Kunst und Kultur

Die vielseitige Künstlerin Anastasia May

Anastasia May wurde 1985 in der russischen Metropole St.Petersburg geboren. Bereits als Kind hat sie viele spannende Städte und Ortschaften Russlands kennengelernt. Den Atlantischen Ozean, Sibirische Weiten und Fernöstliche Landschaften, die sie als Kind mit ihren Eltern bereist hatte, haben bei ihr einen starken Eindruck hinterlassen. Alte Märchen und Sagen, faszinierende Bräuche und Geschichten der ansässigen Völker haben eine Sehnsucht nach Zauber in Ihrer Seele geweckt. Als Kind war sie fasziniert von den Bilderbüchern und fing bereits mit 6 Jahren an, ihre ersten Illustrationen zu den Märchen zu malen.

Ihre Bilder strahlen in leuchtenden Farben, ihre Figuren scheinen aus anderen Welten zu kommen und die alten Weisheiten der unterschiedlichen Kulturen spiegeln sich in Ihren Bildern wieder. Anastasias Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins spürt man in allen ihren Arbeiten und sie laden die Betrachter ein, in die zauberhafte Welt ihrer Phantasie einzutauchen. Ihre Bilder sind mit Harmonie und Freude erfüllt, sie berühren unsere Herzen auf ganz eigene Weise. Als markanter Punkt in Ihren Arbeiten sind Darstellungen  von Frauen, deren überdimensional gestaltete Kussmünder zu sehen sind.

Anastasia May bringt In ihren Bildern  die pure Lebensfreude zum Ausdruck.

Heute eröffnet die Ausstellung der documenta 14 in Kassel

Heute, am 10. Juni 2017, eröffnet die Ausstellung der documenta 14 in Kassel. An mehr als 30 verschiedenen Orten, öffentlichen Institutionen, Plätzen, Kinos und Universitätsstandorten werden mehr als 160 internationale Künstler_innen ihre für die documenta 14 konzipierten Arbeiten vorstellen. Die Ausstellungsorte sind täglich von 10-20 Uhr geöffnet.

Orientierung auf der documenta 14

Der Künstlerische Leiter Adam Szymczyk schlägt einen Parcours für den Besuch der documenta 14 in Kassel vor. Dieser beginnt am ehemaligen unterirdischen Bahnhof (KulturBahnhof) und erstreckt sich über die Nordstadt über den Friedrichsplatz in Richtung Süden bis zu der Torwache, dem unvollendeten Tor zur Stadt. Den Parcours sowie Informationen zu den Ausstellungsorten finden Sie auf der Webseite der documenta 14. Die Info-Karte mit allen Ausstellungsorten der documenta 14 in Kassel können sie hier herunterladen.

Die beiden Hauptpublikationen der documenta 14 sind das documenta 14: Daybook und Der documenta 14 Reader. Der documenta 14 Reader, eine kritische Anthologie, behandelt Fragen der Ökonomie, der Sprache und der Kolonialität von Macht, während das documenta 14: Daybook den an der documenta 14 beteiligten Künstler_innen gewidmet ist. Ergänzt wird das Daybook durch zwei Broschüren (Map Booklets), jeweils eines für Athen und Kassel, die überall dort erworben werden können, wo die Publikationen erhältlich sind. Die Broschüren können in den Schutzumschlag des Daybook eingelegt werden und vervollständigen damit das Buch. Sie liefern generelle Informationen zu den Ausstellungsorten und eine Liste der ausgestellten Werke.

Weiteres Informationsmaterial über die documenta 14 sowie das tägliche Veranstaltungsprogramm erhalten Sie im Presse- und Informationszentrum am Friedrichsplatz 4 in 34117 Kassel und im Public Paper, der zweiwöchentlichen Zeitung der documenta 14, die in allen Ausstellungsorten kostenfrei ausliegt.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm der documenta 14 finden Sie im Kalender auf der Webseite der documenta 14.

Bücherspenden für The Parthenon of Books

The Parthenon of Books ist ein Kunstwerk im Prozess, das auf der Beteiligung der Öffentlichkeit basiert. Tausende Bücher wurden bereits für die Installation nach Vorbild des Tempels auf der Athener Akropolis gespendet, die derzeit auf dem Kasseler Friedrichsplatz erbaut wird. Auch während der Ausstellung können vor Ort noch Bücher abgegeben werden, um den Parthenon mit einst oder gegenwärtig verbotenen Büchern aus der ganzen Welt zu gestalten.

Wir laden Sie herzlich ein, zu Ihrem Besuch der Ausstellung ein Buch mitzubringen und so selbst ein Teil des Werks zu werden.

Besucher_innenumfrage

Während die documenta 14 in Kassel heute eröffnet wird, ist die Ausstellung seit dem 8. April in Athen zu sehen. In Athen zählt die documenta 14 bereits 244.000 Besuche an den verschiedenen Ausstellungsorten, den Werken im öffentlichen Raum und bei den zahlreichen Veranstaltungen und Performances rund um die Stadt. Die Besuche werden am Eingang von jedem Veranstaltungsort der documenta 14, Werken im öffentlichen Raum sowie Veranstaltungen gezählt.

Die documenta 14 hat während der ersten neun Wochen Besucher_innenbefragungen durchgeführt: 43 Prozent der Ausstellungsbesucher_innen sind griechische Besucher_innen und kommen aus Athen, Thessaloniki, Patras, Volos und anderen Teilen Griechenlands; ein Viertel der Besucher_innen kommen aus Deutschland, die weiteren Besucher_innen kommen aus der ganzen Welt (mehr als 56 verschiedene Länder), um die Ausstellung an den verschiedenen Orten zu besichtigen, an Veranstaltungen teilzunehmen, Konzerte zu hören und die vielen Ebenen des Programms der documenta 14 in Athen zu erleben. Laut Umfrage ist es für viele der griechischen und internationalen Besucher_innen der erste Besuch einer documenta. Die Besucherumfrage wurde von der Universität Kassel in Zusammenarbeit mit der Universität Athen durchgeführt

Hugo Matha, un designer Made in France

Il aime l’artisanat, le sur-mesure et les mélanges singuliers, comme pour ses pochettes en cuir et bois. Retour sur le parcours « fabriqué en France » de ce jeune créateur dont les accessoires se font bien remarquer.

BIO EXPRESS

Né il y a 24 ans dans un village tranquille de l’Aveyron au sein d’une famille de vignerons, Hugo Matha sait très vite ce vers quoi il se destine. « Depuis tout petit, je n’ai eu de cesse de m’exprimer en créant des objets. Aujourd’hui, je suis à une époque de ma vie où mes accessoires sont le vecteur que j’ai trouvé pour cela », explique le designer. Après avoir fait ses classes à l’école Duperré puis auprès d’Olivier Châtenet ­ styliste et spécialiste d’Yves Saint Laurent ­ et de Jean-Charles de Castelbajac, le jeune homme fonde son propre label dans l’esprit de la haute couture et du sur-mesure.

RÉPUTATION

Travailleur et débordant d’une énergie communicative, il s’attire,après seulement deux collections, la bienveillance du concept store Colette et de la presse féminine. Il prépare aussi une collaboration avec le gantier Causse ­ passé sous pavillon Chanel­ pour l’hiver 2015-2016. « Le chemin à parcourir reste long et je m’enthousiasme de tout ce qui reste à venir », confie-t-il.

STYLE

Ses modèles entièrement réalisés à la main et en édition limitée oscillent entre fonctionnalité du sac et beauté de l’objet design, une fois posés dans un coin. Selon lui, « des accessoires où s’expriment avec modernité les gestes propres à la qualité de l’artisanat et à l’intelligence industrielle », car le garçon a l’amour du travail d’atelier et de l’excellence.

INSPIRATIONS

Si les bois et les cuirs nobles ainsi que le plexiglas ont influencé sa collection automne-hiver 2014-2015, pour l’été prochain, il a introduit dans ses variations autour de la pochette des matériaux plus minéraux comme le grès, inspiré par « une femme d’exigence, déterminée et singulière, à l’instar de la danseuse Marie-Agnès Gillot ».

GALERIE KORNFELD presents Stéphane Couturier So Far So Close

“So Far So Close”: the themes of distance and proximity resonate throughout Stéphane Couturier’s current exhibition at Galerie Kornfeld. For the past five years, the French photographer has been travelling to Algiers on a regular basis to photograph the “Climat de France” housing estate. Built in the International Style during the late 1950s by French architect Fernand Pouillon, this monumental building project was designed to give the poorest of the poor a life outside the slums and to reinforce the influence of the French colonial authority over Algeria’s
Muslim population.
Although the housing estate in the Bab-El-Oued district borders directly on the Kasbah of Algiers, it has always been a kind of city within a city. Today about 30.000 people live in the 5.000 apartments built by Pouillon. “Climat de France” is neglected by politicians and avoided by the police, which has led to the emergence of new, locally developed structures and even buildings. At the heart of the estate is a monumental construction, articulated
around a square with 200 pillars. A central space for congregation, communication and commerce, it has also become a hub for the drug trade.
During his first visit to “Climat de France”, Stéphane Couturier instantly realized that his work would have to involve the people, who today inhabit and transform Pouillon’s ideal architectures according to their own needs and desires. Thus his repertoire of themes and motifs expanded: in addition to the large-scale, captivatingly composed, almost painterly photographs of buildings or architectural structures, he created pictures that document the people and their everyday life, capturing them in iconic images. Video portraits, which formally occupy a space
between image and film, and three-dimensional photo installations touch the very limits of the medium of “photography” and extend its spectrum.
These diverse aspects can be found throughout the exhibition, which features large-scale shots, resembling abstract paintings, side by side with smaller works. Colourful pictures, whose lightness and grace are reminiscent of the paintings of Henri Matisse, documentary-like scenes taken from everyday life, portrait shots and video portraits of the inhabitants of Bab-El-Oued and “Climat de France”, and thirty narrow, stele-like photo-objects are combined to create a multidimensional overall installation.
Stéphane Couturier (*1957) is one of the most renowned contemporary French photographers. His works can be found in many important collections throughout the world, such as the Centre Pompidou, the Musée du Petit Palais, the Cabinet des Estampes in the Bibliothèque Nationale de France (all in Paris), the National Gallery in Washington, the Art Institute of Chicago and the LACMA in the USA, the Gemeentemuseum in The Hague, the Weserburg in Bremen, the Museu Nacional da República in Brasilia, as well as in the Israel Museum in Jerusalem.
His works have been exhibited worldwide in solo and group exhibitions, for instance at the Venice Biennale in 2015 

THE GALLERIA GIORGIO FRANCHETTI AT CA’ D’ORO

Exquisite late-Gothic example of a ‘warehouse-residence’, Ca’ d’Oro – built for the rich merchant Marino Contarini between 1422 and about 1440, on the site of a previous Veneto Byzantine house – was bought in 1894 by Baron Giorgio Franchetti (Turin 1865 – Venice 1922), who decided to make it into a museum of his art collections, the result of a collecting passion begun in his youth in Venice, Austria and Germany and intensified from 1890 over the course of a long stay in Florence and numerous travels abroad. Donated to the state in 1916, which undertook to continue the works of furnishing and restoring the building, also buying the adjacent Palazzo Duodo, the gallery was opened to the public in 1927. Alongside the original nucleus, which included important Veneto and Flemish pieces and a considerable number of Renaissance paintings by rare and minor artists from central Italy, mainly Tuscan, works were exhibited from the state deposits, from the Museo Archeologico and the Gallerie dell’Accademia. Enriched by the further addition of sculptures from suppressed churches and demolished monuments, the museum contains – in addition to carpets, tapestries, detached frescoes (including fragments from the Fondaco dei Tedeschi) and wooden furniture of various periods and origins – an important nucleus of Renaissance medals and bronzes (including the big bronzes by Andrea Riccio from the dei Servi church, those by Vittore Camelio, the master of the Barbarigo altar and the very refined Apollo by Jacopo Bonaccolsi called l’Antico from the Pasqualigo collection) and a vast section of ceramics opened in 1992 in the adjacent Palazzo Duodo. The rich numismatic collection is also accessible on request to scholars and specialists, with Venetian coins from all periods, Byzantine and Arab pieces and examples from other European countries. Noteworthy among the most prestigious works in the gallery – which also boasts an interesting section of sixteenth- and seventeenth-century Flemish and Dutch painting with landscapes, genre scenes and still lifes – are the Portrait of Marcello Durazzo by Van Dyck, Venus in the Mirror by Titian, Sleeping Venus by Paris Bordon, two Venetian Views by Francesco Guardi and, again among the paintings from the original bequest, the Saint Sebastian by Andrea Mantegna, the most outstanding masterpiece in the museum, still housed in the evocative marble clad architectural space that Franchetti conceived to isolate the work in a sacred dimension. The visit to the palazzo includes more than just the gallery, as it still retains the structure of a Venetian warehouse-residence. The internal courtyard is particularly interesting with its stunning floor mosaic in antique marble, laid by the baron himself and evoking Cosmati floors and the St Mark’s mosaics, and the original well-head sculpted by Bartolomeo Bon in 1427. The ashes of Baron Giorgio Franchetti, as ideal custodian of the building and its fate, lie in the colonnaded atrium under a porphyry stone.

SerenissimeTrame - CARPETS FROM THE ZALESKI COLLECTION AND RENAISSANCE PAINTINGS

A story of collecting and passion for art

The Galleria Giorgio Franchetti at Ca’ d’Oro, Venice, opens the SERENISSIME TRAME exhibition on Thursday 23 March, curated by Claudia Cremonini, Moshe Tabibnia and Giovanni Valagussa. This is the first museum presentation of the Zaleski collection and features a selection of twenty-six very early carpets from the near East, chosen from an important collection, probably the most complete in the world.

The exhibition in the extraordinary Venetian building, produced by the Polo Museale del Veneto and the Fondazione Tassara of Brescia, is a tribute to the collecting passion of Giorgio Franchetti, founder of the Ca’ d’Oro state museum, who concentrated his youthful interests on carpets and nourished a marked interest in the decorative arts.

In 2014 the Fondazione Tassara received the donation from the Zaleski family of a collection of great scientific value consisting of 1325 antique carpets for the future creation of a specialist museum dedicated to their conservation and presentation to the public and to scholars.

A nucleus of very rare carpets made in the fifteenth and sixteenth centuries has been selected from the Zaleski collection. These are some of the most prized types, which came to Venice along the trade routes from the Orient: extraordinary, highly coloured textiles composed of elaborate weaves with a powerful symbolic charge.

What you will see

A selection of twenty-six very early Oriental carpets selected from a vast and precious collection will be shown for the first time. The exhibition is intended to also highlight the small but precious nucleus of carpets in the Franchetti collection with the permanent inclusion of three of the rarest textile products from his collection in the museum exhibition.

The comparison with some Italian paintings from between the mid-fifteenth century and the mid-sixteenth century, chosen from an area of cultural influence strictly tied to the domains of the Serenissima, allows immediate confirmation of the widespread circulation of these luxury items in the northern area, particularly Lombardy, Veneto and Este.

A unique experience

The exhibition presents very rare carpets matched with precious paintings to recount the passion of two men: Giorgio Franchetti, patron and founder of the Ca’ d’Oro museum in Venice, which he set up at the start of the twentieth century and then donated to the city; and Romain Zaleski, a businessman of French-Polish origin, Italian by adoption, who donated his collection of 1325 carpets, from all over the world and dating from between the fifteenth and twentieth centuries, to the Fondazione Tassara.

Le Festival Burlesque et Cabaret de Rijeka, Croatie

Le Festival Burlesque et Cabaret a présenté fin mai un spectacle formidable, cocktail savoureux mélangeant une pointe de nostalgie, un zeste de sensualité et une touche de frivolité.

Ce spectacle passionnant a montré qu’un spectacle un peu érotique peut être extrêmement polyvalent, s’il est inspiré par un certain esthétisme de bon goût, associant des artistes complets à la pointe de leur art, chant, danse et bien sûr musique.

Les artistes se dévêtaient, bien sûr, préservant une certaine pudeur, tout en aguichant les spectateurs. Le simple fait de simplement enlever leurs gants donnait à ces délicieuses créatures des airs provocateurs et érotiques raffinés. Cette représentation de très haut niveau a montré une fois de plus la qualité des shows  du Festival Burlesque et Cabaret de Rijeka, mélange de chansons et de danses. L’idée de présenter des spectacles pendant trois jours a été finalement un bon choix. La Responsable du festival, Celeste Moriae, a démontré ainsi tout son talent et son savoir-faire.

Ce mélange haut en couleurs, marqué par la bonne humeur pendant les trois jours que dure le Festival Burlesque et Cabaret de Rijeka, furent une parenthèse heureuse pour tous les participants. Notons qu’ils sont chaque année plus nombreux à venir profiter d’un si agréable moment de détente, de bonheur et de paix en Croatie au bord de la Mer Adriatique.

 

Jochen Hein auf der VOLTA 13 Basel

Der Galeriekünstlers Jochen Hein (*1960 in Husum, DE ) wird  in diesem Jahr sein Messedebüt auf der Volta Basel 2017 geben. Auf dem Stand C24 wird er dem Basler Kunstpublikum eine Auswahl von  seinen Arbeiten aus verschiedenen Werkserien präsentieren.

Seit 2015 wird Jochen Hein von der Galerie Thomas Fuchs vertreten. Bereits seine erste Einzelausstellung in der Galerie, die sich auf Seestücke konzentrierte, war ein großer Erfolg. Die Sammler fühlten sich nicht nur von den Motiven und der Malweise angezogen, sondern waren auch von der illusionistischen Wirkung und gleichzeitig abstrakten Erscheinung seiner Bilder fasziniert. In den darauffolgenden Jahren war Jochen Hein sowohl auf nationalen Messen (Art Karlsruhe, POSITIONS Berlin) als auch auf internationalen Messen (art UNTITLED Miami Beach, VOLTA NY) sehr erfolgreich vertreten. Museumsausstellungen in Hamburg (Hamburg ins Gesicht geschaut, Museum Hamburg) Neunkirchen (Open Spaces – Landschaften, Städtische Galerie Neunkirchen) und Göppingen (Pieces of Water, Kunstverein Göppingen) folgten. Zuletzt hatte Jochen Hein zwei Einzelausstellungen (Über die Tiefe) im Museum Kunst der Westküste, Alkersum / Föhr, und in der Städtischen Galerie Neunkirchen. Zu diesen erschien eine Publikation im Boyens Verlag mit Texten von Dr. Ulrike Wolff-Thomsen und Nicole Nix-Hauck M. A.

Jochen Hein wurde “als Maler” geboren, wie er in einem Interview äußerte. Er malt, was ihn schon “als jungen Menschen in Erstaunen versetzt hat” und für ihn von “tieferer Bedeutung” erschien. Seine Motive scheinen dem Betrachter vertraut: das Meer, Parklandschaften, Grasstücke und Menschen. Das Meer gehört dabei zu seinen bevorzugten Sujets, nicht etwa weil er dessen Anblick liebt oder er sich diesem nahe fühlt, vielmehr weil es ihm “Angst” macht, ihm “als das große Fremde Ehrfurcht” einflößt.

Jochen Hein interessiert sich für das “Sichtbare in der Welt”, insbesondere für die “Wahrnehmung von Oberflächen” und “wie sie sich durch das Licht wandeln”. Um diese besondere Wirkung in seinen Bildern darzustellen, hat der Maler eigene Techniken entwickelt: den aufwändig vorbereiteten Maluntergrund, den “Körper”, übergießt er mit “Farbhäuten”. An einigen Stellen schleift er die Farbe wieder ab — mit dem Spachtel, den Händen oder anderen Hilfsmitteln — während er an anderen Stellen gegebenenfalls wieder Farbe aufträgt. Die gleißenden Lichtreflexe in seinen Meerbildern entstehen unter anderem mittels schwungvoll ausgeführten Armbewegungen: mit einem Pinsel in der Hand schleudert der Künstler weiße Farbe auf die vor ihm am Boden liegende Leinwand. Die genaue Platzierung dieser “Lichtpunkte” ist folglich zufällig. Hein bezeichnet seine Malerei als “eine Mischung aus Zufall und Notwendigkeit”, als ein “Sehen und Handeln” und zieht Parallelen zu den Prozessen in der Evolution. Diese von ihm entwickelte Arbeitsweise diene, so der Künstler, der “Selbstüberlistung” und erzeuge die gewünschte “Lebendigkeit”, welche die Arbeit erst zu “seiner Malerei mache”. Außerdem sei es die “natürlichste Art, die Komplexität der Natur einzufangen”. Erst wenn Hein nicht mehr weiß, wie er “etwas hinbekommen” hat, ist er zufrieden. Bei jedem Bild entwickelt er seine Technik weiter, dabei sind ihm “Unfälle die wertvollsten Mutationen”, um zu neuen Möglichkeiten der Malerei zu gelangen.

Jochen Hein führt den Betrachter mit seiner Malerei gewissermaßen hinters Licht, indem er ihm scheinbare Wirklichkeitsausschnitte, tatsächlich aber “informelle Bruchstücke” zeigt. Aus der Ferne hat der Betrachter den Eindruck, er befinde sich mitten auf dem offenen Ozean und sei diesem schutzlos ausgeliefert. Tritt dieser, angezogen von der detailliert wirkenden Malweise, näher an die Leinwand heran, stellt er allerdings irritiert fest, dass es sich um eine abstrakte Oberfläche, bestehend aus Farbspritzern und Farbflächen, “um sinnlose Informationen” handelt. Jene Täuschung des Betrachters, jene “Spannung zwischen Erwartung und Wirklichkeit”, die aus der “Spannung zwischen der Raumwirkung der Bilder aus der Ferne” und ihrer “banalen materiellen Beschaffenheit” aus der Nähe entsteht, ist es, die den Künstler reizt. Jochen Hein zufolge erlaube die menschliche Wahrnehmung und dessen Erkenntnisfähigkeit nur eine “ganz oberflächliche Ahnung” von der Welt. Der Mensch sei “zu einer Tunnelwahrnehmung verdonnert”. Und diese nur “oberflächliche Ahnung” des Betrachters von der Welt nutzt der Künstler für sich und zeigt in seinen Bildern, dass der “Mensch gerade nicht erkennt, was er sieht: Selbst die Illusion ist eine Illusion”.

Das Besondere an der Malerei von Jochen Hein ist, dass seine Abbilder von der Natur dem Betrachter vielleicht deshalb so real erscheinen, weil sie gerade nicht hyperrealistisch gemalt sind, sondern aus abstrakten Oberflächen bestehen. Seine Bilder setzen sich im Auge des Betrachters zusammen und lösen sich wieder auf, “so wie in dem Moment, in dem wir meinen, uns ein Bild von der Welt gemacht zu haben, sich bei näherer Betrachtung immer nur neue Unklarheiten und Fragen auftun”.

Die documenta 14

Die documenta 14 ist die 14. Ausgabe der documenta, einer der weltweit bedeutendsten Reihen von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Die documenta 14 findet in Kassel vom 10. Juni bis zum 17. September 2017 sowie in Athen als zweitem, konzeptuell gleichberechtigtem Standort vom 8. April bis zum 16. Juli 2017 statt. Künstler sollen mit und an beiden Orten arbeiten.

Die wichtigsten Kunstwerke, praktische Informationen und Empfehlungen der art-Redaktion zur Documenta in Kassel und Athen. Außerdem: aktuelle Berichte, Interviews, Bilder und Künstlerporträts zur weltweit bedeutendsten Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst. Die von Adam Szymzcyk geleitete Documenta 14 findet 2017 zeitgleich in Kassel (10. Juni bis 17. September) und Athen (8. April bis 16. Juli) statt. Feste Orte in Kassel sind das Fridericianum oder die Documenta-Halle, die alle fünf Jahre für je 100 Tage bespielt werden.

RENCONTRES INTERNATIONALES PARIS/BERLIN

Major event dedicated to contemporary audiovisual creation, and after Paris in March at Gaîté Lyrique, the Rencontres Internationales will be held in Berlin from June 13 to 18, 2017, at Haus der Kulturen der Welt. Throughout 6 days of free access, a space for discovery and sharing focused on moving image contemporary practices will be available to all.

Crossing new cinema and contemporary art, this unique platform in Europe provides a rare opening on contemporary audiovisual practices. Documentary approaches, experimental fictions, videos, hybrid forms: the programme of Les Rencontres Internationales is the result of a thorough research and of invitations to some artists, personalities from cinema and the contemporary art fields.

In the presence of artists and filmmakers from all over the world, you will attend screenings – premieres, cartes blanches, special events, video focus -, performances and a forum where experiences and views on new audiovisual practices will be shared.

Contemporary visual culture holds the convergence between the aesthetic, social and political issues and adapts to the continuing development of production and dissemination technologies. Rencontres Internationales Paris/Berlin offers a future-oriented way of observing these practices.

Khôra

Geheimnisvoll liegt der Ort allen Werdens. Ungreifbar birgt er jenen Urzustand, in dem alles Kommende bereits als Idee angelegt, das sich Manifestierende indes noch unsichtbar, kaum erahnbar ist. Platon reflektierte über diesen ideellen Raum, als er über die Entstehung des Kosmos nachdachte. Den Ort, dem schließlich die Elemente – Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther – entspringen, nannte er Khôra. In der Khôra sind sie anfänglich als Spuren enthalten, in einem ursprünglichen Chaos, das sich erst nach und nach zu ordnen beginnt. Der Prozess der Schöpfung hat eingesetzt. Nadine Linnings neues Stück ist eine Reise an jenen Ursprungsort. Die Reise zum Ausgangspunkt der Schöpfung wird dabei auch zu einer Reise zum Urzustand der eigenen künstlerischen Kreation – ein Forschen in einem Zustand kreativen Potenzials, das nach Entfaltung und Offenbarwerdung strebt. Im Anfang ist die Inspiration – eine schöpferische Energie, die nach kreativer Entladung sucht. Die Entstehung von Linnings Stücken besteht niemals im Füllen einer tradierten Form, weniger noch in einer Neuinterpretation bestehenden Materials. Es sind immer Neuschöpfungen, Gesamtkunstwerke, die in einer intensiven intuitiven Reise durch ein Material und im befruchtenden Dialog mit weltweit wirkenden Künstlern verschiedenster Disziplinen zum Leben erwachen. Dabei verbleiben sie in einem Zustand beständigen Wandels, sie bleiben in Resonanz mit der Zeit, an der sie partizipieren und dem Publikum, für das sie geschaffen wurden, lebendig
Dieser künstlerische Zustand der Khôra und deren Entfaltung ist 5 ein schützenswertes Reservoir, naturgemäß bedroht von organisatorischen Zwängen und Produktionsmaschinerien. Mit Khôra wagt Nadine Linning beides – die Thematisierung eines intuitivorganischen Schöpfungsprozesses und die Umsetzung desselben in der praktischen Entwicklung des Stückes selbst – Khôra als ein metafiktionales Werk, das seine eigene Entstehung künstlerisch reflektiert.
Zu den stark assoziativen Klängen der Musik Michiel Jansens diffundieren Tänzer durch den scheinbar liquiden Bühnenraum, tauchen auf, verbinden sich spielend mit dem Bühnenbild und verschwinden wieder wie von Zauberhand. Hypnotisierende Projektionen des Designers Bart Hess ziehen den Zuschauer unweigerlich tief hinein in das Geschehen. Leuchtend rote Kostüme kreieren ihren eigenen Sound, enthüllen sich als essbar. Gemeinsam mit dem Tänzer schmeckt das Publikum ungewöhnlich-fremdartige Kostproben und inkorporiert damit gleichsam die gegenwärtige Szene. Auf etwas Geheimnisvolles, schwer Eruierbares referierende Düfte eröffnen einen dreidimensionalen Raum um den Zuschauer, der sich damit ins unmittelbare Zentrum des Aufführungsgeschehens versetzt sieht. Göttern gleich erscheinen die hängenden Tänzer, den eigens für das Stück komponierten Sekt Ambrosia-gleich dem Zuschauer reichend, der eingeladen ist, die magische Schwelle zur Bühne und damit die Grenze zwischen Künstler und Publikum endgültig zu überschreiten. Mit Khôra entwickelt Nadine Linning ihre Vision einer interaktiven Performance, die den Zuschauer mit allen Sinnen einnimmt, einen großen Schritt weiter. Das narrative Erzählen endgültig verlassend, wendet sich Linning verstärkt einer Darstellungsweise zu, die unmittelbar sinnlich erfahren und zutiefst intuitiv erfasst werden will. Das Verstehen, die Katharsis erfolgen auf eine emotionale, assoziative Weise so der Zuschauer offen dafür ist, sich in diese Erfahrung hineinzugeben und dieser Rezeptionsweise zu vertrauen. Khôra setzt damit einen Kontrapunkt zu einer stark auf rationale Erkenntnis ausgerichteten gesellschaftlichen Entwicklung. Indem es die sinnliche Wahrnehmung und intuitive, archaische Erkenntnismuster anspricht, ruft es Erinnerungen an ursprüngliche, zutiefst menschliche Fähigkeiten wach, die es wert sind, nicht einer Stigmatisierung als wertlos und überwindbar preisgegeben zu werden.
Mit Khôra fügt Nadine Linning Ihrem Oeuvre ein weiteres interdisziplinäres Kunstwerk hinzu, das dem Dialog mit den verschiedenen involvierten Künstlern eine neue Intensität und Gewichtung verleiht. Angestoßen von einem Initiationsimpuls durchläuft der künstlerische Prozess eine Reise, deren Verlauf die beteiligten Weggefährten maßgeblich mitlenken. Dabei wächst ihre Funktion weit über die eines bloßen Auftragskünstlers hinaus. Grundvoraussetzung ist immer ein tiefes Empathievermögen, sich in die Vision Nadine Linnings hineinzuversetzen sowie die Neugier und der Mut, Unbekanntes zu entdecken und unkonventionelle Wege zu beschreiten. Alle beteiligten Künstler eint überdies eins die Fähigkeit, sich in das Ungewisse, noch nicht Sichtbare – eben jenen Zustand der Khôra – hineingeben zu können, in dem tiefen Vertrauen, dass am Ende dieser Reise eine neue ästhetische Welt zum Leben erweckt sein wird. Im Prozess von Khôra war es der Food Designer Remco Vellinga, mit dem zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Stückes die Idee entstand, den im Theater für gewöhnlich angesprochenen Sinne des Sehens und Hörens, die des Riechens und Schmeckens hinzuzufügen, um dem Zuschauer eine ganzheitliche Illusion ermöglichen zu können. Inspiriert von der Idee Hippokrates’, die fünf Sinne den fünf Elementen zuzuordnen, führte die Forschungsreise zur Naturphilosophie Platons und der darin enthaltenen Idee von der Entstehung der Elemente. Der Bühnenort Khôra war geboren.
Sho Takayama Photo by Annemone Taake

Yves Marcellin, Artiste-Photographe

Yves Marcellin, Artiste-Photographe, est tour à tour, portraitiste et plasticien. Il ne refuse aucune expression figurative ou abstraite dans l’univers photographique ou digital. C’est dans la diversité des approches qu’il entend développer sa démarche créative.

“ J’utilise Photoshop en tant qu’espace de création numérique comme un peintre utilise sa palette pour le choix de ses couleurs et de sa matière“ explique Yves Marcellin.
Pour lui, la création artistique suppose des manipulations, une recherche, des tâtonnements. Saisir le réel sur le vif l’intéresse modérément.
Sensualité et réflexion sur les méandres de l’âme sont au cœur des tableaux photographiques d’Yves Marcellin. Dans ses portraits, il a la volonté d’accentuer les émotions, les comportements, les expressions, les attitudes, les postures ou les cicatrices de ses modèles.
Pour cette nouvelle série FIGURES LIBRES, il a demandé à “ Princesse Zamzam“ de poser pour lui. Un modèle improvisé dont il a su capter l’âme et auquel il a conféré un statut d’icône. Cette relation de confiance et de connexion artistique entre le photographe et son modèle se lit dans chacune des œuvres exposées.
Selon l’artiste, le portrait est le résultat d’un travail et d’une combinaison. Le photographe, de manière invariable, modifie le rendu premier de l’image, il bricole, charge de traits, il déforme en multipliant les entrées sensibles.
Ici, il s’attache à retracer un univers protéiforme en intégrant à la représentation de ce corps nu des images tirées de notre environnement immédiat, qu’il soit minéral ou architectural.
Ici, la photographie n’a pas pour mission de « décrire » mais de susciter une émotion en faisant cohabiter plusieurs réalités.
Ici, Yves Marcellin propose une exploration des émotions, des gestuelles et des expressions qui traduisent la personnalité singulière de chaque être humain.

À propos de l’artiste
Yves Marcellin vit et travaille à Ramatuelle. Après avoir été photographe illustrateur pendant 20 ans, il se consacre aujourd’hui à la photographie créative, qu’il aborde comme un art philosophique faisant partie intégrante de sa vie.
Depuis, le travail d’Yves Marcellin a fait l’objet de plusieurs expositions. Plus récemment, il a exposé au Salon international d’Art contemporain de Nice en 2014 et sur les cimaises de l’Atelier des Fées (Ramatuelle) et de la galerie Corrado Bortone (Paris) en 2015. La même année, une exposition monographique lui est consacrée à la Galerie Arles pour les Rencontres de la Photographie d’Arles. En 2016, il est mis à l’honneur à l’Espace culturel du Lavandou.
En 2017, il signe sa deuxième exposition à la galerie Corrado Bortone avec sa série « Figures libres ».
www.yvesmarcellin.com

Dritte Einzelausstellung der Künstlerin Edith Suchodrew in Wien

Mit Ihrer Ausstellung in der bekannten Wiener Galerie Contemplor zeigt die Künstlerin Malereien, Radierungen, Fotografien und Computergrafische Malerei. Im Rahmen der Ausstellung zeigt Sie ihre Werke „Man staunt nach oben in den Himmel, wo Myriaden von Sternen so nur wimmeln …“

Edith Suchodrew geboren 1953 in Eupatoria (ehem. UdSSR). 1971 Absolvierung Janis Rozentals Kunstschule an der Kunstakademie in Riga (Lettland). 1981 in Riga an der Kunstakademie das Abschlußdiplom erworben im Fach Grafik, „Diplom Freie Bildende Kunst“. Mitglied des International Association of Art (IAA) at UNESCO. Mitglied des Art Addiction Medial Art Association (AAMAA). Mitglied des Künstlerverbandes der UdSSR und Lettlands. Seit 1991 Wohnsitz in der BRD / Aachen. Seit 1974 Beteiligung an mehr als 440 Ausstellungen und auch an 90 Einzelausstellungen weltweit. Zahlreiche internationale Auszeichnungen und Preise ( bis dato 36). Kunstwerke bereichern Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt. Buchgestaltung mit Illustrationen (45 Bücher ). Seit dem Tod ihrer Mutter, Doris Suchodrew (17. Mai 2000 in Aachen), rezitiert die Künstlerin Edith Suchodrew ihre Gedichte.

Einzel- und Gruppenausstellungen: in Lettland, in der ( ehemalige ) UdSSR, in Litauen, in Belgien, in Dänemark, in Bulgarien, in der CSFR, in Deutschland, in Spanien, in Großbritannien, in Holland, in Österreich, in Frankreich, in Finnland, in Argentinien in Italien, in der Schweiz, in Polen, in Korea, in Schweden, in Panama, in China, in Vereinigten Arabische Emirate, in Kanada, in Türkei, in den USA.

Galerie Contemplor, Palais Esterházy, Wallnerstraße 4, 2. Hof , 1010 Wien, Österreich
Tel.: ++43(0) 664 32 0 34 36 , office@konet.at, http://contemplor.at
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 13.00 – 18.00; Sa. 12.00 – 17.00 Uhr.

Internet : www.edithsuchodrew.de

Einzelausstellungen in der Galerie Hexagone

„EDITH SUCHODREW. „„Ich sah heute Nacht einen hellen Stern, Der war mir so nah und doch so fern …“ / Computergrafische Malerei und Fotografie.“
Edith Suchodrew ist seit 2007 in der Galerie Hexagone präsent. Ihre dritte Einzelausstellung in dieser Galerie in Aachen kann man dieses Jahr im Herbst besichtigen. Ausstellung „Ich sah heute Nacht einen hellen Stern, Der war mir so nah und doch so fern …“ / 31. August – 27. September 2017 /. Computergrafische Malerei und Fotografie. Vernissage Freitag, d. 1. September 2017 um 19.00 Uhr. Lyrik von Doris Suchodrew rezitiert: Edith Suchodrew, Diplom Freie Bildende Kunst.

„Ich sah heute Nacht einen hellen Stern, / Der war mir so nah und doch so fern … / Er lachte mich an, er winkte mir zu, / Und all´ meine Sorgen verschwanden im Nu. …“ Diese Verse unvergessener Mutter von Edith, Doris Suchodrew aus dem Gedicht „Ich sah heute Nacht …“ aus dem Buch „Metamorphosen der Seele“ sind auch Leitgedanken neuer Ausstellung von Edith Suchodrew, die am 1. September 2017 in Aachen in der Galerie Hexagone eröffnet wird. Bei der Vernissage wird die Künstlerin Edith Suchodrew bei einem kleinen Konzert Gedichte Ihrer lieber Mutter Doris Suchodrew rezitieren. Besondere Gast aus Russland: Uriel Granat, Kantor und Opernsänger. Ausstellungdauer bis zum 27. September 2017.

Über Edith Suchodrew:

„… In dem Gedicht „Für mich – Credo“ von Edith Suchodrew Mutter Doris, mit der sie eine sehr innige Beziehung verbindet, und deren Gedichte sie gerne rezitiert, heißt es: „Der Geist muss sieden, brodeln, kochen“. Das tut er gewaltig in den Arbeiten von Edith Suchodrew. … … Diese Offenheit für die Zukunft begründet wohl auch das grundlegende Thema all dieser Arbeiten: Das Unterwegs sein in der Welt. …“ … Dr. Dirk Tölke. Rede zur Ausstellungseröffnung von Edith Suchodrew am 26. Juni 2015 in der Galerie Hexagone / Auszug

Le théâtre idéal d'Hortense Archambaul

Après trois années de travaux, la MC93 de Bobigny vient de rouvrir ses portes. Une salle refaite à neuf dont l’objectif premier est d’être un théâtre populaire ouvert sur la ville. Sa nouvelle directrice, Hortense Archambault, est l’invitée de La Grande Table aujourd’hui.

Une grande salle de mille places, une salle modulable sur le toit et un studio au rez-de-chaussée, un équipement technique refait à neuf, des espaces de répétition pour les artistes, un grand hall lumineux avec restaurant, café et librairie… La MC93, salle mythique de Bobigny où sont passés Robert Wilson ou Peter Sellars, s’est refait une beauté et vient de rouvrir ses portes au public. Au delà de la seule rénovation, ces trois ans de travaux ont été surtout une occasion de repenser le projet même du théâtre. Ainsi, le hall a été imaginé en dialogue avec les Balbynien-ne-s, qu’elles/ils aient déjà fréquenté la MC93 ou non, afin de faire de ce lieu un espace de vie, de convivialité, de rencontre, au-delà du seul cadre des spectacles. En choisissant de programmer de la création contemporaine, qui peut parfois apparaître comme moins accessible à un grand public, la nouvelle directrice Hortense Archambault se donne au contraire pour mission de donner envie à toutes et tous de pousser les portes de la maison. Elle vient aujourd’hui nous exposer son projet et raconter ses premiers pas à la tête de MC93…

Bacon von Nanine Linning

Er malte die Abgründe der menschlichen Seele: der britische Maler Francis Bacon. Die Beziehungen zugrunde liegenden Mechanismen von Begehren, Dominanz und Ausgrenzung stellte er auf eine schonungslos ehrliche Weise dar, die von schmerzhafter Schönheit zeugt.

Nanine Linning ergründet mit ihrem Stück die Gefühlswelten der Bilder Bacons und entdeckt in der Kompromisslosigkeit der Darstellung auch eine Analogie zur eigenen Kunst: »Mich interessiert das Tierische, das Instinkthafte. Ich fordere meine Tänzer auf, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten.« Mit exzessiver Körperlichkeit erforscht die Choreografie fundamentale Verhaltensmuster, die mit ihrer Archaik und Unbarmherzigkeit die Grenzen zwischen menschlichem und animalischem Gebaren verschwimmen lassen. Aus beinahe beunruhigender Nähe wird der Zuschauer Zeuge des Kampfes des Einzelnen um Zugehörigkeit − ein Solo gleich einem Schrei aus der Isolation. Physisch erfahrbar wird das Ringen um Überlegenheit in Duetten von ergreifender Intensität und einem Trio, dessen untrennbare Verbundenheit keinerlei Harmonie zulässt.
Der Darstellung fundamentaler Verhaltensweisen steht in Bacons Kunst das Geheimnis um das gegenüber, was das Bild nicht zeigt, allenfalls andeutet – die verborgene Seite des Portraits, der Raum hinter dem Bild. Auch Linnings Szenerie spielt mit diesen Dunkelstellen, wie auch mit den charakteristischen geometrischen Strukturen in Bacons Gemälden, die die Figuren zu umgrenzen scheinen.
Zutiefst faszinierend und erschütternd zugleich kehrt das unter anderem mit dem »Swan« für die beste niederländische Choreografie ausgezeichnete Stück zwölf Jahre nach seiner Entstehung in einer aktuellen choreografischen Bearbeitung und mit neuem Video- und Lichtdesign auf die Bühne zurück.

 

DEUX HOMMES TOUT NUS de Sébastien Thiéry

Description: Alain Kramer, avocat sérieux et mari fidèle, se réveille nu chez lui avec un de ses collègues de bureau… L’incompréhension est totale, et aucun des deux hommes n’arrive à expliquer comment ils ont pu se retrouver dans cette situation! Quand la femme de l’avocat découvre les deux hommes dénudés dans son salon, Kramer invente n’importe quoi pour sauver son couple. Il est prêt à tout pour rétablir une vérité qui lui échappe.

Où se trouve la vérité ? Dans le salon de kramer, ou dans son inconscient ?
Quand on fouille au fond de soi, sait-on jamais ce qu’on va trouver ?

Alain Kramer ist erfolgreicher Anwalt, Vater von zwei erwachsenen Kindern und glücklich verheiratet. Eigentlich alles perfekt, bis er eines Tages an der Seite seines Arbeitskollegen Nicolas Prioux aufwacht, und zwar splitternackt. Zu Tode erschrocken bedroht er den vermeintlichen und ebenfalls nackten Eindringling mit einem Gewehr, doch auch Prioux kann sich nicht erklären, wie er in Kramers Wohnung gekommen ist. Gemeinsam gehen sie auf Spurensuche, doch alles was sie finden, deutet nur einmal mehr auf das Unvermeidliche hin – sie müssen Sex miteinander gehabt haben. Als dann plötzlich Kramers Frau Catherine nach Hause kommt und die beiden beim scheinbaren Schäferstündchen erwischt, ist die Verwirrung perfekt und es wird mehr als heikel für die beiden Herren. Catherine glaubt, ihren Mann als Betrüger und verklemmten Homosexuellen entlarvt zu haben, und ihr über Jahre angestauter Frust über die Ehe-Routine entlädt sich mit einem Schlag. Kramer lässt nichts unversucht, um die ehemals heile Welt wiederherzustellen. Doch wo und wie lässt sich die Wahrheit finden – in seinem Bett, in seinem Unterbewusstsein oder vielleicht bei der oder dem geheimnisvollen Dominik?

Komödie von Sébastien Thiery
mit Andreas Elsholz, Alexander Sholti,
Suzan Anbeh und Ramona Schmid
Regie: Thomas Rohmer

http://www.theatergastspiele-fuerth.de/zwei-mnner-ganz-nackt

Tür zu

Wasser, Zahnbürsten und Klopapierrollen, mehr braucht man nicht, um Spaß zu haben. Von den alltäglichen Situationen im Badezimmer brechen Publikum und Spielerinnen zu fantastischen Abenteuern auf, wenn Bademäntel, Toiletten und Duschköpfen lebendig werden.

In der letzten Inszenierung des JNT unter der Intendanz von Andrea Gronemeyer begibt sich das Ensemble mit Ariel Doron, Objekttheatermacher und –spieler aus Tel Aviv, an den besonderen Ort Badezimmer. Gemeinsam mit den Spielerinnen Simone Oswald und Helene Schmitt entwickelt er ein überraschendes Spiel mit der äußerst lebendigen Badezimmerausstattung. Die anarchische Kraft der spielerischen Kreativität setzt treibende Impulse zwischen die Spielerinnen und ihre Objekte. In „Tür zu“ träumen alle die wildesten Träume.
In dieser interdisziplinären Inszenierung arbeite der internationale Künstler des zeitgenössischen Objekttheaters mit den erfahrenen Spielerinnen für junges Publikum.

Die Inszenierung wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Projektförderung von Kinder- und Jugendtheater.
Probenfoto Simone Oswald, Helene Schmitt
Copyright: Hans Jörg Michel

Gesicht der Nacht

In Gesicht der Nacht entführen zwei Choreografien auf ganz unterschiedliche Weise in das Reich getanzter Bilderwelten: Der Isländer Frank Fannar Pedersen, von der Zeitschrift tanz als »Hoffnungsträger des Tanzes 2015« ausgezeichnet, spürt in seiner Uraufführung var dem Phänomen der Zeit nach, vor allem der Relation von Vergangenheit und Gegenwart, und zeigt, wie die Reise durchs Leben dem Einzelnen als Bilder der Erinnerung in Kopf und Herz bleiben. Zur Musik seiner beiden Landsmänner Jóhann Jóhannsson und Sigur Rós verleiht Pedersen dieser Thematik in stimmungsvollen und gleichzeitig nachdenklichen Bildern körperlichen Ausdruck.

Stephan Thoss’ Nightbook hingegen ist von den rätselhaften Bildern des belgischen Malers René Magritte inspiriert und kreist um die Themen Inspiration, Kreativität und künstlerisches Schaffen. Wie sehr sich Thoss von dieser Thematik packen ließ, zeigt, dass er seine 2010 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden uraufgeführte Choreografie für das Mannheimer Ensemble und Publikum überarbeitet und um einen neu kreierten, zwanzigminutigen Teil erweitert hat. Das Stück handelt von einer Schriftstellerin, die unzählige Figuren und Geschichten erfunden hat. In der Nacht erwacht dieses Archiv der fragmentarischen Kurzgeschichten zum Leben, erst in Form filmischer Bilder auf einer Leinwand und dann getanzt im dreidimensionalen Raum. In surrealen Situationen spielt die Choreografie mit der Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit und lässt das Kino der Träume lebendig werden.

19. Internationale Schillertage

Die schöne Freiheit … will ich verpflanzen in mein Vaterland, heißt es in Friedrich Schillers Drama
Demetrius. Für den Aufklärer Schiller bedeutet Freiheit, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und die eigenen Fragen als Auftrag zu verstehen, selbst nach Antworten zu suchen, statt Vorgefertigtes nachzuplappern. Die Forderung von Populisten und Extremisten nach einfachen Lösungen ist ein Ausdruck der tiefen Erosion des Freiheitsbegriffs. Freiheit wird nicht mehr als etwas Positives verstanden, sondern als permanente Zumutung, in einer unübersichtlichen Lage die eigene Haut retten zu müssen.
Die Antwort des Theaters kann nur sein: komplexe Geschichten zu erzählen und Menschen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit darzustellen, so wie es Friedrich Schiller in seinen großen, klassischen Dramen Maria Stuart, Wilhelm Tell und Die Räuber gelungen ist. Freiheit im Sinne Schillers als positive Herausforderung zu begreifen und nicht als Bürde oder als Bedrohung, damit beschäftigen sich die 19. Internationalen Schillertage in zahlreichen Gastspielen renommierter Theater aus dem In- und Ausland und Eigenproduktionen des kroatischen Regisseurs Oliver Frljić und und des dänischen Performancekollektivs SIGNA.