Ein Sommernachtstraum

Herzog Theseus rüstet zur Hochzeit mit der besiegten Amazonenkönigin Hippolyta. Auf einer Lichtung proben zu diesem Anlass Handwerker »die höchst beklagenswerte Komödie von Pyramus und Thisbe«. Zerstrittene Liebespaare fliehen in den Wald. Dort entfaltet sich die außermenschliche Zauberwelt der Naturgeister. Eifersüchtiger Streit herrscht zwischen dem Elfenkönig Oberon und seiner Gemahlin Titania. Um diese zu bestrafen, lässt Oberon den Kobold Puck eine Wunderblume bringen, durch deren Kraft Titania sich beim Erwachen in die erstbeste Kreatur verlieben muss. Die Nacht lockt ihre eigenen Geschöpfe hervor, lässt die dunkle Seite der Liebe aufscheinen und auch den Ort der Handlung plötzlich ganz anders aussehen, ungebändigt und wild wuchernd. Der neue Tag hingegen macht, was nachtsüber aus den Fugen geriet, wieder vergessen. Oder war alles bloß ein Traum? »Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich daran macht, diesen Traum zu deuten«, sagt am Ende Klaus Zettel, der Weber, dem in dieser Nacht besonders übel mitgespielt worden ist. Und Recht hat er.

Mit Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Nightʼs Dream, 1595) inszeniert Holger Schultze die berühmteste, motivreichste, zauberhafteste Komödie aus dem großen Shakespeare-Kosmos.

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