Der Gegenwartskünstler Jordan Wolfson im Schinkel Pavillon

Der bekannte US-amerikanische Künstler Jordan Wolfson, beehrt Berlin mit seiner virtuellen Gegenwartskunst und ist vom 10. Februar bis 01. April im Schinkel Pavillon zu bestaunen.

Wolfson ist inzwischen national und international für seine prägenden Videoarbeiten bekannt.Seine Ausstellung im Berliner Schinkel Pavillon Berlin wird Riverboat Song heißen und findet seinen Platz in der Gegenwartsvirtualität. Ein Künstler der nicht die aktuellen Themen aufgreift, um diese mit seiner Kunst zu abzuwandeln.Jordan versteht sich darin was die Aufgabe von Kunst sein sollte.Kunst soll die Welt als veränderungsfähig darstellen und zu ihrer Veränderung beitragen.

Der Schinkel Pavillon zeigt mit Jordan Wolfsons Arbeit Riverboat Song einen surreal-narzisstischer Albtraum, der aus den Banalitäten und den Schrecken der Gegenwart und ihrer virtuellen Extension entsteht.Der Künstler verbindet Animation und Footage, Popsoundtracks und Stimmen-Überlagerungen zu einem Video. In dessen Mitte steht ein wiederkehrender Charakter: eine Comicfigur mit Zügen von Huckleberry Finn oder MAD-Coverboy Alfred E. Neuman. Die aus einer 16-teiligen Video-Wand bestehende Arbeit verbindet gängige Elemente aus dem Internet wie Avatare, Memes, Clips und Mash-ups zu einem dunklen manipulativen Psychodrama, in dem die Grenze zwischen Fröhlichkeit und Perversion aufgehoben ist.

Die in Riverboat Song als kurzer YouTube-Clip eingespielte Sequenz eines Mannes, der immer wieder auf einen anderen (schwarzen Mann) einschlägt, bildet den Ausgangspunkt für Wolfsons kontrovers diskutiertes Werk Real Violence. Ausgestellt in der Schinkel Klause wird es zum ersten Mal in Deutschlands präsentiert. In der als virtuelle Realität konzipierten Arbeit wird die mit einem iPhone aufgenommene manische Brutalität der Wirklichkeit zu einer erhöhten, desorientierenden und kontextlosen Erfahrung. Wolfson beutet die Verzerrungen von Cartoon-Charakteren aus, um die Realität menschlicher Taten und Verhaltensweisen darzustellen, ohne sie zu moralisieren oder zu attackieren.

Jordan Wolfson (*1980) lebt und arbeitet in New York. Die Aussagekraft seiner Arbeiten besteht zu gleichen Teilen aus den viszeralen Auswirkungen der komplexen, animierten Repräsentationen – die nahtlos vom Banalen ins Aggressive übergehen und von lebhaften Abbildungen zu erschreckender Realität werden – und seiner beunruhigenden Ablehnung zu Urteilen. Er nutzt Video, Film, Installationen, Performance, Print und Fotografie und bedient sich der Animation, digitalen Reproduktion und elektronisch gesteuerten Skulpturen, um zentrale Ideen rund um greifbare und virtuelle Realitäten darzustellen.

Schinkel Pavillon
Oberwallstraße 1
10117 Berlin

 

 

 

 

 

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