Deutscher Radiopreis 2018

Am Donnerstag den 6. September wurde der Deutsche Radiopreis erneut in Hamburg verliehen. Dies hatten die Stifter und Kooperationspartner bereits im Vorfeld des Wettbewerbs entschieden. Die festliche Gala fand in diesem Jahr wieder mitten im Hamburger Hafen – im Schuppen 52 – statt.
Lenny Krewitz eröffnete die Show. Er sang „Low“ und legte mit seinem Aufritt die Latte schon gleich zu Beginn der Show ganz schön hoch. Eigentlich gerade in den USA auf Tournee, ist er für einen Abend und eigens diesen Anlass in die Hansestadt gekommen – lässig mit Schlaghose, Sonnenbrille und insgesamt drei Songs im Gepäck.

Deutscher Radiopreis/Philipp Szyza

Bekannte und hochkarätige Laudatoren
Da waren etwa hochkarätige – und attraktive – Laudatoren wie Schauspieler und Hörbuchsprecher Heikko Deutschmann und Moderator Ingo Zamperoni. Die beiden Sänger Max Giesinger und Johannes Strate waren sowohl als Laudatoren als auch als Musikact anwesend. Ebenfalls Radiopreise überreichten Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai und die Beachvolleyballerin Laura Ludwig – deren eingeplante Mit-Laudatorin Kira Walkenhorst kurzfristig erkrankte. Preise überreichten auch Verlegerin Julia Becker, Moderatorin Mareile Höppner, Comedian Matze Knop und Schauspielerin Esther Schweins.

Auch als Laudator zu Gast an diesem Abend: der studierte Philosoph und ehemalige Politiker Norbert Blüm. Der ist auch als Gesellschaftskritiker bekannt und nimmt diese Rolle in Hamburg wahr: Er hält eine kurze, emotionale Rede über ein Thema, das ihn – und sicher nicht nur ihn – derzeit besonders bewegt: den Nationalismus. Er habe gedacht, das sei überstanden, so Blüm, doch nun breche der Nationalismus wie eine Seuche wieder über die Welt herein. „Habt ihr nichts gelernt?“ Für seine mahnenden Worte bekommt er großen Applaus. Dann überreicht er den Preis in der Kategorie Bestes Nachrichten- und Informationsformat.
Der Deutsche Radiopreis wurde 2018 in insgesamt elf Kategorien verliehen – für die Gewinnerinnen und Gewinner natürlich der emotionalste Moment des Abends: Kristin Hunfeld von Bremen, als klar ist: Sie erhält den Preis für das beste Interview. Auch Karen Schmied und Momo Faltlhauser von Fritz vom rbb hatten Tränchen in den Augen, als sie den Preis für die beste Programmaktion erhielten. Mit leicht zittriger Stimme hielt Kaya Laß von Antenne Niedersachsen, die in diesem Jahr als beste Moderatorin ausgezeichnet wurde, ihre Rede.

Max Giesinger
Deutscher Radiopreis/Philipp Szyza

Bester Moderator war für die Jury Philipp Schmid von NDR Kultur, die beste Morgensendung kam von Simone Panteleit und Ron Perduss vom Berliner Rundfunk 91.4, die beste Reportage hatten Benedikt Strunz und Philipp Eckstein von NDR Info abgeliefert – Thema „Paradise Papers“ und der Preis für die beste Programmaktion war „Fritz Abbechern – Kampf den Pappbechern“, bei der Karen Schmied und Momo Faltlhauser ihre Hörer dazu bewegten in nur fünf Wochen auf über eine Million Coffee-to-go-Pappbecher zu verzichten.
Wiedereinmal sind die besten Radiomacher Deutschlands ausgezeichnet worden. Musikalisch waren auch Lenny Kravitz, Dua Lipa sowie Glasperlenspiel, Revolverheld, Max Giesinger und Namika dabei. Barbara Schöneberger moderierte die Show. 69 Radiosender übertrugen die Gala.Hörer und Zuschauer konnten die Verleihung des Deutschen Radiopreises am 6. September im Radio und im Livestream erleben.

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