Weltklang – Nacht der Poesie

Lesung & Performance

Mit John Burnside GBR | Yasuki Fukushima JPN | Arnon Grünberg NLD | Mila Haugová HUN/SVK | Dagmara Kraus DEU | James Noël HTI | M. NourbeSe Philip TTO/CAN | Sergio Raimondi ARG | Charlotte Van den Broeck BEL | Jan Wagner DEU
Musik: El Congo Allen CUB/DEU
Moderation: Claudia Kramatschek DEU Literaturkritikerin

Ein Panorama zeitgenössischer Dichtung: Dichterinnen und Dichter aus allen Teilen der Welt lesen, performen und singen in ihrer Muttersprache. Exklusiv für diesen Abend erscheint eine Anthologie mit den deutschen Fassungen der Texte zum Mitlesen.

Den Auftakt des diesjährigen Weltklangs bildet eine Performance über Herkunft, Heimat und Identität der flämischen Dichterin Charlotte Van den Broeck (geb. 1991 in Turnhout) und des niederländischen Autors Arnon Grünberg (geb. 1971 in Amsterdam).

Die Gedichte des schottischen Autors John Burnside (geb. 1955 in Dunfermline) fangen auf einzigartige Weise „das Andersleben der Dinge ein“. Die sprachgewaltigen Texte widmen sich dem „großen Spektakel des Realen“, folgen dem Flug von Fleckenkäuzen, beschreiben das metallische Rauchgrau des Himmels und die Membranen gestrandeter Quallen.

Yasuki Fukushima (geb. 1943 in Tokio) ist einer der expressivsten Gegenwartslyriker Japans. Seine „zekkyō tanka“ (geschriene Tankas) trägt er zu Musik vor, laut und drängend. Dabei setzt er seine Verse in Dialog zu den Texten anderer Autoren, sprengt die Grenzen zwischen Eigenem und Fremdem. Fukushimas Performances sind wie Jazz: Keiner seiner Auftritte gleicht dem anderen.

Körper und Gedicht sind enggeführt in der Lyrik von Mila Haugová (geb. 1942 in Budapest, lebt in Bratislava). Die Dichtung der Slowakin ist immer anspielungsreich. Natur, Liebe, Erinnerung und Verlust werden untrennbar miteinander verwoben: Gedichte wie „halb- / durchlässige membrane“, fragil und kraftvoll zugleich.

Die Gedichte von Dagmara Kraus (geb. 1981 in Wrocław, Polen) sind eine „vokabelfrohe Mischung aus Sprachfetischen, Wortüberdrehtheiten und Einspeisungen aus entlegenen Begriffs- und Namensarchiven“ (Michael Lentz). An diesem Abend schöpft Kraus aus dem reichen Fundus antiker Trauerkultur und moderner Plansprachen.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haiti) gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haitis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Seine Gedichte stecken voller wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, der Himmel ist eine bemalte Hülle, das Meer der beste aller Filme. Noël bedichtet damit die „Migration der Mauern“: Fluchtbewegungen zwischen Ruinen und Grenzwällen.

M. NourbeSe Philip (geb. 1947 in Moriah, Trinidad und Tobago) liest aus Zong! (Wesleyan University Press 2008), einem herausragenden Werk der konzeptuellen Dichtung. Sie verfremdet einen juristischen Bericht aus dem 18. Jahrhundert über den Tod von 150 Afrikanern auf einem Sklavenschiff. Der historische Text löst sich auf und wird zu einer Stimmen-Kakophonie.

Sergio Raimondi (geb. 1968 in Bahía Blanca, Argentinien) ist der Dichter der globalisierten Welt schlechthin und ihr radikaler Kritiker. Raimondi vermag es, in nur wenigen Versen die Grundsatzfragen der politischen Ökonomie auf eine Scheibe Kastenbrot herunterzubrechen. Seine Dichtkunst ist wie ein „Muskel, der abstrahieren kann“.

Die dichterischen Wurzeln von Charlotte Van den Broeck liegen im Spoken Word. Sie ist eine grandiose Performerin. Mit ihren beiden Gedichtbänden wurde sie in ihrem Land zu einem Shootingstar. Van den Broeckerzählt von familiären häuslichen Szenen, von Dingen, die über die Ränder fallen, von Nachmittagen in Relieflettern, mit einer „Leichtigkeit, die sich sträubt. Als sei alles nur eine Murmelbahn“.

Jan Wagner (geb. 1971 in Hamburg) verschmilzt höchste Formbeherrschung mit überraschenden poetischen Wendungen, ohne je traditionalistisch zu sein. Als erster Lyriker erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse. Er verhilft dem Rettich zum Auftritt im Gedicht, wie auch Mücken als Sphinxleibern und einem Biker in der Weite Montanas.
Projektleitung: Alexander Gumz | Matthias Kniep

Außerdem finden Poesiegespräche mit Sergio Raimondi, Yasuki Fukushima, M. NourbeSe Philip, Mila Haugová und James Noël statt.

18. poesiefestival berlin

Das Haus für Poesie präsentiert auf dem 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana vom 16. bis zum 24. Juni 2017 rund 170 Dichterinnen und Dichter auf den Bühnen der Akademie der Künste sowie in verschiedenen Stadtteilen. Die Marathonlesung mit dem Schweizer Dichter Franz Dodel, Poets` Corner in den Berliner Bezirken sowie der große Lyrikmarkt zum Abschluss des Festivals stehen bei freiem Eintritt allen Besucherinnen und Besuchern offen.

Marathonlesung „Nicht bei Trost”

Der Schweizer Dichter Franz Dodel liest auf dem 18. poesiefestival berlin gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern acht Tage lang aus seinem Langpoem „Nicht bei Trost“. Der sich immer weiter spinnende, aus Haikus bestehende Text umfasst derzeit mehr als 32.700 Zeilen. Ob mit Bühnenerfahrung oder ohne –  alle sind aufgerufen, dem Gedicht auf der Terrasse der Akademie der Künste am Hanseatenweg für einen Ausschnitt die eigene Stimme zu leihen. Als Dankeschön gibt es eine Freikarte für eine Festivalveranstaltung nach Wahl.

Anmeldung unter: marathonlesung@haus-fuer-poesie.org

Poets’ Corner

In Berlin lebende Dichterinnen und Dichter lesen im Rahmen des 18. poesiefestival berlin ihre Werke in Bibliotheken, Galerien und unter freiem Himmel in acht Bezirken. Bei freiem Eintritt können die Berliner im eigenen Kiez zeitgenössische Poesie entdecken – von dem Begegnungs- und Kulturzentrum NOVILLA in Treptow-Köpenick bis zum Vorplatz des Gotischen Hauses in der Spandauer Fußgängerzone.

Standorte: www.haus-fuer-poesie.org/poets-corner

Lyrikmarkt

Den Abschluss des 18. poesiefestival berlin bildet der Lyrikmarkt, auf dem mehr als 40 Verlage und Buchhandlungen zum Schmökern einladen. Begleitet wird der Markt von Kinderprogrammen, Konzerten und Lesungen. Neben dem Festivalthema Europa wird ein besonderes Augenmerk auf Dresden gelegt. Auf einer Open-Air-Bühne zeigen Künstlerinnen und Künstler, dass die sächsische Hauptstadt eine strahlende poetische, vielfältige und multikulturelle Seite hat. Auf dem Programm stehen Bas Böttcher und Tanasgol Sabbagh mit dem Erich Kästner Rapslam, Störaktionen durch das Lyrikkollektiv G13, ein Syrischer Frauenchor, Trickfilmworkshops für Kinder und vieles mehr. Im Buchengarten präsentieren 25 Dichterinnen und Dichter die große Bandbreite deutscher und internationaler Gegenwartslyrik – unter ihnen sind der Mitbegründer der arabischen Moderne, Abbas Beydoun aus dem Libanon, Huchel-Preisträgerin Orsolya Kalász und der isländische Dichter Sjón, der für seine Texte für Björk bekannt ist. Sven Ratzke, ein Homme Fatal der Chanson- und Kleinkunstszene, gibt das große Abschlusskonzert.

18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Das poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Es wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Auswärtige Amt.

Das 18. poesiefestival berlin / James Noël

Das 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana startete am 16. Juni 2017. Das Haus für Poesie erwartet rund 170 Dichterinnen und Dichter sowie Künstlerinnen und Künstler aus 42 Ländern. Wunsch, Fata Morgana oder Realität – die Europäische Union ist ins Wanken geraten und mit ihr europäische Werte wie Meinungs- und Kunstfreiheit, Vielfalt und Demokratie. Das neuntägige Festival präsentiert Innen- und Außenansichten auf die EU und Europa in poetischer Auseinandersetzung – in Lesungen, Konzerten, Performances und Ausstellungen in der Akademie der Künste. Zu den Höhepunkten gehören der große Auftakt mit Weltklang, einem Konzert aus Stimmen und Sprachen, drei D poesie mit mehreren Produktionen zwischen Text, Musik und Tanz sowie Auf ein Wort, Europa, das 22 internationale Dichterstimmen zu einer vielsprachigen Installation versammelt.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haïti) ist Dichter, Sänger und auf der Bühne ein Ereignis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Mit über einem Dutzend Buchveröffentlichungen gilt Noël als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haïtis.

Seine Gedichte stecken voll wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, das Meer ist der beste aller Filme, und das Leben wird „an die Masten genagelt / mit den dicken Tentakelkabeln / der Dunkelheit“. Er schreibt, um „seinen Körper zu befreien von all den Worten, um, leichter als Papier, in Zeit und Geschichte voranzuschreiten“, sagt Noël.

In seinem monumentalen Work-in-progress „Die Migration der Mauern“ überblendet Noël Politik und Metaphorik, Fluchtbewegungen mit dem Wegbrechen gesicherter Fundamente in der flüssigen Moderne und dem Errichten neuer Mauern. Es ist ein politisch und poetisch hoch aktuelles Werk.

Noëls Texte wurden musikalisch verarbeitet, unter anderem von Wooly Saint-Jean, James Germain, Robenson Auguste und Tamara Suffren. Sie wurden von Pierre Brisson und dem bekannten Sänger und Entertainer Arthur H. in einer Show mit dem Titel „L’Or Noir“ (Schwarzes Gold) aufgeführt. Noël hat außerdem eine Anthologie mit Gegenwartslyrik aus Haïti herausgegeben, die 73 aktuelle Dichterinnen und Dichter versammelt. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen war James Noël Stipendiat in der Villa Medici in Rom. James Noël lebt in Port-au-Prince.

Heidelberger Literaturtage im Aufbruch eröffnen am 21. Juni

Deutschsprachige und internationale Autoren lesen vom 21. bis 25. Juni live bei den Heidelberger Literaturtagen im Aufbruch im historischen Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz. (Foto: Kresin)

Deutschsprachige und internationale Autoren lesen vom 21. bis 25. Juni live bei den Heidelberger Literaturtagen im Aufbruch im historischen Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz. (Foto: Kresin)

Literatur live im Spiegelzelt: Vom 21. bis 25. Juni bieten die „Heidelberger Literaturtage im Aufbruch“ im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz ein literarisches Programm, das die Tradition des Festivals aufgreift und zugleich viele Neuerungen bietet. Freuen darf sich das Publikum auf Lesungen deutschsprachiger und internationaler Autoren, auf Veranstaltungen, bei denen sich Literatur mit Musik oder bildender Kunst interdisziplinär verschränkt, ein breites Kinder- und Jugendangebot sowie Workshops, Führungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Late-Night-Specials mit Dichtern der jungen und studentischen Szene.

Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, 21. Juni 2017, um 18 Uhr von Vertretern dreier Städte aus dem Netzwerk der „UNESCO-Creative Cities“: Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister Giancarlo Sagramola aus dem italienischen Fabriano sowie Jesús Ortega, Programmleiter der spanischen Literaturstadt Granada. Programmbeiträge gibt es vom Ludwigsburger Slampoeten Nektarios Vlachopoulos („Niemand weiß, wie man mich schreibt“), von Dorothea von Albrecht (Cello) und Peer Findeisen (Klavier), die ein Stück des Komponisten Luca Tessadrelli aus der UNESCO Creative City Parma uraufführen sowie von der Abiturientin des Hölderlin-Gymnasiums Johanna Panizzi, die einen eigenen Song zu einem Gedicht von Ossip Mandelstam präsentiert. Die Moderation übernimmt die Literaturkritikerin Claudia Kramatschek.

Im Anschluss liest um 20 Uhr der bekannte Lyriker Durs Grünbein aus neuen und unveröffentlichten Gedichten. Um 21.15 Uhr ist Grünbein im Gespräch mit dem Künstler Via Lewandowsky. Im Late Night-Programm ab 22 Uhr gibt es aus der UNESCO-Schwesterstadt Granada Flamenco nach Gedichten von Federico Garcia Lorca.

Die Heidelberger Literaturtage im Aufbruch 2017 werden federführend organisiert vom Kulturamt der Stadt Heidelberg. Ausführliche Programminfos unter www.heidelberger-literaturtage.de.

 

 

 

 

 

Via Lewandowsky Fotoserie ›House Calls‹

Diese Kamerabilder hat ein Agent des Realen aufgenommen, und ein Agent des Irrealen hat sie anschließend beschriftet. Am Kreuzungspunkt ihrer Wahrnehmungen ist etwas Drittes entstanden, das die Spione im eigenen Auftrag in einem Akt der Eingebung PHOTOPROSA nannten. Zwei Kundschafter im Außendienst, die sich seit Jahren regelmäßig treffen und ihre Rechercheergebnisse auswerten. Bilder von fernen und nahen Schauplätzen sind es, Via Lewandowsky hat sie im Auftrag seiner Privatdetektei auf verschiedenen, zum Teil auch gemeinsamen Künstlerreisen der letzten Jahre angefertigt und seinem Kompagnon Durs Grünbein später zur Auswertung überlassen. Worauf dieser sie, ausreichend informiert über die Umstände und Anlässe, mit Kommentaren versah. Entstanden ist so ein Atlas der unmöglichen Orte, ein Dossier aus Bilddokumenten und handschriftlichen Texten […]. Aus ihnen wird ein Bewegungsmuster erkennbar, Spuren werden gelegt und gefunden, ein Narrativ zeichnet sich ab.

Bereits 1988 schworen sich Durs Grünbein und Via Lewandowsky in der gemeinsamen Heimatstadt Dresden unbedingte künstlerische Treue. Sie veröffentlichten unter dem Titel ›Ghetto-Hochzeit‹ Texte und Zeichnungen im Ursus Press Verlag von Christoph Tannert. Seitdem gingen regelmäßig Ideen im Spannungsfeld von Sprache und Bild zwischen ihnen hin und her, die Funken wurden zur Grundlage sehr unterschiedlicher Projekte. Prinzip war immer die gegenseitige Überraschung in einem Klima drohender Langeweile, gesellschaftlicher Konditionierung und Überwachung, damals im Osten, anders heute im Westen. (Text : Via Lewandowsky und Durs Grünbein)

Neben Soundobjekten von Via Lewandowsky steht die fortlaufende Fotoserie ›House Calls‹, eine Gemeinschaftsarbeit von Via Lewandowsky und Durs Grünbein im Mittelpunkt der Präsentation.

 

Die Heidelberger Literaturtage im Aufbruch finden vom 21. bis 25. Juni im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz Heidelberg statt.

Via Lewandowsky (* 1963, Dresden) studierte von 1982 bis 1987 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zwischen 1985 und 1989 veranstaltete er dort mit der Avantgardegruppe der ›Autoperforationsartisten‹ subversive Performances, die den offiziellen Kunstbetrieb der DDR unterliefen. 1989 verließ er kurz vor der Wende die DDR und zog nach Westberlin. Er reist viel und hatte diverse längere Aufenthalte im Ausland u. a. in New York, in Rom, in Peking und in Kanada. Er lebt in Berlin.

Durs Grünbein (* 1962, Dresden) lebt seit 1986 nach kurzzeitigem Studium als Dichter, Übersetzer und Essayist in Berlin. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis 1995, den Georg-Büchner-Preis 1995, den Literaturpreis der Osterfestspiele Salzburg 2000, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004 und den Berliner Literaturpreis 2006 der Preußischen Seehandlungverbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006.

Natalie Czech  you see// but // you say

Im Werk der Fotokünstlerin Natalie Czech geht es auf charakteristische Weise um das Verhältnis von Bild, Bildgegenstand und Text. In umfangreichen Werkgruppen arbeitet sie an Formen einer konzeptuellen Verflechtung dieser unterschiedlichen Darstellungsebenen. Sie verbindet Stilmittel klassischer Objektfotografie mit verschiedenen, vorwiegend literarischen Textformaten. So lassen sich ihre Werke als visuelle Gedichte verstehen, denn sie interpretieren ihr poetisches Ausgangsmaterial weiter – seien es Gedichte verschiedener Autoren oder digitale Bildzeichen, sogenannte Icons, wie in ihrer neuesten Werkgruppe. Czechs Arbeit fächert die Textualität solcher Elemente in neue, pluralisierende Lesarten auf. Dabei verfolgt sie eine auf den ersten Blick paradoxe Unternehmung, nämlich die, ›mit Fotografie zu schreiben‹.

Ihre neueste Werkgruppe trägt den Titel ›to icon‹, und er birgt einen entscheidenden Deutungshinweis, macht er doch das Substantiv ›Icon‹ zum Verb, generiert ein aufs Lesen von Bildern bezogenes Kunstwort. Genau das geschieht in den neuen Fotoarbeiten: Sie zeigen Piktogramme, visuelle Kommunikationskürzel im Zwischenraum von Bild und Text, die heutzutage für praktisch jeden Handy-, Tablet- oder Web-User zur alltäglichen Bildlektüre geworden sind – so vertraut, dass man sie kaum mehr wahrnimmt, sondern schlichtweg funktional benutzt. Czech stellt fest, dass die digitalen Symbole in verschiedenen Programmen teils unterschiedliche Verwendungen und Bedeutungen haben. So sammelt sie Begriffsfelder, die ein Icon abdeckt, und inszeniert das semantische Feld in einem Foto. Dafür fotografiert sie etwa Kleidungsstücke und Accessoires im Stil von Mode- und Produktfotografie, liest die Form eines Icons in Umrisse, Falten oder Nähte der Objekte hinein – und appliziert sie jeweils als farbigen Kunststoffguss direkt aufs Foto.

Zum Beispiel in ›Pen /PR Shirt‹ (2016): Eine Designerbluse mit kleinteilig-opulentem Blumenmuster liegt bildfüllend locker drapiert mit angewinkelten Armen auf schwarzem Stoff. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man im unteren Bildteil auf der Innenseite des linken Ärmels das Symbol eines stilisierten Stifts. Die länglich-rechteckige Form, am unteren Ende mit einem kleinen Dreieck, oben mit einem Quadrat versehen, kommt in verschiedenen Apps und Textprogrammen vor – und ist hier außerdem mit dem Nahtmuster der Manschette deckungsgleich, mit der sich der Ärmel aufknöpfen lässt. Da Bedeutung und Gebrauch eines Icons in den verschiedenen digitalen Anwendungen variiert, fügt Czech in ›to icon‹ den fotografierten Objekten, wie bei Waren üblich, eine Art Produktlabel hinzu. Darauf gibt sie akribisch die Bedeutungsvarianten und die jeweilige Referenzsoftware wieder. So kommt etwa das Symbol ›Pen‹ aus diesem Bild unter anderem in ›PicsArt Photo for Windows 8.1‹, ›TripAdvisor IOS 14.6‹, ›Pinterest © 2016‹, ›Google Translate © 2015‹ und anderen vor. Insgesamt notiert Czech hier acht Bedeutungsvarianten und Quellen. Auf dem Label zusammengeführt, liest sich die Aufzählung einzelner Funktionsbezeichnungen plötzlich assoziativ und frei wie ein poetischer Text: ›Draw / Drafts / Draft Reviews / Write a Review / Update Info / Edit / Text // Wrong?‹.

Czech (er) findet auf dem Weg solcher Manöver vielfach gestaffelter Rekontextualisierung und Rückübersetzung eine ganz eigene Art von Poesie. Sie knüpft auf freiere Weise an frühere Werkgruppen und deren Verflechtung von Bild und Poesie an, wie etwa bei den mehrteilig angelegten ›Poems by Repetition‹. Dort entfaltet Czech je ein Gedicht ausgewählter Autoren innerhalb eines wiederholt fotografierten Motivs. Die Fotografie, selbst ein Reproduktionsmedium, konstituiert Textproduktion dadurch ausdrücklich mit – auch dies eine Weise, mit Fotografie zu schreiben. Sie verwendet dabei oft Gedichte, die mit Stilmitteln der Repetition experimentieren. So sind diese Werke letztlich Sprachbilder im doppelten Sinne: Literarisch lassen sie sich als Konkrete Poesie oder experimentelle Dichtung lesen, bildbezogen aber ebenfalls als konzeptuelle Objektfotografie auffassen. Czech operiert dabei bewusst mit einer Ambivalenz, die schon in ihren literarischen Quellen angelegt und eines ihrer zentralen Themen ist, dass nämlich Text in sich bereits ein (literarisches) Bild und, ganz buchstäblich, stets auch Schriftbild ist. (Text: Jens Asthoff)

Natalie Czech (* 1976) lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen u. a. im CRAC Alsace Altkirch, MOMA New York, Palais de Tokyo Paris, Fotomuseum Winterthur, Kunsthalle Wien, Hamburger Bahnhof Berlin, Kunstverein in Hamburg, Braunschweig, Langenhagen. Arbeiten u. a. in den Sammlungen des MOMA New York, Pinakothek der Moderne München, Fotomuseum Winterthur.

Qualität, Business und Networking: Die fünfte Edition der Fachmesse Selvedge Run

Qualität, Business und Networking: Die fünfte Edition der Fachmesse
Selvedge Run findet zur Fashion Week Berlin unter dem Motto „Built
on Trust“ statt.
Die Halbjahresmesse Selvedge Run präsentiert im Rahmen der Fashion Week
Berlin vom 4. bis 6. Juli Männermode, Schuhe und Accessoires, sowie Craft- und
Lifestyle-Produkte und bietet eine einmalige Plattform für seine stetig
wachsende Community.
Selvedge Run verbindet mit seinem Konzept Charakter-Marken mit Retailern, die die
Liebe zum Detail ebenso wie die Mission, ihren Kunden hochwertige und nachhaltige
Produkte zu bieten, teilen.
In der Kulturbrauerei, Berlin erleben Einkäufer und Besucher die qualitätsbewusste
Welt der Fachmesse. International anerkannte Fashion Brands, wie Hansen aus
Dänemark, die beiden New Yorker Label 3sixteen und Knickerbocker Mfg. Co.,
Indigofera aus Schweden und junge Marken, wie zum Beispiel &sons aus England
gehören zu den Ausstellern.
Selvedge Run ist mehr als nur eine Fachmesse: Sie ist ebenfalls eine Plattform für
eine Community, die sich mit seinen Produkten auf ehrliche Weise auseinandersetzt
und fair produziert. Einkäufer und Marken kommen hier zusammen, um gemeinsam
an einer herausragenden Präsenz in der qualitätsbewussten Welt zu arbeiten.
Jungen, innovativen Brands wird hier genauso die Möglichkeit geboten sich zu
präsentieren, wie auch etablierten und traditionsreichen Marken.
„Mit unserer Einzigartigkeit und dem konsequenten Weg, die wichtigste Show in
Europa für Qualität, Heritage und Denim zu werden, freuen wir uns damit zur Fashion
Week in Berlin zu starten und unsere Community zu erweitern“, so Shane
Brandenburg, Sales Manager der Selvedge Run.
Seit Januar 2017 gibt es The Markers Yard: ein Bereich, in dem sich Lifestyle-Brands
aus den Kategorien Home, Food, Outdoor, Mobility und Skincare präsentieren.
Spannende Marken, wie der Duft- und Seifenhersteller Juniper Ridge, Bel Sazar´s
regional hergestellter Vermouth und Bolich, der Pionier unter der Lichttechnik,
präsentieren erstmals ihre Produkte auf der Selvedge Run.
Ein weiteres Highlight diesen Sommer ist der im Rahmen der Messe stattfindende
Filmabend. Am 5. Juli um 21.00 Uhr feiert der Dokumentarfilm „Weaving Shibusa“
im Babylon-Kino Deutschland-Premiere.
Der Film erzählt eine Geschichte über die japanische Fertigungskunst und die
Leidenschaft für Denim. Nach der Vorführung gibt es eine Question & Answer Session
mit dem Produzenten und Shopbesitzer Kiya Babzani (Self Edge USA). Die
Veranstaltung ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Tickets können auf der Webseite
von Selvedge Run (www.selvedgerun.com) käuflich erworben werden.
Selvedge Run hat schon seit der ersten Ausgabe im Jahr 2015 eine starke Beziehung
zu japanischen Marken, sei es im Bereich Denim (Pure Blue Japan, Momotaro,
Spellbound, Fullcount) oder Apparel (SOULIVE, Orgueil). Dieses Jahr sind insgesamt
19 Marken aus Japan als Aussteller dabei. Für die Mehrheit der Brands ist Selvedge
Run die einzige europäische Messen, bei der sie sich präsentieren.

IMAN REZAI: I AM E-W­ASTE

Der für seine drasti­schen Arbeiten bekan­nte Künstler Iman Re­zai geht mit I AM E-­WASTE Thema von glob­aler Relevanz an. Un­ter dem Deckmantel des Recyclings verlas­sen jährlich 50 Mill­ionen Tonnen Elektro­schrott die Industri­estaaten und werden illegal an Endlager in Asien und Afrika deponiert, wo sie Me­nschen und Umwelt ve­rgiften. Diese Route macht der Künstler nun bekannt.

Rezai reist für I AM E-WASTE zu Orten, an denen die Abfallpr­odukte der technolog­isierten Konsumgesel­lschaft enden. Vor Ort entsteht eine mul­timediale Werksreihe, deren Ergebnis fern von üblichen Dokum­entationen liegen.
In der Konzeption der dreidimensionalen Arbeiten schafft Iman Rezai eine Verbind­ung zwischen den Urs­prungsländern und den E-Waste Deponien. Er füllt wiederversc­hließbare Glasflasch­en mit E-Waste von den Deponien, fügt re­flektierendes Glitze­rfragmente und das I AM E-WASTE Logo hin­zu. Diese Flaschenp­ost mit dem Namen „E­-MAIL“ schickt er auf eine Reise zurück an den Ort der Entst­ehung des E-Wastes.
Iman Rezai nutzt die subversive Kraft der Kunst zur Anregung individueller Momen­te der Reflektion. Die Vielfalt der verw­endeten Medien ermög­licht dem Betrachter eine modulare Ersch­ließung des komplexen Themas. Die fotogr­afischen und filmisc­hen Arbeiten liegen im Spannungsfeld von Umweltaktivismus und investigativem Jou­rnalismus. Die impul­sive Rezeption des Gesehenen schafft eine Entgrenzung von Ob­jektivität und Subje­ktivität und wirkt so konträr üblicher Sehgewohnheiten.

Getragen wird das Pr­ojekt über die Crowd­funding-Plattform Ki­ckstarter. Die Kampa­gne ging heute onlin­e. Sammler können hi­erüber Objekte der Werksarbeit vorab erw­erben und sich den Zugang zur filmischen Dokumentation der investigativen Reise sichern.

Zur Kickstarter-Kamp­agne: https://www.kickstarter.com/projects/668­289538/i-am-e-waste

ÜBER IMAN REZAI

Der deutsch-iranische Künstler Iman Rezai thematisiert in se­inen Arbeiten stets gesamtgesellschaftli­che Probleme, welche sich für ihn oft in Doppelmoral manifes­tieren. Die Provokat­ion hat er noch nie gescheut. Schon als Student polarisierte er international mit seiner partizipati­ven Performance Die Guillotine. Hier wur­de online über die Hinrichtung eines Sch­afs mittels einer ri­esigen selbstgebauten Guillotine abgesti­mmt. Der öffentliche Aufschrei war enorm. Das Leben eines Sc­hafes polarisiert, während es sich oft so bequem wegschauen lässt, wenn durch un­ser Handeln das Leben anderer Menschen aktiv verkürzt wird.

The Magic Oil von Jorgos Katsaros

Jorgos Katsaros, der gebürtiger Stuttgarter mit griechischen Wurzeln, ist Zauberkünstler, Comedian, Moderator, Musiker und Schauspieler.

Und er produziert seit Kurzem sein eigenes griechisches Olivenöl der Marke KATSAROS.Angefangen mit der Zauberei hat Jorgos Katsaros schon im Alter von acht Jahren indem er seinen größeren Bruder für die ersten Tricks mit Münzen und Karten den Zauberkasten abschwatzte. Der Vater, ein Bibliothekar, versorgt ihn mit Fachliteratur und seine Mutter nähte ihm die geheimen Taschen in sein Kostüm. Sie war auch sein erstes „Testobjekt“, wenn es um neue Tricks ging. Es folgen erste Auftritte bei Schulfesten und Familienfeiern.

Mit 15 wurde er Mitglied beim rennomierten Magischen Zirkel von Deutschland und entwickelt dort seine Wettbewerbsdarbietung „Lupenreine Illusionen“, bei der sich alles um ein magisches Vergrößerungsglas dreht. 1999 gewinnt er mit dieser Nummer den Grand Prix von Brüssel und wird außerdem Deutscher Vizemeister der Manipulation.

Im Jahr 2000 überreicht ihm Prinzessin Stephanie beim Zauberfestival „Monte Carlo Magic Stars“ den Silbernen Zauberstab von Monaco. Es folgen Bühnen- und TV-Auftritte in ganz Europa, in den USA, in Kanada und China. Im Jahr 2009 gewinnt er die Goldmedaille beim Zauberfestival in Shanghai.

Mittlerweile ist Jorgos Katsaros ein gefragter Moderator in Varietés und Dinnershows und wird für Galas, Firmenevents und Werbefilme gebucht.

The Magic Oil

Eine der beliebtesten Nummern aus seinem vielfältigen Repertoire ist die magische Flaschenvermehrung. Und bei Jorgos passiert das nicht, wie üblich, mit Weinflaschen, sondern mit KATSAROS-Olivenöl – The Magic Oil.

Wenn er dann nach einer Show im Foyer mit den Zuschauern redet und dabei auf sein Öl zu sprechen kommt, denken viele, das wäre nur ein Gag. Umso mehr sind sie dann ein zweites Mal verblüfft. Diesmal aber nicht wegen der Illusionen und Zaubernummern, sondern weil es dieses Olivenöl wirklich gibt. Und davon reichlich, da Jorgos ja anscheinend jeden Abend auf der Bühne diese griechische Spezialität herbei zaubert.

Crossover Marketing könnte man so etwas nennen. Wenn sich Show und Realität überschneiden.

In Wirklichkeit steckt aber keine Magie, sondern viel Leidenschaft dahinter, um dieses exklusive Olivenöl in die deutschen Küchen zu zaubern.

Schon immer brachte er für Freunde und Bekannte sein Öl mit nach Deutschland, welches von den familieneigenen Bäumen aus dem Heimatdorf seines Vaters stammt. Weil die Nachfrage nach seinem Spitzenöl immer größer wird, entschließt er sich 2015 seine eigene Firma zu gründen, um diese seltene und rare Olivenölsorte „Athinoliá“ für alle Feinschmecker zugänglich zu machen.

Seinem Traumberuf, der Zauberei, ist Jorgos Katsaros aber treu geblieben. Und gerne garniert er seine Shows mit Anekdoten aus Griechenland. So muss man, seiner Meinung nach, den Griechen dankbar sein für all die griechischen Mathematiker wie Pythagoras oder Archimedes. Denn ohne sie wüssten wir ja gar nicht, wie viel Schulden Griechenland hat.

Die fantastische Mischung aus Schwabe und Grieche birgt aber auch ein Problem: Die einen wollen sparen, die anderen müssen.

Magische Musik

Nicht nur kabarettistische Einlagen baut Jorgos in seine Shows ein, auch musikalisch hat das Multitalent einiges zu bieten: Denn Jorgos Katsaros ist auch ein ausgezeichneter Geigenspieler.

Ab dem Alter von sieben Jahren bekommt er Violinenunterricht und heute ist er darüber sehr froh, die Musik in seine Vorführungen einbauen zu können. Er begleitet Artisten und Sängerinnen in Dinnershows und Varietés live auf der Bühne und lässt währenddessen noch Spielkarten an seinen Fingern erscheinen. Und wenn dann erwachsenen Zuschauer wieder zu Kindern werden und sich verzaubern lassen, ist der griechische Schwabe Jorgos Katsaros glücklich.

Exposition de l'artiste Moa Daliendog en Bourgogne à la propriété Coudurier-Jung

Du Jeudi 22 juin, date du vernissage, au 20 juillet 2017 se déroulera à Beaune l’exposition Ca$h Ca$h de l’artiste bordelais Moa Daliendog.

Cette exposition se déroulera à la propriété viticole Coudurier- Jung (propriétaires et négociants) au coeur de Beaune, dans le caveau familial, une merveille du XVIème siècle en pierre naturelle magnifiquement restaurée.Une initiative originale pour découvrir le surprenant travail de l’artiste ainsi que les vins de la propriété, une dégustation sera en effet proposée au cours du vernissage.

Moa Daliendog est un artiste plasticien français né en 1980 à Libourne. C’est à partir de la fin des années 1990  qu’il se forme aux arts plastiques en cadre scolaire et universitaire. Plus tard, il organisera des expositions collectives au sein de l’association Pilgrimage dont il est l’un des membres fondateurs.

C’est en  2013 qu’il commence son travail sur la série CA$H-CA$H et collabore avec l’artiste Auguste. Aujourd’hui il  perfectionne et développe sa série CA$H-CA$H, offrant aux sujets qu’il représente une aura magique et envoûtante, aux couleurs vives et aux nombreux effets de matière distinguant son travail  par ces particularités originales qui lui confèrent une identité singulière.

Cette série est le fruit de nombreuses années de travail consacrées à la photographie de portraits, à l’utilisation de son scanner et de son imprimante, ainsi qu’à peaufiner sa technique de finition et qu’il a malicieusement nommée « MÉLATAPATAPEINTURE».

À travers cette série de portraits, il cristallise ses modèles au sein d’un univers coloré empli d’effets de matière, les inscrivant ainsi dans une forme de moment d’éternité. Ses textures sont réalisées à l’aide d’un scanner, il scanne les emballages de nos produits de consommations courants, les sacs que nous utilisons au supermarché, ou bien de l’aluminium ou du cellophane froissé, ou des vêtements…

C’est un savant mélange de numérique, un excellent dosage de talent, et sa finition unique « MÉLATAPATAPEINTURE »qui donnent aux œuvres de Moa Daliendog un rendu proche de la peinture. Cette technique numérique produit discrètement du geste qui se dégage, une aura en infusion. L’artiste imprime lui-même ses travaux à l’aide de son imprimante, les œuvres sont composées de 12, 20 ou 30 pages de papier photo A4 (21/29,7 cm).

Il recouvre en guise de finition ses travaux avec de la résine époxy à l’intérieur de laquelle il insère des paillettes brillantes, de l’étain et des éclats phosphorescents. Pour vous parler du travail de l’artiste nous pouvons citer la critique d’Anna Piergentili dans Stile Arte :

« Les compositions de l’artiste français Moa Daliendog sont éthérées, sous le profil d’une vibration intense de la matière, aux couleurs intenses et vives. Avec sa grâce ravissante, Moa immortalise les déesses d’Hollywood en termes postwarholiens, qui mettent en lumière une attitude non affadie sur ce maître des icônes du vingtième siècle. Une opération loin d’être aisée et pourtant parfaitement réussie du point de vue de la réinvention d’un module.

Il apprécie de mettre en valeur les vedettes ayant marqué l’histoire, étant devenues des légendes et appartenant désormais aujourd’hui à notre imaginaire collectif, telles que Madonna, Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, sans pour autant dédaigner les nouvelles célébrités du ‘tapis rouge’. Parmi ses œuvres apparaissent aussi les impérissables Uma Thurman et Claudia Schiffer, Paris Hilton et même la reine de « Wrecking Ball », la très sulfureuse Miley Cyrus.

L’artiste, partant des portraits photographiques des stars les plus célèbres, tresse une trame chromatique vraiment singulière. Il est un génie dans l’utilisation des textures, sur lesquelles se posent des lumières romantiques et des ombres exquises de dentelles qui enrichissent les images.

Son art délicieusement éclectique surprend par son adresse dans l’utilisation équilibrée des teintes pastel, une touche naturaliste qui confère une aura magique particulière aux femmes splendides qu’il représente, comme si elles étaient des fleurs bariolées prises au piège dans une dimension surréaliste. Une réinterprétation sans précédent de la polychromie « à plat » du père du Pop Art, Andy Warhol ».

Amateurs de beaux arts et amoureux du bon vin, nous vous donnons donc rendez-vous le 22 juin à partir de 18h pour un délicieux moment  de convivialité.

Informations pratiques:

Adresse: la propriété Coudurier-Jung est située au 19, Rue du Faubourg Bretonnière 21 200 Beaune

www.coudurierjung.com

Retrouvez également les œuvres de Moa Daliendog actuellement en vente au concept-store

Tata Roberta – 19 place Saint- Georges – 31 000 Toulouse

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Vier Künstlerinnen, vier Ansätze, eine Ausstellung. Das Thema Symbole – Spuren – Zeichen – Codes wird sehr unterschiedlich aufgefasst:

Christiane B. Bethkes Bodeninstallation „Blind Date“ transformiert die Brailleschrift. Eine über den Tastsinn wahrnehmbare, abstrakte Codierung wird visuell erfahrbar. Die Betrachter sind aufgefordert, die Botschaft für den eigenen „Innenraum“  zu übersetzen.

Chris Firchow zeigt aus der Chinesischen Tradition kommend Zustandsbilder aus dem I Ging. Es sind Formen, die Zustände umreißen oder darstellen. Die Grundlage für die von ihr entwickelten Werke  bildet das wahrscheinlich älteste Buch der Welt: Das Buch der Wandlungen – das I Ging.

Karolin Hägele hat in ihren neusten Arbeiten den Berg zum Thema, den Berg als Symbol der ursprünglichen Kraft der ungebändigten Natur, aber auch der Verbundenheit mit ihrer Heimat.  Transparenz, Vielschichtigkeit und Fließenlassen  prägen ihre Malerei, die sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bewegt.

Katja Krouppas „Vor allem ihre Stilleben haben die große Ruhe von geglückten Kompositionen. Ein vorsichtiger, betont menschlicher Klang geht von ihnen aus, der uns in seiner Klarheit sofort auffällt, seltsam vertraut und doch fremd“ -Klaus Fußmann über ihre Stillleben.

Die Künstlerinnen aus Köln, Berlin, St. Petersburg und Ravensburg  treten über ihre unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in einen „Quadrolog“ und begreifen die Ausstellung als Ausdruck und Möglichkeit der Verständigung.

Im Rahmen der Ausstellung wird es zwei Lesungen geben, von Alexandra Linett am 06.07. um 19 Uhr und von Petra Lohan am 30. 07. um 17 Uhr.

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Ausstellung in der Galerie am Nöldnerplatz,

Lückstr. 72/73, 10317 Berlin

26.06.  – 30.07.2017, Vernissage am 24.06. um 17 Uhr

Flohmarkt zugunsten women4children und Herzenskinder e.V.

FLOHMARKT der Kinderhilforganisation
women4children & HerzensKinder e.V.
Am Sonntag, den 18. Juni 2017 von 11:00 – 18:00 Uhr.
Neben dem Getränkeangebot des Löwenpalais,
werden Kuchen der Wiener Conditorei, Geflügel-HotDogs von Vypii,
Salate von der CousCous Schale, Datteln der EMBASSY OF THE UNITED
ARAB EMIRATES Berlin, Früchte der FRUIT BOX BERLIN, Bouletten und Kartoffelsalat von
FONTIVA – Wohnen- & Pflegedienst angeboten, dessen Einnahmen zu
100% an die Kinderhilfsorganisationen gespendet werden.
 
Es werden Geschenke verlost, wobei jedes Los gewinnt!
 
u.a. von SEASON SPA & Fitness Club im Steinberger Hotel am Kranzleramt (7.Stock),
Personal Training FitByFerro in Charlottenburg, Juwelier LUTZ REUER,
LOST MONKEY Uhren, DEMIR Gartenbau, FRUIT BOX BERLIN, LAUGHING HEARTS,
BHS-BAU Group, KÖRPERNAH Dessous & Bademode, HÜLYA Friseur, BITO FARBEN Berlin,
BISS Kieferorthopädische Praxis, SWAN Beauty Berlin, AQUA Physiotherapie Dahna
Huschelt & Franziska Rahn, Julia Stein von der METRO
u.v.a.
20% der Verkaufserlöse werden an die gemeinnützigen Kinderhilfsorganisationen
women4children gGmbH und Herzenskinder e.V. gespendet. Die gespendete
Summe geht zu 100 % an die gemeinnützigen Kinderhilfsprojekte der beiden Organisationen
 
Mehr Informationen zu den Hilfsorganisationen finden Sie unter:
 
www.women4children.de
www.herzenskinderev.de

Gregor Gysi / Anna Thalbach / Max Moor lesen „Marx und Engels intim – aus dem unzensierten Briefwechsel“

Eine Lesung aus den persönlichen Briefen und Texten der berühmtesten Philosophen der Welt: Karl Marx und Friedrich Engels. Diese privaten Briefe dieser beiden Männer sind so unerwartet deftig, dass man sie unbedingt vorlesen muss.

Nach dem Tode von Marx erbte Engels alle seine schriftlichen Unterlagen. Nach Engels´ Tod wiederum ging alles in das Eigentum der SPD über, die Marx´ Nachlass aber so nachlässig verwaltete, dass einige seiner Aufzeichnungen einfach verloren gingen.

Einer der Menschen, die sich daran machten, alle Dokumente der beiden wieder zu einer kompletten Sammlung zusammenzutragen, war ein Mann namens Dawid Rjasanow, der Leiter des Moskauer Marx-Engels-Instituts war. Herr Rjasanow sammelte einfach alles. Auch die Briefe, aus denen diese Lesung besteht. Das machte ihn in den Augen der sowjetischen Führung so verdächtig, dass man ihn 1938 vorsichtshalber erschießen ließ. Man kann ja nie wissen bei so neugierigen Leuten!

Es wird vorgelesen, was teilweise nie für die Öffentlichkeit bestimmt war! Und Sie werden fürs Zuhören bestimmt nicht erschossen! Versprochen!

Dr. Gregor Gysi, Jahrgang 1948, prägte wie wenige andere Politiker der vergangenen Jahre die politische Debatte in Deutschland. Als Rechtsanwalt vertrat er u. a. Robert Havemann, Rudolf Bahro und Bärbel Bohley. Er war der letzte Parteivorsitzende der SED und der erste der PDS. Von 1990 bis 2002 und wieder seit 2005 ist Gysi Mitglied des Deutschen Bundestages gewesen. Mit seinen Reden fasziniert er bis heute selbst seine politischen Gegner. Als Fraktionsvorsitzender führte er die Partei Die Linke zehn Jahre lang, bis er im Herbst 2015 von der Bundesfraktions-Spitze abtrat. Im Dezember 2016 wurde er zum Präsidenten der Europäischen Linken gewählt.

Max Moor ist gebürtige Schweizer und studierte an der Zürcher Schauspiel-Akademie und arbeitete als Film- und Theaterschauspieler. Seine über 25-jährige Karriere als Reporter und Moderator beginnt bei kunst-stücke im ORF. Mit dem Grimme-Preis-nominierten CANALE GRANDE auf VOX wird er in Deutschland bekannt. Für 3sat moderierte er ab 2005 das Magazin KULTURZEIT. 2007 übernimmt er die ARD-Kultursendung ttt – titel, thesen, temperamente. Darüber hinaus präsentiert er die regelmäßigen Gesprächsreihen BERNER REDEN und MAX MOOR & DIE KUNST – FÜR ALLES UND JEDEN? in Bonn.

Anna Thalbach gehört zu den großen Charakter-Darstellerinnen des deutschen Films und Fernsehens. In TV-Kultserien wie „Tatort“ oder herausragenden Kinoproduktionen wie „Friedrich – Ein deutscher König“ begeisterte die Schauspielerin ein Millionen-Publikum. Anna Thalbach ist eine der versiertesten und besten Hörbuchinterpretinnen, die auch durch ihre Live-Lesungen begeistert.

Donnerstag, 29. Juni 2017– 20:00 Literatur LIVE im PRATER

Veranstaltungsort

PRATER

Kastanienallee 7-9

10435 Berlin

Karten-Tel. 55 77 52 52

besucherservice@parkaue.de

Christian Brückner liest Roger Willemsen „Wer wir waren“

Christian Brückner hat den letzten Text von Roger Willemsen als Hörbuch eingesprochen und liest nun live im Prater

„Woher nehmen wir nur all unser Nichtwissen?“

Im Sommer vor seinem Tod arbeitete Roger Willemsen an einem neuen Buch: „Wer wir waren“ sollte es heißen. Er sah sich unsere Gegenwart an, als wäre er schon viele Jahre weiter in die Zukunft gereist: Was machen wir gerade mit dieser Welt und unserem Leben? Warum machen wir das? Und warum machen wir es nicht anders, obwohl wir wissen, dass wir so in die Katastrophe schlittern? Roger Willemsen arbeitete an diesem Buch mit großer Entschiedenheit und Leidenschaft.

„Wer wir waren“ sollte im Herbst 2016 erscheinen, aber Roger Willemsen hörte auf zu schreiben, als er von seiner Krankheit erfuhr. Er trat auch nicht mehr auf. Kurz vorher hatte er im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eine Rede von mitreißendem Furor gehalten, in der er den Kern von „Wer wir waren“ formuliert hat. Sie war für ihn von großer Bedeutung und ist es für uns umso mehr: Es war sein letzter Auftritt, es ist sein letzter Text.

Uns haben viele Briefe erreicht, in denen Roger Willemsens Leserinnen und Leser fragen, ob wir wissen, was er zu den politischen und sozialen Entwicklungen unserer Tage gesagt hätte. Diese Rede gibt darauf Antworten. Auch deswegen haben wir uns entschlossen, sie zu veröffentlichen. Ihr Aufruf, sich nicht einverstanden zu erklären, lässt uns alle spüren, wen wir verloren haben. Und was wir ihm und uns schuldig sind. Jörg Bong. Verlegerischer Geschäftsführer S. Fischer Verlag. Frankfurt, 2016

Der gleichzeitig coole, warme und raumgreifender Sound von Christian Brückner ist durch Filme, Hörfunk, Lesungen, Hörbücher und als Synchronstimme ( Robert de Niro, Harvey Keitel, Martin Sheen, Peter Fonda etc.) zur Legende geworden. Zusammen mit seiner Frau Waltraut gründete er den parlando (Hörbuch-)Verlag (www.parlando-verlag.de). Christian Brückner wird für seine Arbeit mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet und erhält mehrfach den Deutschen Hörbuchpreis, 2012, erstmalig als Auszeichnung für das Lebenswerk. Er ist Ehrenpreisträger der deutsche Schallplattenkritik 2016.

Veranstaltungsort

PRATER

Freitag, 30. Juni 2017– 20:00 Literatur LIVE im PRATER

Kastanienallee 7-9

10435 Berlin

Karten-Tel. 55 77 52 52

besucherservice@parkaue.de

Ucon Acrobatics

Im Frühjahr 2001 wurde die  erste Kollektion veröffentlicht mit der Vision eine Marke ins Leben zu rufen die sich durch Qualität, Innovation, Kreativität und eine Produktion unter fairen Bedingungen auszeichnet. Mit...

All-White Everything at SEEK’S SUPER NATURAL POP-UP SHOP

Vom 4. bis 8. Juli 2017 bringt die SEEK zur Fashion Week einen Pop-up-Shop auf die Straße. Die SEEK transformiert den Hotspot Fechtner Delikatessen – bekannt für ein umfassend gesundes...

Rudy Cremonini - The Club

The Club ist die driHe Einzelausstellung des in Bologna lebenden und arbeitenden Künstlers Rudy Cremonini (*1981 Bologna, Italien).
Rudy Cremonini erschaS mit seiner einzigarTgen Pinselführung, mit der er die Farben oW dick und cremig auf die Leinwand auWrägt, Bildwelten von poeTscher Intensität, die sich zwischen FiguraTon und AbstrakTon bewegen. Dabei nutzt der Künstler keinerlei Vorzeichnungen, sondern arbeitet direkt auf der Leinwand. Die MoTve in seinen Bildwelten sind Gegenstände (STllleben), Figuren (Porträts) oder Szenen aus seinem unmiHelbaren Umfeld. Neben der abstrakten Malweise sind es die überwiegend zarten, eher dunkleren Farben, die diesen MoTven eine hintergründige Tiefe und gewisse MysTk einverleiben. 
 Für die Ausstellung The Club hat sich Cremonini insbesondere mit dem Genre der Porträtmalerei auseinandergesetzt. Für ein Porträt, so der Künstler, brauche der Maler „viel Kontrolle und Respekt für die Person“ da es „voller KraW und Energie“ stecke. Schon kleinste Gesten – seien es leuchtend blaue Augen wie in Blue Wool, die stylische HerrenkeHe und das Unterhemd in If Your Life is oder die weiße Haube der Krankenschwester in The Nurse – können Rückschlüsse auf den Charakter der porträTerten Person zulassen, sie gar einer besTmmten (GesellschaWs-)Gruppe zuordnen. GleichzeiTg geht es Rudy Cremonini darum, das „Verwundbare“ im Subjekt für den Betrachter sichtbar zu machen, so wie mit der Arbeit The Club. Es zeigt die Nahansicht eines dunkelhäutigen Menschen. Lediglich die Augen und der Ansatz des Mundes sind eindeutig zu erkennen. Cremonini macht mit dieser Arbeit auf die aktuelle Situation vieler Flüchtlinge aufmerksam, die von Teilen der Gesellschaft ausgegrenzt, nicht in den „Club“ aufgenommen werden.
Daneben werden wieder Arbeiten zum Thema der „Sicherheitszonen“ – oder Rückzugsorte – in der Ausstellung zu sehen sein, ein für Rudy Cremonini typisches Thema. So zeigt er uns in The New Bedroom ein junges Mädchen, das mit Kopeörern auf dem Boden ihres Zimmers sitzt und vollkommen von der Außenwelt abgeschirmt in ein Buch oder eine ZeitschriW verTeW zu sein scheint. Auch hier hat der Künstler, auf der Suche nach neuen MoTven, Details aus dieser Arbeit herauslöst und zu eigenständigen Bildwelten mit eigener Wirkung erweckt (Music, Indoor Plants und Ceramic Penguins). 
 Im März dieses Jahres feierte die Galerie mit dem Künstler dessen New Yorker Messedebüt auf der Volta NY überaus erfolgreich. Schon zuvor machte Cremonini durch zahlreiche Ausstellungen in Italien, Frankreich und Deutschland auf sich aufmerksam und gehört zu den aufstrebenden und vielversprechendsten jungen Künstlern der Galerie Thomas Fuchs.

SAVVY Funk

Im Rahmen des Radioprogramms Every Time A Ear di Soun präsentieren die documenta 14, Deutschlandfunk Kultur und SAVVY Contemporary SAVVY Funk, ein Radioprojekt und offenes Archiv in Form eines Lese- und Hörraums sowie eine Reihe von „Fußnoten“ der eingeladenen Künstler_innen.

SAVVY Funk geht am 16. Juni um Mitternacht auf Sendung und sendet bis zum 8. Juli auf UKW 103.0 MHz in Berlin, UKW 90.4 MHz in Kassel, SW 15560 kHz und auf documenta14.de.

Offene Galerie und Radiostudio vom 17. Juni bis 8. Juli täglich von 9–24 Uhr, Plantagenstraße 31, 13347 Berlin

Eröffnungsparty 17. Juni, 18 Uhr, SAVVY Contemporary im silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

Live auf der Bühne: Adespotes Skyles, Satch Hoyt, AGF (Antye Greie-Ripatti) und Mista Wallizz

SAVVY Contemporary wird für 22 Tage zu einem Radiosender, der sich als offenes Studio und Plattform versteht und Audiomaterial und Hör-Inhalte live produziert und sendet. SAVVY Funk, ein 24/7-Radioprogramm und -Kunstwerk, ist ein Raum für Hörexperimente, neue Formen der Partizipation, Performativität und erkenntnistheoretische Vielfalt. Als Projekt mit einer breiten Palette von Praktiken und Sprachen, erkundet SAVVY Funk klangliche und auditive Phänomene – Stimme, Geräusch, Musik und Sprache – als Medien, um kontrahegemoniale Geschichten zu schreiben; reflektiert wird zudem, wie durch Klang psychische und physikalische Räume geschaffen und organisiert werden.

SAVVY Funk setzt auf die Kraft des Sounds und des Radios bei der Ausgestaltung von Wissen und Aktion. Inspiriert von Frantz Fanon und seiner Auffassung des Radios als Mittel des politischen Kampfs und des Widerstands sowie von Rudolf Arnheims Aufruf, ausdrücklich die Dichter „in die Funkstudios“ zu holen, hat das Projekt 18 Künstler_innen eingeladen, das Radioprogramm zu gestalten. Die Künstler_innen haben mit Studierenden der von Professor Nathalie Singer und Martin Hirsch geleiteten Klasse für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar Formen der Zusammenarbeit entwickelt.

Die Bauhaus-Universität Weimar stellt zudem ein offenes Archiv mit über zweihundert Gegenständen zur Verfügung, das von Singers Privatsammlung (darunter wichtige Buchpublikationen, Schallplatten und historische Objekte aus der Frühzeit des Sendebetriebs und des Hörspiels) bis zu dem digitalen Archiv für Radiokunst EXPA reicht, einem Projekt und einer Ausstellungsreihe der Bauhaus-Universität Weimar. Besucher_innen sind eingeladen, diese Sammlung von mehr als 7000 Audioarbeiten, die über ein Jahrhundert Radio- und Audiokunstgeschichte umfasst, zu durchstöbern und anzuhören. Am Klangarchiv für Audiokunst EXPA ist SAVVY.doc, die offene Bibliothek von SAVVY Contemporary mit seltenen Publikationen und Magazinen ebenso beteiligt wie Colonial Neighbours, SAVVY Contemporarys dauerhaftes radikales und partizipatives Archiv zur deutschen Kolonialgeschichte.

Zusätzlich zum Radioprogramm und dem Lese- und Hörraum stellt eine Reihe von „Fußnoten“ in Form von Kunstwerken, Dokumenten, Videoarbeiten und Hörstücken Überlegungen über die Macht des Hörens und die poetischen und politischen Dimensionen des Klangs an. Neben den Beiträgen der SAVVY Funk Künstler_innen präsentiert Rui Vilela seine Recherchen über das guinea-bissauische Rádio Libertação, welches 1967 während der kolonialen Besetzung durch Portugal gegründet wurde und eine wichtige Rolle spielt für die von Amílcar Cabral ins Leben gerufene afrikanische Partei für die Unabhängigkeit von Guinea und den Kapverden (PAIGC).

Diese Arbeiten, die sich über die Räume von SAVVY Contemporary verteilen, sind mit den Strukturen des Sendestudios durch eine von Igor Eskinja entworfene Raumintervention verknüpft. Besucher_innen des SAVVY Funk sind eingeladen, in dieses vielschichtige Forschungsmaterial einzutauchen, das Radio machen in vivo zu erleben und zugleich Akteure in einer „einfallsreichen Partnerschaft zwischen Ausübenden und Publikum zu werden“ (Seán Street, The Poetry of Radio: The Colour of Sound, New York: Routledge, 2012).

Teilnehmende Künstler_innen und Radiomacher_innen

AGF (Antye Greie-Ripatti), Leo Asemota, Gívan Belá, Alessandro Bosetti, Alberto de Campo, Igor Eskinja, Islands Songs (Silvia Ploner & Nicolas Perret), Tim Etchells, Abrie Fourie (Colonial Neighbours), Dani Gal and Achim Lengerer, Satch Hoyt, Felix Kubin, Brandon LaBelle and Anna Bromley , Missy Magazine (Gina D’Orio & Margarita Tsomou), Mobile Radio (Sara Washington & Knut Aufermann), Nástio Mosquito, Ahmet Öğüt, reboot.fm (Diana McCarty & Pit Schultz), Natascha Sadr, Haghighian and Nicholas Bussmann, Saout Radio (Anna Raimondo & Younes Baba-Ali), Rui Vilela , Tito Valery, James Webb

SAVVY Funk Team

Programmverantwortliche und Kuratoren:

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Marcus Gammel, Elena Agudio

Koordinatoren:

Tina Klatte, Maximilian Netter

Kuratorische Assistentin:

Sol Izquierdo de la Viña

Management:

Lema Sikod

Management Assistentin:

Lynhan Balatbat

Experimentelles Radio der Bauhaus-Universität Weimar, Studiengang Kunst und Gestaltung:

Unter Leitung von Prof. Nathalie Singer, Martin Hirsch

Radiosendung:

Konrad Behr, Jennifer Fuchs, Jan Glöckner, Grit Lieder, Johann Mittmann, Janine Müller, Benjamin Serdani, Corinna Thamm, Josephine Tiede, Severin Schenkel, Andreas von Stosch, Markus Westphal

Ausstellungsdesign und Archivrecherche:

Anna Rupp, Rosa Süß, Rafael Brasil Sabino, Alejandro Weyler. Aus dem EXPA Archiv und der Sammlung von Nathalie Singer

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der documenta 14.

„Sternenstaub“ Musiker SEOM veröffentlicht neues Album

Der Musiker SEOM schafft, was viele seiner Kollegen nicht schaffen: mit seiner Musik und seinen Texten Menschen tief im Herzen zu berühren. Er sieht sich als ein Bote im Zeichen des Guten, als ein Heiler mit Worten und Brückenbauer der neuen Zeit. Auf seinen Alben verbindet er Spiritualität und Hip Hop auf einzigartige, feinfühlige, intelligente und stets konstruktive Art und Weise. SEOMs Ziel ist es, einen Unterschied im Leben anderer Menschen zu bewirken. Seine Musik ist seine Berufung, eine Herzenssache und ein kreatives Feld, in dem er sich, seine Bestimmung und seine Träume verwirklicht. SEOM hat erreicht, was er auch Anderen vermitteln möchte; ein Leben voller S-ensitivität, E-nergie, O-rientierung und M-ut. Jetzt brachte er sein neues Album „Sternenstaub“ auf den Markt.

SEOM erinnert mit seinem 19. Album „Sternenstaub“ den Hörer an die eigenen Möglichkeiten, Potenziale, die innere Schönheit und Schöpferkraft. Die Verbindung von tiefgehenden, poetischen und anspruchsvollen Texten, getragen von harmonischen Streichern, erhebenden Melodien und einer Kombination aus klassischen Elementen sowie modernen Fassetten, machen dieses Album einzigartig und interessant für junge und ältere Hörer gleichermaßen.

„Sternenstaub“ erschien über das Label Vibrating Music, enthält 17 Spiritual Hip Hop-Musikstücke, wurde geschrieben und aufgenommen von SEOM und komponiert in Verbindung mit Jack Center. Den Feinschliff der Produktion, Mix und Mastering übernahm Andy Eicher. Das Artwork stammt von Sacred Design, das Bild erschuf Alexander Stuber. Das umfangreiche Booklet enthält alle Texte und auf Wunsch wird „Sternenstaub“ auch handsigniert versendet. Zum Preis von 19,00 Euro zuzüglich Versandkosten ist es über www.seom-music.de erhältlich.

Mit dem Werk „Feel Go(o)d“ hat SEOM sich erstmals auch als Autor betätigt und sein erstes Buch veröffentlicht. Es bezieht sich inhaltlich auf sein 2014 erschienenes Album „Spirit“, denn jedes der 12 Kapitel basiert auf einem Songtext davon. Um dem Leser die Inhalte ganzheitlich zu vermitteln, ist jedes Kapitel in 4 Bereiche aufgeteilt: eine persönliche Geschichte SEOMs, die Erklärung der Thematik, der Songtext und 2 Praxisübungen, um das betreffende Thema direkt ins eigene Leben integrieren zu können. Mit „Feel Go(o)od“ präsentiert SEOM auf etwa 390 Seiten ein Buch in der ihm eigenen Sprache seines Herzens. Damit berührt er die Leser unmittelbar, öffnet neue Sichtweisen und trifft immer genau den richtigen Punkt. „Feel Go(o)d“ ist im Sheema Medien Verlag erschienen und für 19,80 Euro zuzüglich Versandkosten als gebundene Ausgabe und auch als Hörbuch im Handel erhältlich.

FINN - 1000 Sonnen

„1000 Sonnen“ ist bereits die dritte Auskopplung aus FINNs Debütalbum „Wie weit“.  Ein Song, der Freundschaft und Zusammenhalt abfeiert. Das Gefühl füreinander da zu sein und sich aufeinander verlassen zu können. Vor allem aber über die besten Zeiten im Leben, die man eben mit den Menschen verbringt, die man liebt. Gerade in Zeiten, in denen man mit Abgrenzung und Gegeneinander auf Stimmenfang gehen kann, müssen wir ein Gegengewicht schaffen. Am Besten, in dem wir uns zusammen tun und wie 1000 Sonnen leuchten…

Der Song wurde schon mit dem Album am 10.02.17 veröffentlicht. Am 23.06.17 wird ein Video über Youtube und eine Akustikversion des Songs „digital“ released.

DAS ALBUM.

Zusammen mit Produzent Stefan Kraatz und Co-Produzent Jim Hickey arbeitete FINN in den vergangenen drei Jahren an seinem Debütalbum. Immer möglichst authentisch und handmade, also: echte Instrumente und Bandmaschine. FINN’s Texte zeigen Ausschnitte aus seinem Leben, die vielen lauten und leisen Stadtszenen, Abschiede und Begegnungen und natürlich die Liebe. Seine Geschichten schreibt FINN zusammen mit Kraatz und Texter Philipp Löffel. Zum Beispiel die von eben dem Dorf, aus dem er kommt, aber auch von Drama Queens, von tiefer Freundschaft und diesem Regenm’dchen. Von einem Leben in Aussen- und Innenansicht. Das Album trägt den Titel „Wie weit“ und erschien am 10. Februar 2017.

ÜBER DEN KÜNSTLER.

FINN kommt aus dem Norden. Vom Dorf, wie er selbst sagt. Da, wo sich nie etwas ändert und der Marktplatz das Zentrum der Welt bildet. Dort ist er in einer bunten, lauten, immer Musik machenden Familie groß geworden. Oma, Vater, Geschwister – alle haben irgendein Instrument gespielt und immer etwas gesungen – vom Volkslied bis zu Motown Classics. 2010 ist er dann unverhofft in eine große TV Casting Show eingeladen worden. Eine Erfahrung, die ihm zu drei Dingen verholfen hat: ein Vocal Coaching, Live Routine und die Erkenntnis, dass der ganze Casting Zirkus nervt. Mit dieser Sicherheit im Gepäck ist er nach Berlin gezogen, um sich als Eisverkäufer durchzuschlagen und seine Ausbildung zum Erzieher zu beenden. In Berlin traf er auch seinen musikalischen Partner, Produzent Stefan Kraatz. Unter dem Namen FINN kommt nun also die Musik, in der er ganz er selbst sein kann: analog und echt.

 

FINN DISCOGRAPHIE.

23.06.17 1000 Sonnen Single & Videorelease

20.01.17 Königin der Dramen Single & Videorelease

10.02.17 Wie Weit Album Release

25.11.16 Regenmädchen Single & Videorelease

27.08.14 Spiegelbild Videorelease

ONLINE.

finnmusik.de 

instagram.com/finn_musik 

facebook.de/finnmusikofficial

twitter.com/finnmusik 

youtube.com/finnmusikvideos 

vimeo.com/finnmusik 

soundcloud.com/finnmusik 

finnmusik.bandcamp.com