Katja Weitzenböck in „DIE FRAU DES MICHELANGELO“

DIE FRAU DES MICHELANGELO

In DIE FRAU DES MICHELANGELO spielt Katja Weitzenböck ein humorvolles Einmannstück, oder viel mehr eine authentische „One-Woman-Show“. Mit nur wenigen Requisiten ist es der Schauspielerin gelungen, die Worte des französischen Dramatikers Eric Assous in ein grandioses Spiel zu verwandeln.

Im Interview verrät Katja Weitzenböck wie sie auf genau dieses Stück kam. „Es ist ein bisschen auf mich zugekommen und ich habe es gerne angenommen.“ Katja Weitzenböck erkundigte sich bei der Literaturagentin des Autors nach einem anderen Monolog, den sie spielen wollte. „Frau Weitzenböck ich habe etwas viel besseres für Sie…und dann gab Sie mir diesen Monolog.“

Die Schauspielerin mochte Thematik und Verlauf des Stückes von Anfang an. „Das die Frau für das Ausleben ihres Begehrens nicht mit dem Preis der Existenz zahlen muss und dafür büßen muss, das sie eben diese Sünde begangen hat, wie das ja oft in literarischen Stoffen und auch in Filmen der Fall ist. Das schafft der Monolog finde ich sehr gut, das er etwas beschreibt und nicht beurteilt oder verurteilt, das schätze ich wahnsinnig.“

Die Frau erzählt eine Geschichte, redet über weibliche Sexualität, über all die kleinen und auch die großen Dinge, die sie bewegen.

„Und ich finde es auch sehr wichtig, dass wir Frauen Geschichten erzählen dürfen, aus unserer Sicht der Dinge…und das diese Geschichten dann auch gut ausgehen dürfen.

Mich interessiert es Frauengeschichten zu erzählen. Mir ist aufgefallen, das Geschichten oft aus männlicher Sicht geschrieben sind, was gar nicht so schwer zu verstehen ist wenn man bedenkt das so viele Entscheidungsträger eben Männer sind . Auch wenn dieser Autor männlich ist hat er es für seine Frau geschrieben und ich finde es ist dadurch Frauen affin geworden. Es ist ein feministisches Stück was Frauen Mut macht auch Fehler zu machen. Und nicht eingeschüchtert in der Ecke sitzen zu bleiben.“

Auch für die Zukunft wünscht sich die Schauspielerin ein kreatives, selbstständiges arbeiten.

„Der Monolog gab mir das Gefühl mehr selbstständig zu arbeiten, weil ich ihn selbst produziere, das möchte ich auch in Zukunft beibehalten. Es ist ein tolles Gefühl wenn man sagen kann, das möchte ich machen und nicht das habe ich jetzt als Auftrag bekommen – was wir Schauspieler ja oft haben.“

In die Frau des Michelangelo steht Katja Weitzenböck nicht nur als Schauspielerin, sondern kurzzeitig auch als Sängerin auf der Bühne. Im Interview beschreibt sie, was für sie den Charme der Musik in der Welt der Schauspielerei bedeutet.

„Das Element Musik ist in einem Theaterstück wahnsinnig kostbar, weil die Musik erlaubt das Momente und Stimmungen auf der Bühne aufblühen können. Deswegen wollte ich unbedingt auch singen.“

Related Posts

LEAVE A COMMENT

Make sure you enter the(*) required information where indicated. HTML code is not allowed

*