Freeride World Tour: Marion Haerty, Arianna Tricomi, Markus Eder und Victor De Le Rue zu Weltmeistern gekrönt!

Elisabeth Gerritzen (SUI), Marion Haerty (FRA), Wadeck Gorak (FRA) und Jonathan Penfield (USA) holen beim Xtreme Verbier den Tagessieg

Verbier, Schweiz – 23. März 2019 – Die Weltmeister der Freeride World Tour 2019 (FWT) stehen fest! Beim Xtreme Verbier am extrem steilen und felsdurchsetzten Bec des Rosses in der Schweiz wurde Arianna Tricomi (ITA) wie im Vorjahr Weltmeisterin bei den Skifahrerinnen. Der Sieg in Verbier ging an Elisabeth Gerritzen (SUI). Den Titel bei den Skifahrern sicherte sich Markus Eder (ITA), den Tagessieg holte Wadeck Gorak (FRA). Im Feld der Snowboarderinnen dominierte Marion Haerty (FRA), die schon vor der Veranstaltung als Weltmeister festgestanden war, auch in Verbier. Bei den Snowboardern wurde Victor De Le Rue (FRA) Weltmeister, den Xtreme gewann Jonathan Penfield (USA). 


Der Bec des Rosses (3223 m) empfing die Athleten mit strahlend blauem Himmel,  allerdings auch mit anspruchsvollen Schneebedingungen bei einer leichten Kruste über tiefem Pulverschnee. Bei diesen Verhältnissen zeigten die Athletinnen und Athleten imponierende Abfahrten und ein extrem hohes Niveau.

Snowboard Damen
Marion Haerty (FRA) hatte den Weltmeistertitel bereits beim vierten FWT-Stopp in Andorra eingetütet und vor dem Xtreme Verbier angekündigt, am Bec „den Run ihres Lebens“ zeigen zu wollen. Und mit einem 360, einem massiven doppelten Cliffdrop sowie weiteren Sprüngen setzte die Snowboarderin ihr Vorhaben in die Tat um. Damit dominierte sie die Konkurrenz deutlich und holte ihren zweiten Sieg am Bec des Rosses. Anna Orlova (RUS) überzeugte mit einem kontrollierten Lauf und mehreren sicher gelandeten Sprüngen. Das brachte ihr Platz zwei vor Manuela Mandl (AUT). Die Titelverteidigerin setzte drei Sprünge und einen Double Air in den Hang, erhielt aber Abzüge bei der Kontrolle, weil sie den ersten Sprung nicht ganz sauber stehen konnte.

Mit vier Saisonsiegen gewinnt damit Marion Haerty souverän den Weltmeistertitel vor Anna Orlova und Manuela Mandl. „Ich bin total glücklich über meinen Run. Heute war alles perfekt, das Wetter, der Schnee, auch wenn er oben noch schwierig war“, freute sie sich.

Manuela Mandl ergänzte: „Der Schnee war eigentlich super. Aber bei meiner ersten Landung war ich doch überrascht, wie hart er an der Stelle war, und kam daher in Rücklage. Dennoch wird für mich ein Traum wahr, dass ich wieder auf dem Podium des Xtreme stehe!“  

Ski Damen
Bei den Skifahrerinnen war die Spannung vor dem Xtreme Verbier besonders hoch: Beim Showdown am Bec konnten sich sowohl Titelverteidigerin Arianna Tricomi (ITA) als auch FWT-Newcomerin Jacqueline Pollard (USA) zur neuen Weltmeisterin krönen. Und die Gesamtführende Arianna Tricomi (ITA) behielt die Nerven. Sie startete als Einzige vom rechten Startgate und setzte bei ihrer kreativen Linie eine ganze Reihe von Sprüngen sicher in den Steilhang. Am Ende bedeutete dies den zweiten Platz beim Xtreme, denn eine andere Fahrerin war heute unschlagbar: Die 23-jährige Elisabeth Gerritzen (SUI) aus Verbier landete sicher drei hohe Cliffdrops und sammelte damit in der Wertungskategorie „Air & Style“ die volle Punktzahl. Die Schweizerin überzeugte die Judges zudem mit einem rasanten, flüssigen und dennoch kontrollierten Run. Platz drei ging an Hazel Birnbaum (USA) die ebenfalls drei hohe Cliffdrops stand. Jacqueline Pollard wurde schließlich Vierte.

Im Gesamt-Ranking verteidigte Arianna Tricomi damit ihren Titel vor Jacqueline Pollard und Elisabeth Gerritzen. „Ich fühlte mich am Start sehr gut und spürte keinen Druck“, sagte Tricomi. „Ich sagte mir: Das ist einfach nur ein neuer Tag auf Ski. Die Schneebedingungen waren vor allem im oberen Bereich schwierig. Meine Linie war sehr verspielt – ich wollte etwas finden, das meinem Style entspricht. Ich bin froh, dass alles geklappt hat.“ 

Snowboard Herren
Bei den Snowboardern ging der Tagessieg an Jonathan Penfield (USA), der den Contest mit zwei hohen Transfers im oberen Steilhang eröffnete. Dann folgten ein Backside 360, ein doppelter Cliffdrop und ein letzter Air. Mit diesem herausragenden Run gewann er vor Sammy Luebke (USA), zuletzt dreimal Weltmeister und Xtreme-Sieger in Folge. Der Titelverteidiger glänzte unter anderem mit einem massiven Air im oberen Steilhang, einem Backside 360 und einem insgesamt sehr flüssigen Lauf. Platz drei ging an Victor De Le Rue (FRA): Der jüngere Bruder des dreimaligen FWT-Champions Xavier De Le Rue eröffnete seine Abfahrt mit einem Transfer Air und legte mit einem Frontside 360 sowie zwei weiteren hohen Cliffdrops nach.

Ein eindrucksvoller Auftritt gelang auch dem fünfmaligen Xtreme-Sieger Klassen (USA): Der 54-Jährige stand gleich zum Auftakt einen Sprung von einem hohen Felsen sowie zwei 360s, konnte aber zwei weitere Sprünge nicht ganz sauber landen und wurde Fünfter. „Ich wollte schon seit 25 Jahren von diesem Felsen springen, einmal konnte ich den Sprung nicht landen, aber heute habe ich es geschafft!“, jubelte die Legende im Ziel.

In der Gesamtwertung gewann Victor De Le Rue (FRA) vor Davey Baird (USA), heute Vierter, und Blake Hamm (USA). Gigi Rüf (AUT), wegen Krankheit nicht am Start, beendet die Saison als Sechster, Thomas Feurstein (AUT) als Achter.

Ski Herren
Einen echten Überraschungssieger gab es bei den Skifahrern: FWT-Rookie Wadeck Gorak (FRA), dessen beste Platzierung der Saison bisher ein fünfter Platz war, stand als erster Fahrer am Start und zeigte einen Lauf, den keiner seiner Konkurrenten mehr übertreffen konnte. Bei seinem ersten Auftritt am Bec gelang ihm ein extrem flüssiger und schneller Run mit einem weiten Satz über das legendäre Hollywood Cliff und einem imposanten Backflip. Platz zwei ging an Léo Slemett (FRA), der eine originelle Linie wählte und mit einem hohen Cliffdrop, einem 360 und einem Backflip sowie weiteren Sprüngen beeindruckte. Dritter wurde Titelverteidiger Kristofer Turdell (SWE), der den gesamten Hang in einer fast direkten Linie mit hohem Tempo absolvierte, souverän über das Hollywood Cliff sprang und zwei technisch schwierige hohe Cliffdrops stand.

Der Gesamtführende Markus Eder wurde mit einem aggressiven Lauf samt 360 und Backflip Sechster. Dies reichte für den Gewinn seines ersten Weltmeistertitels. Auf Platz zwei der Gesamtwertung folgt Kristofer Turdell vor Léo Slemett.

„Ich wollte ursprünglich eine andere Linie fahren, habe mich oben aber anders entschieden. Ich bin happy über den Titel!“, sagte Markus Eder.

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