Die Lange Nacht der Münchner Museen

20 Jahre Museumsnacht in München – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Es ist die einzigartige Vielfalt zur außergewöhnlichen Stunde, die das Publikum jedes Jahr aufs Neue begeistert: Über 90 Museen, Sammlungen, Galerien, Kirchen, architektonische Schmuckstücke und historische Orte laden zum nächtlichen Rundgang durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik.

Zusätzlich zu den Ausstellungen gibt es wieder jede Menge Zusatzprogramme. Damit man gut von Ort zu Ort kommt, sind alle Museen durch extra eingerichtete Shuttlebusse der MVG miteinander vernetzt. Auf sechs verschiedenen Bustouren (Tour Innenstadt, Tour West, Tour Schwabing, Tour Ost, Linie Zentral und Linie Nord) werden die Häuser angefahren. Alle Busse starten am Lange Nacht-Knotenpunkt Odeonsplatz – beginnen kann man am Ort seiner Wahl und nach Belieben umsteigen. Das Lange Nacht-Ticket kostet 15 € und gilt als Eintrittskarte in die beteiligten Häuser, als Fahrkarte für die Shuttlebusse der MVG und als Fahrkarte für den MVV im Gesamttarifgebiet.

Auch in diesem Jahr ist das Programm wieder groß, bunt und attraktiv – so kann man nicht nur eine außergewöhnliche Lange Nacht erleben, sondern sich auch für künftige Museumsbesuche inspirieren lassen: Im Kunstareal locken die großen, weltberühmten Sammlungen wie die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst oder das Lenbachhaus und der Kunstbau, wo man das diesjährige Plakatmotiv in einer exklusiven Preview sehen kann.

So funktioniert’s: Das Konzept inige rogrammighlights Kunstareal münchner kultur GmbH der „Barbershopchor Herrenbesuch“, während es im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke eine Theaterpremiere und Gipse zum selber machen gibt. Aber auch kleinere Häuser wie die Mineralogische Staatssammlung oder das Paläontologische und Geologische Museum sind mit dabei und haben sich für die Nachtschwärmer in Schale geworfen. Kurze Wege, unterschiedliche Museen und viel Programm locken auch in der Altstadt. Im Münchner Stadtmuseum gibt es neben den Ausstellungen und vielen Rundgängen ein Figurentheater sowie im Außenbereich eine Klang-Bild-Installation zu sehen.

Zum Verschnaufen lädt der stimmungsvolle Innenhof ein, ebenso wie gegenüber das Jüdische Museum München: hier wird das Foyer mit einer experimentellen Soundinstallation live bespielt. Wenig Platz, dafür viel Raum für Humor, Flair und Münchner Geschichten sind im Valentin-Karlstadt-Musäum und im Bier- und Oktoberfestmuseum garantiert. Ein großes Lange Nacht-Highlight ist wie immer das Deutsche Museum. Es hält ein beeindruckendes Angebot parat, das von den „Klassikern“ aus Naturwissenschaft und Technik wie der Starkstromvorführung oder der Taschenlampenführung durchs Bergwerk bis hin zu Musik, Film und Theater reicht. Vor dem Deutschen Museum heißt es wieder „Einsteigen und Geschichte erleben“ mit dem Rollenden Museum, das von der Museumsinsel zum Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe pendelt.

Führungen durch Kunst, Design und Architektur bietet das Museum Villa Stuck in den Historischen Räumen sowie den Sonderausstellungen „Ist das Mode oder kann das weg!? 40 Jahre Vogue Deutschland“, und „Fieberhalle“. Das Haus der Kunst lädt ebenfalls zu Themenführungen durch die beiden Ausstellungen, das Bayerische Nationalmuseum widmet sich der Kulturgeschichte des Hundes und das Museum Fünf Kontinente spannt den Bogen einmal um die Welt mit einem Schwerpunktabend zum Thema Japan. Das Museum Mensch und Natur lädt zum Rundgang durch die Geschichte des Lebens und der Botanische Garten zeigt im illuminierten Gewächshaus seine Pracht.

Von hier aus kann man weiter erstaunliche Geschichten entdecken: ein Sondershuttle pendelt zum Werksmuseum der MTU Aero Engines, wo Experten durch die Geschichte der Luftfahrtantriebe führen, zum Ausstellungshaus der BMW Group Classic, wo es Einblicke in die sonst nicht zugängliche Fahrzeugsammlung gibt und zur FC Bayern Erlebniswelt.

Zahlreiche künstlerische Sonderaktionen sind ebenfalls geboten – an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlicher Weise: In den drei Kirchen St. Ludwig, St. Maximilian und Heilig Geist erlebt man zum Beispiel drei große Engelsprojekte von renommierten Licht- und Medienkünstlern. Auf dem Wittelsbacherplatz können sich die Besucher auf die Projektion EASTERN MUNICH freuen, und in der Ehemaligen Karmeliterkirche wurde eine einmalige Labyrinth-Installation zusammengestellt, die mit kurzen Impulsen, Musik und Möglichkeiten der Rast begleitet wird.

Viele kleinere Museen, Galerien und Einrichtungen warten darauf, entdeckt zu werden: Wie wäre es mit einem Besuch des MUCA – Museum of Urban and Contemporary Art, des Bayerischen Wirtschaftsarchivs in den neuen Räumen der IHK oder der Galerie Handwerk? Auch die Xylothek – Holzforschung der TUM verspricht neue Einblicke und Erkenntnisse, ebenso wie die „Bilder aus der Wissenschaft“ in der Max-PlanckGesellschaft oder bei den beiden „Neuzugängen“: TimeRide entführt mittels neuester Virtual-Reality-Technologie auf eine Zeitreise durch Bayern und das ElektronenröhrenMuseum zeigt nicht nur seine Sammlung, sondern auch Live-Vorführungen.

Damit auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt, können Kinder bereits am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr in die Münchner Museumslandschaft eintauchen. Zahlreiche Museen, Kunsteinrichtungen und das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) bieten eine große Bandbreite an Führungen und Mitmachangeboten – ebenfalls quer durch alle Epochen und Kunstrichtungen

 

 

 

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