Hessischer Film- und Kinopreis

Die Hessischen Film- und Kinopreise werden seit 1990 jährlich vom Land Hessen als Förderpreise und Auszeichnungen für Filmemacher und Kinobetreiber verliehen. Die Vergabe erfolgt durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

 

Ausgezeichnet werden Regisseur*innen von hervorragenden Spiel-, Dokumentar-, Kurz- oder Experimentalfilmen sowie Autor*innen eines Drehbuchs. Im Nachwuchsbereich verleiht das Land Hessen den Hochschulfilmpreis für den besten Abschlussfilm sowie seit 2017 den Hessischen Newcomerpreis. Das Land vergibt außerdem an einen herausragenden Leistungsträger den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Mit den Kinokulturpreisen werden außerordentliche Leistungen und herausragendes kulturelles Engagement von gewerblichen und nicht gewerblichen Kinos honoriert.
Der Hessische Fernsehpreis wird im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises vom Hessischen Rundfunk in den Kategorien „Beste Schauspielerin“ und „Bester Schauspieler“ verliehen.

Am vergangenen Wochenende wurden in der Alten Oper in Frankfurt am Main bei einer großen Gala die 30. Hessischen Film- und Kinopreise verliehen. Der diesjährige Hauptpreis ging an „Bruder Schwester Herz“ von Tom Sommerlatte.

Der Film, der letzte Woche in den Kinos startete, schildert mit genauem Blick, wie sich das Verhältnis zweier alleinstehender Geschwister ändert, als die Schwester eine Affäre anfängt, und spielt dabei geschickt mit Western-Versatzstücken.

Über die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm konnte sich Hermann Vaske freuen. Für sein Langzeitprojekt „Why Are We Creative?“ befragte er zahlreiche prominente kreative Köpfe, was sie antreibt. Als bester Kurzfilm wurde Aliaksei Paluyans „See der Freude“ ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt Caroline Link für ihre höchst erfolgreiche Verfilmung von Hape Kerkelings Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“.

Der Hessische Fernsehpreis, der ebenfalls im Rahmen der Gala vergeben wurde, ging an die Nachwuchsdarstellerin Emma Bading für ihre Rolle in „Play“, sowie an Routinier Uwe Ochsenknecht für „Laubaule & Erben“.

Schon vor der großen Preisverleihung standen die Gewinnerinnen und Gewinner in den folgenden Kategorien fest:

Als bester Hochschulfilm konnte sich Joshua Keßlers Abschlussfilm „Pech und Schwefel“ von der Hochschule Darmstadt durchsetzen. Der visuell aufwändige Kurzfilm dreht sich um eine innige Freundschaft, die nach einem Unfall auf die Probe gestellt wird.

Frauke Lodders durfte sich über den Hessischen Filmpreis für das Drehbuch ihres Spielfilmdebüts „Am Ende des Sommers“ freuen – eine starke Coming-of-Age-Geschichte zweier Geschwister, die sich aus einem streng gläubigen Umfeld zu lösen versuchen.

Für „Born in Evin“ ihrem Dokumentarfilmdebüt als Regisseurin wurde Maryam Zaree mit dem Newcomerpreis ausgezeichnet. In dem sehr persönlichen Film setzt sich die Filmemacherin mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die für sie an dem Tag begann, als sie in Evin, einem politischen Gefängnis des Iran geboren wurde.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte ging der Ehrenpreis an eine Institution, die sich besonders um den Film verdient gemacht hat: An das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF). Ministerpräsident Volker Bouffier dazu: „Ob Museum, Kino, Archive und Sammlungen, Festivals, digitale Plattformen, Forschung und Digitalisierung – das DFF verbindet Verantwortung für Bewahren und wissenschaftlichem Erforschen mit den Herausforderungen digitaler Realitäten und Zukunft.“

Die Hessischen Film- und Kinopreise werden seit 1990 jährlich vom Land Hessen als Förderpreise und Auszeichnungen für Filmemacher und Kinobetreiber verliehen. Die Vergabe erfolgt durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Quelle und weitere Informationen

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