestyle-Produkte und bietet eine einmalige Plattform für seine stetig
wachsende Community.
Selvedge Run verbindet mit seinem Konzept Charakter-Marken mit Retailern, die die
Liebe zum Detail ebenso wie die Mission, ihren Kunden hochwertige und nachhaltige
Produkte zu bieten, teilen.
In der Kulturbrauerei, Berlin erleben Einkäufer und Besucher die qualitätsbewusste
Welt der Fachmesse. International anerkannte Fashion Brands, wie Hansen aus
Dänemark, die beiden New Yorker Label 3sixteen und Knickerbocker Mfg. Co.,
Indigofera aus Schweden und junge Marken, wie zum Beispiel &sons aus England
gehören zu den Ausstellern.
Selvedge Run ist mehr als nur eine Fachmesse: Sie ist ebenfalls eine Plattform für
eine Community, die sich mit seinen Produkten auf ehrliche Weise auseinandersetzt
und fair produziert. Einkäufer und Marken kommen hier zusammen, um gemeinsam
an einer herausragenden Präsenz in der qualitätsbewussten Welt zu arbeiten.
Jungen, innovativen Brands wird hier genauso die Möglichkeit geboten sich zu
präsentieren, wie auch etablierten und traditionsreichen Marken.
„Mit unserer Einzigartigkeit und dem konsequenten Weg, die wichtigste Show in
Europa für Qualität, Heritage und Denim zu werden, freuen wir uns damit zur Fashion
Week in Berlin zu starten und unsere Community zu erweitern“, so Shane
Brandenburg, Sales Manager der Selvedge Run.
Seit Januar 2017 gibt es The Markers Yard: ein Bereich, in dem sich Lifestyle-Brands
aus den Kategorien Home, Food, Outdoor, Mobility und Skincare präsentieren.
Spannende Marken, wie der Duft- und Seifenhersteller Juniper Ridge, Bel Sazar´s
regional hergestellter Vermouth und Bolich, der Pionier unter der Lichttechnik,
präsentieren erstmals ihre Produkte auf der Selvedge Run.
Ein weiteres Highlight diesen Sommer ist der im Rahmen der Messe stattfindende
Filmabend. Am 5. Juli um 21.00 Uhr feiert der Dokumentarfilm „Weaving Shibusa“
im Babylon-Kino Deutschland-Premiere.
Der Film erzählt eine Geschichte über die japanische Fertigungskunst und die
Leidenschaft für Denim. Nach der Vorführung gibt es eine Question & Answer Session
mit dem Produzenten und Shopbesitzer Kiya Babzani (Self Edge USA). Die
Veranstaltung ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Tickets können auf der Webseite
von Selvedge Run (www.selvedgerun.com) käuflich erworben werden.
Selvedge Run hat schon seit der ersten Ausgabe im Jahr 2015 eine starke Beziehung
zu japanischen Marken, sei es im Bereich Denim (Pure Blue Japan, Momotaro,
Spellbound, Fullcount) oder Apparel (SOULIVE, Orgueil). Dieses Jahr sind insgesamt
19 Marken aus Japan als Aussteller dabei. Für die Mehrheit der Brands ist Selvedge
Run die einzige europäische Messen, bei der sie sich präsentieren.

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Vier Künstlerinnen, vier Ansätze, eine Ausstellung. Das Thema Symbole – Spuren – Zeichen – Codes wird sehr unterschiedlich aufgefasst:

Christiane B. Bethkes Bodeninstallation „Blind Date“ transformiert die Brailleschrift. Eine über den Tastsinn wahrnehmbare, abstrakte Codierung wird visuell erfahrbar. Die Betrachter sind aufgefordert, die Botschaft für den eigenen „Innenraum“  zu übersetzen.

Chris Firchow zeigt aus der Chinesischen Tradition kommend Zustandsbilder aus dem I Ging. Es sind Formen, die Zustände umreißen oder darstellen. Die Grundlage für die von ihr entwickelten Werke  bildet das wahrscheinlich älteste Buch der Welt: Das Buch der Wandlungen – das I Ging.

Karolin Hägele hat in ihren neusten Arbeiten den Berg zum Thema, den Berg als Symbol der ursprünglichen Kraft der ungebändigten Natur, aber auch der Verbundenheit mit ihrer Heimat.  Transparenz, Vielschichtigkeit und Fließenlassen  prägen ihre Malerei, die sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bewegt.

Katja Krouppas „Vor allem ihre Stilleben haben die große Ruhe von geglückten Kompositionen. Ein vorsichtiger, betont menschlicher Klang geht von ihnen aus, der uns in seiner Klarheit sofort auffällt, seltsam vertraut und doch fremd“ -Klaus Fußmann über ihre Stillleben.

Die Künstlerinnen aus Köln, Berlin, St. Petersburg und Ravensburg  treten über ihre unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in einen „Quadrolog“ und begreifen die Ausstellung als Ausdruck und Möglichkeit der Verständigung.

Im Rahmen der Ausstellung wird es zwei Lesungen geben, von Alexandra Linett am 06.07. um 19 Uhr und von Petra Lohan am 30. 07. um 17 Uhr.

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Ausstellung in der Galerie am Nöldnerplatz,

Lückstr. 72/73, 10317 Berlin

26.06.  – 30.07.2017, Vernissage am 24.06. um 17 Uhr