Die neue Kunstausstellung “Erlösung der Empathie” von Eva Kaiser – die Reise nach innen

Die Reise nach innen. Kommen Sie mit? ACHTUNG – Es kann dramatisch werden!

Sie sind zur dreiwöchigen Ausstellung namens “Erlösung der Empathie” der österreichischen Künstlerin aus Salzburg, namens Eva Kaiser, und speziell zur Vernissage am Sonntag, den 23.02.20, um 15.00 Uhr, eingeladen. Stattfinden wird diese besondere Ausstellung in der Pashmin Art Gallery in Hamburg (in der Gotenstrasse 21, in 20097 Hamburg, Eingang Wandalenstrasse). Eva Kaiser nimmt einen durch ihre Bilder mit auf eine Reise unter die Oberfläche. Durch expressiv gemalte Kunst führt sie uns in unser Innerstes und konfrontiert uns mit den letztendlichen Fragen des Erdendaseins. Bewusstmachung. Ausserordentliche Menschen werden in ihrem So-Sein auf besondere Weise gezeigt, bis hin zu Christus, der uns an das Menschsein und Gottsein in einem erinnert.

„DIOMUTI“ von Eva Kaiser 2017 Mischtechnik auf Leinwand – Einladung zur Vernissage

§ 1 EXPRESSION
Es ist eine krasse Reise. Wenn man sich darauf einlassen möchte. Zurückgeworfen auf sich selbst. Man wird gezwungen, mitzuleiden, mitzuhören, mitzufühlen. Bei wem? Bei Eva Kaiser. Künstlerin aus Salzburg. Wilde Pinselschwünge. Unruhe und Ruhe.
Bei Eva Kaiser? Da ist nichts Poesiealbumhaftes. Da ist nichts Manieristisches. Da ist keine Flucht in die Oberfläche des Ornamentes, nichts Dekoratives, obwohl sie u.a. bei Jacobo Borges (2002) studierte. Bei der österreichischen Malerin, die als Autodidaktin startete, um sich Farbschicht um Farbschicht, Pinselstrich um Pinselstrich auf eine Reise hinter die Oberflächen zu begeben. Da hat man bei der Betrachtung ihrer Bilder immer den Eindruck, es handele sich um eine Art “Drama auf der Bühne der Leinwand”. Auf Leinwänden auf denen expressiv Musik, wie in einer Oper mitschwingt. In den Bildern findet ein permanentes Sich-in-die-Welt-Walten – um es “heideggerianisch” auszudrücken, statt. Expression. Dynamik. Ohne klischeebehaftete Ismen. Wir haben Zwischenergebnisse im vorläufigem Endzustand der Bilder in dieser Ausstellung namens “Erlösung der Empathie” zusammengestellt. Es ist, als betrachte man bei dieser Werkzusammenstellung von Eva Kaiser, nie nur gefrorene Momente, sondern vielmehr in Bilder gefrorene Filme. In der Ausstellungszusammensetzung der Werke spürt man auch den Einfluss ihres Mentors, Hermann Nitsch (bei dem sie zwischen 2003-2005 studierte). Bei der Betrachtung der Bilder ist Hinsehen notwendig, jedoch nicht hinreichend. Möchte man das opernhafte Bühnendrama in sich geschehen lassen, wird empfohlen, ebenso hinzuriechen, hineinzufühlen, hineinzuhören! Von den expressiven Eindrücken angeleitet, selbst in Aktion zu treten.

„Zauberfrau“ von Eva Kaiser, photoby PASHMIN ART

§ 2 AKTION
Hermann Nitsch, Vertreter des Wiener Aktionismus, der konsequenterweise durch seine Aktionen im öffentlichen Raum auch die Gefängniszellen von innen erleben durfte, inszenierte u.a. auch am Burgtheater und an der Wiener Staatsoper und scheut Grenzübertritte nicht. Diese Agilität, Energie und Vielschichtigkeit übernimmt und übersetzt Eva Kaiser in ihr Schaffen. Da herrscht unauflösbare Erregung und Energie – wenn sie hinter die Oberflächen schaut. Das Erleiden-Wollen ist Passion und Genuss. Passion als Leidenschaft – aber auch als Kreuzgang oder als Versunken-Sein-im-Musizieren. Die Rückführung in die innewohnende Gottheit, und die Bewusstmachung von Menschsein und Gottsein in einem – werden dargestellt durch: a) die Nacktheit und Verletzlichkeit, b) durch den Flow-Zustand des Musizierens, c) durch die Exzentrizität einer Femme Fatale, d) durch die berauschende Intimität zwischen zwei sich Liebenden und e) vor allem durch die beinahe masochistisch anmutende Selbstopferung des Ichs, bei der Kreuzigung des Heilands, der exemplarisch für alle in die Ewigkeit auferweckt wurde. In allen Darstellungen finden Formen der Entrückung statt. Von weltlichen Szenen bis zu den ikonographischen Bezügen in der Christus am Kreuz Interpretation von Eva Kaiser, jedoch ohne zu kopieren, sondern ikonographische Konventionen in Farbe, Form und Perspektive aufgreifend weiterzuführen. Unerträglich. Fatal. Unerhört. In die Ewigkeit weisend. Und wenn man schon, trotz Abstraktion, Menschen in ihrer äusseren Objekthaftigkeit als Menschen erkennt, richten diese stets ihre Blicke von uns weg, meist nach unten. Sie laden uns durch ihr Tun und Sein ein, mit nach innen zu reisen. Sind da Barrieren, wie etwa Scham oder lauern da Gefühle des Überwältigt-Werdens, sobald wir uns trauen, nackt vor uns selbst, als Teil des eigenen Dramas, dazustehen und uns darin wahrzunehmen? Numinose, ja, heiligende Momente liegen in der “Erlösung der Empathie”. Erlösung findend in der Em-pathie – des Durch-Sich-Selbst-Hindurch-Leidens – wider der eigenen Feindseligkeiten und Gehässigkeiten sich selbst gegenüber, kulminierend dargestellt vor allem am Beispiel des Jesus von Nazareth, aber auch von exzentrischen und kreativen Femme Fatales oder Musikern – und die beschämende Frage: wo ist mein Menschsein und mein Gottsein. Wo ist es bei ihr, bei ihm, bei dem, bei der, bei mir? Mache ich mich nackt? Mach ich mich verletzlich? Entrücke ich mich und ver-rücke ich mich? Dazu und deswegen muss ich meine verschlossenen Augen und meinen Blick nach unten in das Innen wenden – da das Sehen nach Innen es mir leichter macht, die Antwort zu finden. Doch brauche ich Beispiele, die mich anregen, reagieren und in Aktion treten lassen, diese unerhörte, mich als ganzer Mensch angehende Reise anzutreten. So wie die Künstlerin durch Jesus bis hin zur Femme Fatale angeregt wurde – gibt sie diese Impulse auf ihre eigene Art, sich auszudrücken, an uns weiter. Vielen Dank an Eva Kaiser für die Mal-Aktionen, die Hinweise und Anstösse für uns!

„Die Erfüllung“ von Eva Kaiser, photoby PASHMIN ART

§ 3 EPILOG
Wir freuen uns auf die Ausstellung, Eure Teilnahme und auf das Interview mit der Künstlerin – die möglicherweise den Kopf schütteln wird – oder auch nicht – wenn sie diese Gedanken und Ausführungen lesen sollte. Seien wir gespannt auf ihre Reaktion und auf Eure Reaktionen auf die Kunstwerke und vielleicht auf diese Gedankengänge. Wollt Ihr mit uns gehen? Wollt Ihr Euch erinnern wer Ihr wirklich seid? Dann begebt Euch auf die Reise. Eure Reise. Wir sind mutig. Wir sind offen. Wir sind neugierig!

Doch ACHTUNG! Es wird dramatisch.

„Nur eine Frage“ Serie Ed III 2018 Mischtechnik auf Leinwand von Eva Kaiser, photo by PASHMIN ART

§ 4 DATEN
Ausstellung “Erlösung der Empathie”
Künstlerin: Eva Kaiser (Österreich)
Wann: ab Sonntag, den 23.02.-14.04.20
Vernissage: Sonntag, den 23.02.2020, um 15.00Uhr
WO: PASHMIN ART GALLERY
Gotenstrasse 21
20097 Hamburg
(Eingang Wandalenweg)
WIEVIEL: Eintritt frei
Weitere Informationen unter: https://pashminart-gallery.com/
Kontakt: +49 (0) 40 / 69 21 98 99

Eva Kaiser (Salzburg)

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