Loth-Skulpturenpreis würdigt Auftritt der Skulptur – art KARLSRUHE-Preis und Hans Platschek Preis zum 12. Mal verliehen

 Preisträger sind die Galerie Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach. Seit mittlerweile zwölf Jahren werden auf der art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) der gleichnamige Preis sowie der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift verliehen. Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – ausgelobt, der den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE auszeichnet.

Loth-Skulpturenpreis geht an Galerist Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach

 

Den mit 20 000 Euro dotierten Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – vergibt die Fachjury für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE. Die insgesamt 20 Skulpturenplätze, die der Jury zur Auswahl standen und die in den vier Messehallen zu sehen sind, zeichnen die Messe besonders aus.

Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisträger des zweiten Loth-Skulpturenpreises sind der Galerist Werner Wohlhüter (Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) und der Künstler Jörg Bach, die in Halle 2 einen Skulpturenplatz bespielen.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Aus einem vielgestaltigen Aufgebot an Skulpturenplätzen von teils höchster Qualität hat die Jury einstimmig das Werk und die Präsentation des Bildhauers Jörg Bach (*1964) ausgewählt, vertreten von der Galerie Werner Wohlhüter. Dieser Skulpturenplatz überzeugt durch eine raumgreifende und präzise Setzung. Die zentrale großformatige Skulptur „Neuland“ von 2017 steht mit ihrem Volumen im spannungsreichen Kontrast zu den Plastiken kleineren Formats. Sichtbarkeit der Metallbearbeitung an der Oberfläche lassen das Werk lebendig werden. Die Materialität des Objekts, seine räumliche Dimension und die Spuren künstlerischer Arbeit bestimmen so die Skulpturen gleichermaßen. Das Wechselspiel zwischen innen und außen sowie die dynamische Masse der Stahlplastik zeichnen die Arbeit von Jörg Bach aus. Seit 1994 widmet sich die Galerie Wohlhüter besonders der Präsentation von Skulpturen. Dies wird mit der Preisvergabe ebenfalls gewürdigt. Wir gratulieren zur Auszeichnung mit dem zweiten Loth-Skulpturenpreis für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE.“

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Fachjury besteht aus Dr. Sebastian Baden (Kunsthalle Mannheim, Kurator zeitgenössische Kunst / Skulptur / Neue Medien), Dr. Pia Dornacher (Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt / Opf), Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Dr. Marlene Lauter (Leiterin Museum im Kulturspeicher, Würzburg).

art KARLSURHE-Preis geht an Galerie Bernhard Knaus Fine Art und Künstlerin Myriam Holme

Myriam Holme auf der art KARLSRUHE

art KARLSRUHE-Preisträger sind Künstlerin Myriam Holme und die Galerie Berhard Knaus Fine Art aus Frankfurt.

Die Gewinner des zwölften art KARLSRUHE-Preises, der gemeinsam von dem Land Baden-Württ

emberg und der Stadt Karlsruhe vergeben wird und mit 15 000 Euro dotiert ist, stehen fest. Die Fachjury wählte aus den 196 One-Artist-Shows der Messe die überzeugendste Einzelpräsentation: die Galerie Bernhard Knaus Fine Art aus Frankfurt mit der Künstlerin Myriam Holme (Halle 2) sind die Gewinner. Verliehen wird der Preis am Samstag (23. Februar) um 11:30 Uhr im ARTIMA art Forum in der dm-arena/Halle 4. Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Myriam Holme ist eine emphatische Materialkünstlerin, die ihre Arbeiten auf der Wand, auf dem Boden und im Raum entfaltet. In ihren zwischen Tafelbild, Relief, Skulptur und Installation changierenden Werken nutzt sie das Unkalkulierbare von Materialinteraktionen.“

Die Fachjury besteht aus Dr. Brigitte Baumstark (Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe), Dorothee Baer-Bogenschütz (Journalistin), Anja Casser (Leiterin des Badischen Kunstvereins Karlsruhe e.V.), Dr. Michael Hübl (Journalist), Prof. Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe), Prof. Werner Pokorny (Künstler), Michael Sieber (Staatssekretär a. D.).

Monica Bonvicini erhält Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift

Monica Bonvicini

Monica Bonvicini vor ihrer frisch gesprühten Graffiti-Arbeit auf der art KARLSRUHE.

Zum zwölften Mal wurde am Donnerstag (21. Februar) auf der art KARLSRUHE der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift vergeben. Die italienische Künstlerin Monica Bonvicini wurde von der Jurorin Bettina Steinbrügge, Direktorin des Kunstvereins in Hamburg und Mitglied des Vorstands der Hans Platschek Stiftung, ausgewählt.

In der Laudatio erklärt Steinbrügge: „Das Thema ,Frau als Opfer‘ ist Bonvicini zu weinerlich, zu langweilig. In jedem ihrer Werke zeigt sich ein Gefühl der Dringlichkeit. Damit deckt sie männlich konnotierte Machtverhältnisse auf und erschafft eine Schriftkultur eigener Art.“ Im Anschluss an die Preisverleihung sprühte Monica Bonvicini am Stand der Stiftung ein Graffiti an die Wand und kommentiert ihre frisch entstandene Arbeit vor Ort: „Das Graffiti ist inspiriert durch eine französische Schriftstellerin, die für mich als Beispiel für eine furchtlose Frau steht. Die Stimme muss man immer benutzen.“

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