Galerie Schrade zeigt Josef Lang

Neben Werken von Per Kirkeby oder Ottmar Hörl zeigt die Galerie Schrade noch bis zum 8. Oktober 2017 im Schloss Mochental Skulpturen des Bildhauers Josef Lang. Seine Arbeiten aus Bronze, Holz und Stein beeindrucken mit stringenter Formsprache: einem gestischen Realismus. Diesen zu erfassen, fordert vom Besucher die Skulpturen im Raum langsam zu umschreiten, um so in einem ständigen Perspektivwechsel die Wesensveränderungen in Langs Arbeiten zu entdecken. Im Zentrum seines Schaffens steht der Mensch als Sujet. Die in der Galerie Schrade gezeigten Salon- sowie teils überlebensgroßen Holzskulpturen sind als Resultate verschiedener Beobachtungen des Menschen als Individuum im Alltäglichen zu verstehen. In groben Zügen arbeitet Lang diesen vorzugsweise mit der Kettensäge aus einem Stamm heraus und lässt seine Skulpturen skizzenhaft und fast naiv im Raum erscheinen. Dem Betrachter kommt die Aufgabe zu, durch seine Sicht auf die „Menschen“ Langs, seine Arbeiten zu vollenden. Sie bedürfen dem Blick des Rezipienten. Mit diesem Ansatz erhebt der Künstler zwei Ansprüche an seine Arbeiten. Erstens seine Skulpturen sollen studiert und somit erfahren werden. Zweitens, der in Tölz geborene Bildhauer möchte mit diesen Räume und Plätze definieren; so auch im prächtigen Hubertussaal des Barockschlosses Mochental. Großzügig und frei im Rokoko-Saal aufgestellt, bestimmen Langs Arbeiten als Ensemble den Raum. Mit ihnen stellt der Galerist und Gründer der art Karlsruhe Ewald Karl Schrade im Prachtsaal den Fresken Ignaz Wegscheiders den modernen und bewusst fragmentarisch erfassten Menschentypus Langs gegenüber.

 

Galerie Schrade – Mochental
bei Ehingen / Donau
www.galerie-schrade.de

Dienstag – Samstag 13 – 17 Uhr
Sonn- und Feiertage 11 – 17 Uhr

 

Text: ZeitBlatt / Andre Biakowski
Photo: Wolfgang Straßer

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