Künstler Peer Kriesel und US-Couture Designerin Julianna Bass

Der Künstler Peer Kriesel und die Hauté Couture Designerin Julianna Bass sind, eine erfrischende Kunst und Mode Kollaboration eingegangen.
Das Lookbook von Julianna Bass blinkte in meinem E- Mail Fach auf, welches mir der Berliner Künstler Peer Kriesel zustellte. Meine Augenlider zuckten vor Begeisterung und purer Farbenfreude. Gleich begann ich Kontakt zu Peer aufzunehmen, um ihm mitzuteilen das ich darüber schreiben muss/will.

Peer Kriesel und Julianna Bass Kollaboration
Peer Kriesel ein Künstler den ich wegen seinen abwechslungsreichen kreativen Arbeiten schätze, kooperiert seit drei Jahren mit der New Yorker Modedesignerin Julianna Bass. Julianna debütierte während der  New Yorker Fashion Week – Autumn Winter 2015 mit einer Runway Präsentation, die sogar die Prominenz von ihren Handys aufblicken ließ. Der Startschuss ihrer Modekarriere ist gefallen. Es gab Auszeichnungen von renommierten internationalen Publikationen wie Vogue, Women´s Wear Daily und New York Magazine. Die Vogue formulierte es so:“ BASS- Designs sprechen die Frau an, die sich nicht scheut, den klassischen Stil auf eigene Faust zu übernehmen.“

Interview mit Peer Kriesel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kam es zur Kontaktaufnahme?
Zur ersten Kooperation, 2016, wurde der Kontakt über Maxine Noth von Haute Presents hergestellt, die für die Designerin auch schon in der Jahren davor Künstler ausfindig gemacht hat und Werke.Julianna Bass gefielen meine Arbeiten, so dass sie mich im Atelier besuchte, wo wir eine Auswahl der zu verwendenden Arbeiten trafen.

Wie lange dauert so eine Zusammenarbeit?
Eigentlich war die Zusammenarbeit auf ein Jahr bzw. eine Season beschränkt, so dass eine Zusammenarbeit mit einem Künstler einmalig sein sollte.Da Julianna Bass aber so begeistert war von meinen Arbeiten, kam es 2017 mit einem Fahrkarten-Motiv und jetzt 2018 mit einem Fratzen-Motiv zu wiederholten Kooperationen.

Hattest du freie Hand für das Design oder war das von Anfang an festgelegt?
Bei den ersten beiden Kooperationen kaufte Julianna sozusagen (nur) die digitalen Verwertungsrechte von schon bestehenden Werken von mir, die Sie gestalterisch so anpassen durfte, dass Sie als Stoff funktionieren. So hatte sie freie Hand.2016 waren die Originale ein postkartengroßes Aquarell und eine größere Fratzen-Zeichnung. 2017 war es dann eine meiner übermalten Fahrkarten. Für die jetzige Kooperation hatte ich freie Hand und hatte nur das Thema „Deco absurdist“ als „Vorgabe“.
So nahm ich eine Fratzenzeichnung von mir – weil die gut zum Thema passen –, digitalisierte und bearbeitete diese, so dass sie als sich wiederholendes Muster funktionierte.

Hast du es erst auf den Stoff gebracht oder „nur“ den Druck geliefert?
Übergeben habe ich dann die Datei, wieder (wie in den Jahren davor auch) ohne genau zu wissen, was Julianna daraus macht. Gedruckt werden die hochwertigen Stoffe meist in Italien – in diesem Jahr weiß ich es aber nicht genau.

Würdest du einen Künstler so eine Zusammenarbeit mit der Modebranche weiter empfehlen?
Das muss ja jeder selber wissen. Manche Künstler verschließen sich sicher so einem „Mainstream-Thema“ bzw. einer Verarbeitung der Arbeiten in der „Angewandten Kunst“. Mir hat die Arbeit immer viel Spaß gemacht und es war für mich schon sehr faszinierend, die „kleinen Arbeiten“ später so groß auf schönem Stoff und tollen Kleidern in Live im Blitzlichtgewitter zu erleben.Es war ja auch schon eine Highclass-Kooperation und die Shows waren offizielle NYFW-Events. Und ich bin ja aus dem Design-Bereich (also der „Angewandten Kunst“ :)) und habe da keine Berührungsängste.Zudem ist es ein guter Link bzw. eine gute Brücke zu denjenigen, die mit Kunst so alleine nicht viel anfangen können. Mode ist da eine gute Brücke. Ich kann so eine Kooperation natürlich empfehlen.

Ist das das neue digitale Zeitalter, das alles zusammen geführt wird was passt? (Mode und Kunst, Food und Foto u.a.)
Das macht sicher alles einfacher. Die Interessenten für die von Dir genannten Themen überschneiden sich ja zum Teil und der Austausch ist im digitalen Zeitalter einfacher geworden. Wie oben beschrieben kann ein Zugang über einen anderen Themenbereich geschaffen werden und die Zielgruppe konsumiert Kunst und Mode und Food und Foto ja ständig über Instagram, Pinterest und Co.

Ist es eine WIN- WIN Situation für Beide oder kommt einer dabei zu kurz?
Ich denke, es ist eine Win-Win-Situation. Für Julianna ist es guter Stoff. Für mich ist das in erster Linie gute PR und Werbung. Es haben sich einige gute Kontakte darüber ergeben.

Bist du zufrieden mit deinen Kunstaufträgen oder wünschst du dir was für das Jahr 2018?
Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wie es gerade läuft. 2018 steht für mich im Fokus der Kunstmessen, die ich als Künstler alleine bestreiten kann – also Hanse Art in Lübeck, Kölner Liste, Art MUC und Discovery Art Fair Frankfurt. Zudem baue ich weiter Kontakte zu Galeristen, Kuratoren und Sammlern auf und wünsche mir für 2018 weiter gute Kooperationen, Kontakte und Verkäufe.

Save the date
Ausstellung: 9. März – 6. April 2018
Vernissage: 9.3.2018 | 19 – 22.00 Uhr
mz project room maia zinc
Projektraum und Galerie in Berlin-Schöneberg
Kyffhäuserstr. 16
10781 Berlin

Vielen lieben Dank Peer Kriesel.
Du hast den Zeitblatt Lesern somit mehr Einblick im Alltag von en vogue Artists geben können.

 

 

 

Related Posts

LEAVE A COMMENT

Make sure you enter the(*) required information where indicated. HTML code is not allowed

*