Kunst und Kultur

Bastards MC meets Burlesque in Waiblingen

Am Freitagabend fand die Veranstaltung Bastards MC meets Burlesque Vol.4 in Waiblingen statt. Organisiert wurde es seitens der Bastards MC und der Künstlerin Celeste de Moriae.
Aus einer Überlegungen heraus wie man dem Publikum im Clubhaus etwas bieten kann, entstand die Idee mit der langjährig befreundeten Künstlerin Celeste de Moriae, erstmals eine Burlesqueshow zu präsentieren.
Ziel der Veranstaltung war es, Abbau von Vorurteilen und die Zusammenführung zwischen dem Motorradclub und Kunst. Die Bastards MC sind also nicht nur einfach ein Motorradclub. Sie engagieren sich für viel soziale Projekte. Zum einen riefen sie eine Spendenaktion auf Waiblinger Weihnachtsmarkt zu Gunsten der Anlaufstelle gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch ins Leben, fördern schon mehrere Jahre diverse Nachwuchsbands.
Der Bastards MC Waiblingen wurde im Jahr 2002 gegründet und ist seither das älteste Bastards MC – Chapter in Deutschland. Im Jahr 2005 folgte dann der Zusammenschluss Bastards MC Deutschland und Bastards MC Schweden unter einem gemeinsamen Colour. Der Name Bastards steht daher in unserer Interpretation als Zusammenführung verschiedener Kulturen. Insgesamt gibt es 11 Chapter, davon 2 in Schweden. Seit 2013, nachdem der ursprüngliche Organisator aufgehört hat, haben Sie das US Car-Treffen in Waiblingen / Neustadt übernommen und dieses Treffen zu einer festen Größe in der Waiblinger Kulturlandschaft etabliert.
Im Verlauf des Abends im Bastards MC Clubhaus zeigten die Künstlerinnen unterschiedliche Showeinlagen. Sie performten einen bezaubernden Mix aus Tanz, Magie im burlesquen Stil.
Celeste de Moriae, die Mitveranstalterin von Bastards MC meets Burlesque, Producerin des Croatian Burlesque and Cabaret Festivals zeigte mit ihrer Performance eine atemberaubende Show und startete so den Auftakt des Abends.
Die Künstlerin Celeste de Moriae, ist eine internationale Künstlerin, die schon auf einigen Bühnen dieser Welt performte. Mystisch, elegant, verzaubernde Nummern im modernen Burlesque Stil, in einigen Nummern gepaart mit wundervollen Gesang. Hier trifft kroatisches Temperament auf Burlesque.
Sie ist mehrfache Award Gewinnerin in der Burlequeszene. Eine internationale Künstlerin, die schon auf einigen Bühnen dieser Welt performt hat.
Durch ihre fesselnden Mimik wird auch ‚the face‘ genannt. Ein Fotograf sagte auch über sie „she have more faceexpression as Jimm Carrey“.
Ein weiteres Highlight an diesem Abend war die Künstlerin Maya Full Power.
Maya Full Power ist eine Performerin aus Brno, Czech Republic , für die Burlesque zu einen großen Teil ihres Lebens gehört. Maya Full Power, eine der Gewinnerinnen des Croatian Burlesque and Cabaret Festivals von 2017.
Maya Full Power ist eine Burlesque, tribal fusion Bauchtänzerin, Coach und Circus Artistin. Sie reist sehr viel, performt seit 12 Jahren international und teilt ihre Liebe zum Burlesque.

Morgen und Abend - Oper von Georg Friedrich Haas

Eines Morgens fühlt der alte Fischer Johannes die Schwäche seines Körpers nicht mehr; er begegnet seiner verstorbenen Frau, seinem toten Freund, geht unsichtbar an seiner Tochter vorüber. An der Schwelle zum Tod lässt Johannes im Roman Morgen und Abend des erfolgreichen norwegischen Autors Jon Fosse sein Leben vorüberziehen.

Georg Friedrich Haas’ hoch expressive Vertonung dieses Stoffes geriet bei der Uraufführung am Royal Opera House Covent Garden London im November 2015 zu einem außerordentlichen Triumph. Bereits 15 Monate nach dieser Uraufführung stellen wir die erste Neuinszenierung dieser hochemotionalen siebten Haas-Oper vor. Regie führt Ingo Kerkhof, der in Heidelberg bereits mit der Zweitinszenierung von Wolfgang Rihms Dionysos Aufsehen erregte.

Georg Friedrich Haas ist Komponist für Heidelberg 2016|17. Der 1953 in Graz geborene Komponist ist heute einer der wichtigsten europäischen Komponisten. Mit ganz wenigen Ausnahmen schreibt er mikrotonale Stücke, deren magische Klangwelt die Hörer in Rausch versetzen kann.

Der Roman Morgen und Abend von Jon Fosse umfasst die Lebensspanne des Fischers Johannes. Erzählt wird von seiner ersten sowie seiner letzten Stunde. Das kann beim Leser – und beim Hörer der Oper – existenzielle Fragen auslösen. Einigen möchten wir im Rahmen einer Vortragsreihe gemeinsam nachgehen. Jeweils im Anschluss an die Opernvorstellung werden ausgewählte Persönlichkeiten über Themen wie Abschiednehmen, Vorbereitung auf den Tod und Nahtoderfahrung sprechen sowie über künstlerische Aspekte des hochgelobten Romans von Jon Fosse.

Ein Sommernachtstraum

Herzog Theseus rüstet zur Hochzeit mit der besiegten Amazonenkönigin Hippolyta. Auf einer Lichtung proben zu diesem Anlass Handwerker »die höchst beklagenswerte Komödie von Pyramus und Thisbe«. Zerstrittene Liebespaare fliehen in den Wald. Dort entfaltet sich die außermenschliche Zauberwelt der Naturgeister. Eifersüchtiger Streit herrscht zwischen dem Elfenkönig Oberon und seiner Gemahlin Titania. Um diese zu bestrafen, lässt Oberon den Kobold Puck eine Wunderblume bringen, durch deren Kraft Titania sich beim Erwachen in die erstbeste Kreatur verlieben muss. Die Nacht lockt ihre eigenen Geschöpfe hervor, lässt die dunkle Seite der Liebe aufscheinen und auch den Ort der Handlung plötzlich ganz anders aussehen, ungebändigt und wild wuchernd. Der neue Tag hingegen macht, was nachtsüber aus den Fugen geriet, wieder vergessen. Oder war alles bloß ein Traum? »Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich daran macht, diesen Traum zu deuten«, sagt am Ende Klaus Zettel, der Weber, dem in dieser Nacht besonders übel mitgespielt worden ist. Und Recht hat er.

Mit Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Nightʼs Dream, 1595) inszeniert Holger Schultze die berühmteste, motivreichste, zauberhafteste Komödie aus dem großen Shakespeare-Kosmos.

In der Art Basel Woche dreht sich in Basel alles um Kunst

In ganz Basel spürt man Adrenalin Pur. Rund 100.000 Besucher versammeln sich in Basel und feiern. Was? Die Kunst. Nicht nur auf dem Messeplatz in Basel geht es um Kunst....

Ralph Gelbert zeigte eine Auswahl aktueller Arbeiten

Der international renommierte Künstler Ralph Gelbert öffnete sein Atelier in Neustadt-Königsbach zu seiner Werkschau und zeigte eine Auswahl aktueller Arbeiten.

Der  Künstler Ralph Gelbert studierte an der „Accademia Belle Arti“ in Florenz, für die er 1993 ein Stipendium erhielt ein Kunststudium bis 1996.

Nach zahlreichen Studienaufenthalten, in Europa (Italien, Irland, England, Bosnien-Herzegowina), in Südamerika und Afrika ist Ralph Gelbert seit 2007 auch Lehrbeauftragter an der Kunstakademie in Bad Reichenhall und der Akademie der bildenden Künste in Kolbermoor. Seit 2008 organisiert und leitet Gelbert das mittlerweile 4.“Internationale Künstler-Symposium in Neustadt an der Weinstraße“.

Als Dozent lehrt Gelbert seit 2008 auch im Fachbereich Virtual Design und Innenarchitektur an der Fachhochschule in Kaiserslautern. Zusammen mit Stefan Engel und Klaus Hartmann bildet er den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. Persönlichkeiten wie Max Slevogt, Hans Purrmann, Hermann Croissant und Otto Dill zählten zu ihren Mitgliedern.

Gelberts Werke sind meist großformatige Bilder. Auf den ersten Blick wirken sie ungeordnet und erst beim genaueren Betrachten entwickeln die einzelnen Farbkompositionen und die Verbindung verschiedener Techniken und Materialien zu einem Gesamtbild. Man erkennt stets sehr komplexe Strukturen. Ralph Gelbert malt in Schichten mit satten bis grellen Farben  und entfesselt so die individuelle Kraft jeder Farbe.

Ralph Gelbert kennt die Sprache der Farben wie kaum ein anderer. In seiner abstrakten und sehr expressiven Malerei bevorzugt er reine und leuchtende Farben, die er a la prima auf die Leinwand bringt. Er malt vorwiegend in Öl und muss jede Farbe erst etwas trocknen lassen, ehe eine zweite hinzukommen kann. Mischen sich nämlich Farben auf der Leinwand, verschmutzen sie leicht. Besonders gefährlich sind Komplementärfarben, die sich zu unserem ungeliebten Grau vermengen, und damit alle Kraft und Aussage verlieren. Meist nutzt der Künstler diese Trocknungsphasen, um an anderen Bildern weiter zu malen. Dabei bekommen nicht nur die Ölfarben ihre Zeit: Jedes Bild kann reifen und sich so allmählich vollenden.

In seinem Atelier, ein großes lichtdurchflutetes gewölbtes Fenster, umgeben von einem schönen angelegten Garten und inmitten der Weinberge

www.gelbert.com

 

57th International Art Exhibition La Biennale di Venezia in collaboration with Vela and Venezia Unica

Again in 2017 Vela spa, commercial company responsible for mobility services and marketing of the City of Venice, finalized collaboration details with La Biennale di Venezia, confirming itself as supplier and referral point for the City’s tourist and cultural operators and institutions. The agreement between Vela and La Biennale di Venezia for the 57th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia ‘VIVA ARTE VIVA’ – which will take place from May 13th to November 26th 2017 – includes a reciprocal exchange allowing La Biennale to promote its ventures all over the city, and Vela to support La Biennale – one of the most prestigious, international, cultural events, while promoting its “Venezia Unica” brand at the same time.

Vela, group company of Gruppo AVM (Azienda Veneziana della Mobilità), manages the Venezia Unica marketing platform for citizen and tourist services: a standard city pass offering an integrated package of products and services for both the purchase of tickets for Biennale Arte 2017 and the access to public transport services, transfers, parking, museums, churches, theatres, guides and audio-guides, Wi-Fi and public restrooms. To begin with, the Venezia Unica system can be found on www.veneziaunica.it, – the City of Venice’s official portal for tourist information and e-commerce – and in the direct Venezia Unica ticket offices – with more than 200 multilingual clerks involved in face-to-face customer assistance – situated at various public access points to the historic centre, on islands and on the mainland.

Actv spa – also group company of Gruppo AVM – is the local public transport company guaranteeing visitors day-long connections by public means of transport to the venues of the Biennale Arte e.g. the Arsenale and the Giardini. The AVM Venezia Official App, available in Italian and English for IoS (Apple App Store) and Android (Google Play), enables users to purchase (online by VISA or MasterCard) and validate local Actv public transport tickets (ordinary tickets and CartaVenezia tickets for frequent users) in both bus and navigation sectors. The App also allows to get timetable information for all Actv services straight from the smartphone. Actv spa is the only Italian public transport company managing bus, waterbus and tram services at the same time. With more than 2,800 employees, it transports 120 million passengers a year on its 25-line waterbus and 2-line tram systems and on more than 100 bus routes winding through 45 different municipal areas in 4 different provinces.

Maxime Ephritikhine - French young fashion designer based in Paris

Maxime Ephritikhine – French young fashion designer based in Paris

Maxime Ephritikhine creates men and women’s accessories, made with natural and luxurious fabrics. Each product is hand-made and guarantee the finest quality. EpithuxikHarmonie creations reflect the designer’s personality, full of contrasts.

A contemporary and traditional imprint, to create tomorrow’s basics ; full of elegance and subtility with a lasting touch of light.

 

PREMIUM is proud to present once again the PREMIUM YOUNG DESIGNERS Spring/Summer 2018

Up-and-coming young talent will be the foundation of the fashion industry of tomorrow. For that reason, PREMIUM is proud to present once again the PREMIUM YOUNG DESIGNERS Spring/Summer 2018.

ROBERTA EINER

Roberta Einer moved from Tallinn, Estonia, to England at a young age in order to dedicate herself fully to her passion for fashion. After studying Art & Design at Central Saint Martins in London she successfully completed a degree in Fashion Design at the University of Westminster and founded her brand, named after herself, in September 2015. She worked briefly at luxury label Balmain, which turned her previously minimalist aesthetic completely on its head. There, Roberta learned just how much fun unorthodox design can be. Since then she has adapted traditional couture techniques and breathed new life into them in her own distinctive, vibrant and playful way. She experiments with ornamental patterns, expressive colours and imaginative appliqué. Her designs are unique – adorned over and over with opulent decoration and illustrative, tonal embroidery.

www.robertaeiner.com

DIMA LEU

Dima Leu takes sportswear to a new level. Born in Moldova and raised in Italy, maverick Dima completed his Fashion Design degree in 2013 at the University of Venice and subsequently developed his Sport Suit project. This project explored the boundary between suits and tracksuits and resulted in the development of tailored sportswear – perfectly cut, sporty and uncomplicated two-pieces with repeating elements such as rubber straps, white zips and drawstrings. Dima Leu’s understanding of fashion originates from his keen interest in non-verbal communication. The way in which people interact and communicate through their clothes has always fascinated him. For Dima Leu, clothing is a powerful tool through which we can explore and express our personal identities.

www.dimaleu.com

EJING ZHANG

It was when she was studying for her Textile Design degree at the Royal College of Art in London that Ejing Zhang perfected the technique for creating her unique pieces of jewellery. Layers of wafer-thin resin threads are cast and then cut into sheets. In this way she creates surrealistic compositions composed of rich colours and organic patterns. This unusual process has gained her international attention – and given her the chance to design trophies for the Global Fashion Awards in London’s Victoria & Albert Museum. Ejing officially launched her jewellery line in September 2015. Since then her brand has quickly grown to become a lifestyle collection that, today, is sold in boutiques from New York to London and Shanghai. Her latest designs feature vibrant colours and dynamic threads are artfully translated into bold and everyday pieces of jewellery. Inspired by simple architectural lines, rugged landscapes and sculptural forms, Zhang’s designs combine resin and metal to create miniature works of art.

www.ejingzhang.com

PYRATES

Synergy between fashion, nature and technology: the Swiss label Pyrates develops super-smart textiles that heal, soothe and look after the body. The intelligent properties of the Pyratex® fabric are neither injected nor added, but rather incorporated naturally into the fabric and therefore cannot be washed out – nor do they have an expiry date. Founder Regina Polanco is the woman behind the label. Together with her Creative Director, Zuzana Kralova, she has designed a smart activewear collection with unique features – for example, unisex hoodies that soothe the muscles and strengthen the immune system, or shorts that moisturise the skin with seaweed extract. The young pioneer in smart fabrics researches new technology daily: “I believe that the future of fashion is strongly tied up with health and well-being. Just as superfoods are the way food is evolving, smart fashion is the logical evolution of fashion”.

www.pyrates.ch

 

 

Robert Fry and Tina Schwarz / GALERIE KORNFELD

Mit Tina Schwarz und Robert Fry stellt die Galerie erstmals zwei malerische Positionen gegenüber, die in ihren Gemälden mit dem Körper als Träger allgemein menschlicher Emotionen und Gefühle arbeiten. Ungeachtet der Unterschiede in Thematik, Motivik und künstlerischem Ausdruck zeichnen sich die Werke beider durch die Kombination abstrakter und gegenständlicher Formen sowie die Verwendung einer Vielzahl malerischer Modi in ein und demselben Bild aus. Die Betrachter sind eingeladen, die imaginären Assoziationsräume beider Künstler zu betreten, in denen eine Vielzahl von Themen anklingen. Eindeutige Aussagen werden aber bewusst zugunsten einer inszenierten Mehrdeutigkeit vermieden.

Der 1980 in London geborene Robert Fry arbeitet stets in Werkgruppen oder Serien. In der Konzentration auf den menschlichen Körper sind seine Gemälde den Werken von Lucien Freud oder Francis Bacon verwandt, daneben finden sich Einflüsse von Künstlern wie Willem De Kooning, Robert Motherwell oder Mark Rothko. Die wechselhaften Beziehungen der Geschlechter sowie das oftmals spannungsvolle Verhältnis von Individuum und Anderem, von Geist und Körper sind zentrale Themen seiner Malerei.

 

Seine aktuellen Gemälde bezeichnet der Künstler als „Square Paintings“, großformatige, quadratische Leinwände, die von Gegensätzen geprägt sind: Figuration vs. Abstraktion, Körper vs. Fläche, Ornament vs. Geste…. Sie zeigen vier menschliche Körper, männliche ebenso wie weibliche, umgeben von einem abstrakten Farbraum. Die silhouettenhaft wiedergegebenen Figuren sind mal monochrom, mal mit farbigen, geometrischen Feldern gefüllt. Wieder andere sind mit Körperteilen und Gesichtern versehen, die mit wenigen, gezielt gesetzten Strichen gezeichnet sind. Spuren des Gestischen wie Tropfen, Farbspritzer oder kraftvoll gezogene Linien und Linienknäuel überlagern streng definierte Farbflächen, lasierend gestaltete Partien stehen neben solchen, in denen die dick aufgetragene Farbe zur körperlich fassbaren Materie wird. Buchstaben, die sich nicht immer sofort zu Wörtern zusammenfügen, treten ergänzend hinzu. Der bildimmanente Rahmen – ein Charakteristikum aller Werke von Robert Fry – ist auf zwickelartig die vier Ecken des Bildfeldes ausfüllende Formen reduziert und wird erstmals auch von den Figuren partiell überschnitten.

Neue Radierungen, in denen der Künstler seine Untersuchungen des Raums weiterführt und dabei motivisch auch an frühere Werkgruppen anknüpft, runden die Ausstellung ab.

Robert Fry studierte in Oxford und war für den angesehenen John Moores Contemporary Painting Preis nominiert. 2016 wurden Werke von ihm gemeinsam mit namhaften KünstlerInnen wie Marina Abramovic, Louise Bourgeois, Paul Cézanne, Tracey Emin oder Egon Schiele in der Ausstellung „The Nude in the XX & XXI Century“ bei S|2 in London gezeigt, 2015 wurde er als einer der „100 Painters of Tomorrow“ in der gleichnamigen Publikation bei Thames and Hudson hervorgehoben. Seine Werke waren in der Eremitage in St. Petersburg, in Los Angeles und im Rahmen zahlreicher Ausstellungen in Europa zu sehen und finden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Saatchi Collection, dem Museum für Moderne Kunst in Moskau oder der Sammlung von Mario Testino.

Tina Schwarz (*1977 in Friedberg) weilte 2016 im Rahmen einer Residency von Hooper Projects für längere Zeit in Los Angeles. Bevor sie an der Akademie in Maastricht Bildende Kunst studierte, war sie als Tänzerin an der Dansacademie in Arnhem eingeschrieben. Es erscheint daher beinahe folgerichtig, dass sich ihre Werke bis heute durch eine Körperlichkeit auszeichnen, die immer auch Spuren der Bewegungen im Prozess des Malens sind. „Ein Körper erzählt die Geschichte seines ‘Wirtes’“, schreibt Tina Schwarz, „und so mag es sein, dass das Durchmessen der Leinwand mit Ölfarbe, Kreide, Stiften etc. die einzige pure Form meiner Erinnerung ist.“ Erinnerung ist innere Bewegung, und auf den Bildern von Tina Schwarz wird diese Bewegung zur sichtbaren Form. Das Physische erscheint als Ausdruck des Psychischen, das Impulse gibt, die sich dem Bewusstsein ebenso wie dem Unbewussten verdanken.

 

Die neuen Werken von Tina Schwarz zeigen mehrere Figuren in unterschiedlichen Konstellationen. Tanzend scheinen sie sich gegenseitig von der Leinwand schieben zu wollen. Gegensätze und Widersprüche lässt die Künstlerin nicht nur stehen, sondern inszeniert diese: Momente der Eskalation stehen neben einer Relativierung der Zeit durch ein Einfrieren dynamischer Prozesse, skizzenhafte Partien werden kontrastiert durch detaillierter ausgeführte Bereiche, Farbe steht neben Zeichnung, Vielfalt neben Reduktion.

Oft gibt es literarische Anregungen, aber auch die Zeichnungen und Grafiken der Alten Meister dienen als Inspiration für ihre Gemälde und die parallel entstehenden Zeichnungen und Collagen: Rembrandt, Hieronymus Bosch, Pieter Bruegel, Goya, Velazquez, aber auch George Grosz, Otto Dix, Henri de Toulouse-Lautrec, Willem de Kooning, Francis Bacon. Künstler der Menschen und des Menschlichen.

Tina Schwarz verharrt jedoch nicht in der Paraphrase, sondern zielt auf eine Aktualisierung des Inhalts ebenso wie der künstlerischen Form. Oder anders: die thematischen und motivischen Anregungen zielen auf das Heutige, gespiegelt in der Historie. Am Zeitlosen orientiert, ohne das Zeitgenössische zu verleugnen strebt sie nach Gleichnishaftem und errichtet zugleich ein polyfokales Labyrinth aus Ungewissheiten.

Die Werke von Tina Schwarz wurden im Rahmen zahlreicher Ausstellungen in den USA und Europa präsentiert und finden sich beispielsweise in der Rema Hort Mann Foundation in New York. Hervorzuheben ist ihre Beteiligung an der Ausstellung „Ein Zimmer für Alfred Flechtheim“ im Osthaus Museum in Hagen 2015 sowie ihre Teilnahme an einer Ausstellung in Münster anlässlich der Skulptur Projekte 2017.

Für Fragen oder weitere Informationen zu unserer Ausstellung und den beiden KünstlerInnen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Druckfähiges Bildmaterial oder weitere Abbildungen senden wir auf Anfrage gerne zu.

Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und senden freundliche Grüße,
Tilman Treusch

Kontakt
Dr. Tilman Treusch:
treusch@galeriekornfeld.com

GALERIEKORNFELD
Kunsthandel GmbH & Co KG
Fasanenstraße 26
10719 Berlin
Germany

Weltklang – Nacht der Poesie

Lesung & Performance

Mit John Burnside GBR | Yasuki Fukushima JPN | Arnon Grünberg NLD | Mila Haugová HUN/SVK | Dagmara Kraus DEU | James Noël HTI | M. NourbeSe Philip TTO/CAN | Sergio Raimondi ARG | Charlotte Van den Broeck BEL | Jan Wagner DEU
Musik: El Congo Allen CUB/DEU
Moderation: Claudia Kramatschek DEU Literaturkritikerin

Ein Panorama zeitgenössischer Dichtung: Dichterinnen und Dichter aus allen Teilen der Welt lesen, performen und singen in ihrer Muttersprache. Exklusiv für diesen Abend erscheint eine Anthologie mit den deutschen Fassungen der Texte zum Mitlesen.

Den Auftakt des diesjährigen Weltklangs bildet eine Performance über Herkunft, Heimat und Identität der flämischen Dichterin Charlotte Van den Broeck (geb. 1991 in Turnhout) und des niederländischen Autors Arnon Grünberg (geb. 1971 in Amsterdam).

Die Gedichte des schottischen Autors John Burnside (geb. 1955 in Dunfermline) fangen auf einzigartige Weise „das Andersleben der Dinge ein“. Die sprachgewaltigen Texte widmen sich dem „großen Spektakel des Realen“, folgen dem Flug von Fleckenkäuzen, beschreiben das metallische Rauchgrau des Himmels und die Membranen gestrandeter Quallen.

Yasuki Fukushima (geb. 1943 in Tokio) ist einer der expressivsten Gegenwartslyriker Japans. Seine „zekkyō tanka“ (geschriene Tankas) trägt er zu Musik vor, laut und drängend. Dabei setzt er seine Verse in Dialog zu den Texten anderer Autoren, sprengt die Grenzen zwischen Eigenem und Fremdem. Fukushimas Performances sind wie Jazz: Keiner seiner Auftritte gleicht dem anderen.

Körper und Gedicht sind enggeführt in der Lyrik von Mila Haugová (geb. 1942 in Budapest, lebt in Bratislava). Die Dichtung der Slowakin ist immer anspielungsreich. Natur, Liebe, Erinnerung und Verlust werden untrennbar miteinander verwoben: Gedichte wie „halb- / durchlässige membrane“, fragil und kraftvoll zugleich.

Die Gedichte von Dagmara Kraus (geb. 1981 in Wrocław, Polen) sind eine „vokabelfrohe Mischung aus Sprachfetischen, Wortüberdrehtheiten und Einspeisungen aus entlegenen Begriffs- und Namensarchiven“ (Michael Lentz). An diesem Abend schöpft Kraus aus dem reichen Fundus antiker Trauerkultur und moderner Plansprachen.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haiti) gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haitis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Seine Gedichte stecken voller wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, der Himmel ist eine bemalte Hülle, das Meer der beste aller Filme. Noël bedichtet damit die „Migration der Mauern“: Fluchtbewegungen zwischen Ruinen und Grenzwällen.

M. NourbeSe Philip (geb. 1947 in Moriah, Trinidad und Tobago) liest aus Zong! (Wesleyan University Press 2008), einem herausragenden Werk der konzeptuellen Dichtung. Sie verfremdet einen juristischen Bericht aus dem 18. Jahrhundert über den Tod von 150 Afrikanern auf einem Sklavenschiff. Der historische Text löst sich auf und wird zu einer Stimmen-Kakophonie.

Sergio Raimondi (geb. 1968 in Bahía Blanca, Argentinien) ist der Dichter der globalisierten Welt schlechthin und ihr radikaler Kritiker. Raimondi vermag es, in nur wenigen Versen die Grundsatzfragen der politischen Ökonomie auf eine Scheibe Kastenbrot herunterzubrechen. Seine Dichtkunst ist wie ein „Muskel, der abstrahieren kann“.

Die dichterischen Wurzeln von Charlotte Van den Broeck liegen im Spoken Word. Sie ist eine grandiose Performerin. Mit ihren beiden Gedichtbänden wurde sie in ihrem Land zu einem Shootingstar. Van den Broeckerzählt von familiären häuslichen Szenen, von Dingen, die über die Ränder fallen, von Nachmittagen in Relieflettern, mit einer „Leichtigkeit, die sich sträubt. Als sei alles nur eine Murmelbahn“.

Jan Wagner (geb. 1971 in Hamburg) verschmilzt höchste Formbeherrschung mit überraschenden poetischen Wendungen, ohne je traditionalistisch zu sein. Als erster Lyriker erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse. Er verhilft dem Rettich zum Auftritt im Gedicht, wie auch Mücken als Sphinxleibern und einem Biker in der Weite Montanas.
Projektleitung: Alexander Gumz | Matthias Kniep

Außerdem finden Poesiegespräche mit Sergio Raimondi, Yasuki Fukushima, M. NourbeSe Philip, Mila Haugová und James Noël statt.

18. poesiefestival berlin

Das Haus für Poesie präsentiert auf dem 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana vom 16. bis zum 24. Juni 2017 rund 170 Dichterinnen und Dichter auf den Bühnen der Akademie der Künste sowie in verschiedenen Stadtteilen. Die Marathonlesung mit dem Schweizer Dichter Franz Dodel, Poets` Corner in den Berliner Bezirken sowie der große Lyrikmarkt zum Abschluss des Festivals stehen bei freiem Eintritt allen Besucherinnen und Besuchern offen.

Marathonlesung „Nicht bei Trost”

Der Schweizer Dichter Franz Dodel liest auf dem 18. poesiefestival berlin gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern acht Tage lang aus seinem Langpoem „Nicht bei Trost“. Der sich immer weiter spinnende, aus Haikus bestehende Text umfasst derzeit mehr als 32.700 Zeilen. Ob mit Bühnenerfahrung oder ohne –  alle sind aufgerufen, dem Gedicht auf der Terrasse der Akademie der Künste am Hanseatenweg für einen Ausschnitt die eigene Stimme zu leihen. Als Dankeschön gibt es eine Freikarte für eine Festivalveranstaltung nach Wahl.

Anmeldung unter: marathonlesung@haus-fuer-poesie.org

Poets’ Corner

In Berlin lebende Dichterinnen und Dichter lesen im Rahmen des 18. poesiefestival berlin ihre Werke in Bibliotheken, Galerien und unter freiem Himmel in acht Bezirken. Bei freiem Eintritt können die Berliner im eigenen Kiez zeitgenössische Poesie entdecken – von dem Begegnungs- und Kulturzentrum NOVILLA in Treptow-Köpenick bis zum Vorplatz des Gotischen Hauses in der Spandauer Fußgängerzone.

Standorte: www.haus-fuer-poesie.org/poets-corner

Lyrikmarkt

Den Abschluss des 18. poesiefestival berlin bildet der Lyrikmarkt, auf dem mehr als 40 Verlage und Buchhandlungen zum Schmökern einladen. Begleitet wird der Markt von Kinderprogrammen, Konzerten und Lesungen. Neben dem Festivalthema Europa wird ein besonderes Augenmerk auf Dresden gelegt. Auf einer Open-Air-Bühne zeigen Künstlerinnen und Künstler, dass die sächsische Hauptstadt eine strahlende poetische, vielfältige und multikulturelle Seite hat. Auf dem Programm stehen Bas Böttcher und Tanasgol Sabbagh mit dem Erich Kästner Rapslam, Störaktionen durch das Lyrikkollektiv G13, ein Syrischer Frauenchor, Trickfilmworkshops für Kinder und vieles mehr. Im Buchengarten präsentieren 25 Dichterinnen und Dichter die große Bandbreite deutscher und internationaler Gegenwartslyrik – unter ihnen sind der Mitbegründer der arabischen Moderne, Abbas Beydoun aus dem Libanon, Huchel-Preisträgerin Orsolya Kalász und der isländische Dichter Sjón, der für seine Texte für Björk bekannt ist. Sven Ratzke, ein Homme Fatal der Chanson- und Kleinkunstszene, gibt das große Abschlusskonzert.

18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Das poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Es wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Auswärtige Amt.

Das 18. poesiefestival berlin / James Noël

Das 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana startete am 16. Juni 2017. Das Haus für Poesie erwartet rund 170 Dichterinnen und Dichter sowie Künstlerinnen und Künstler aus 42 Ländern. Wunsch, Fata Morgana oder Realität – die Europäische Union ist ins Wanken geraten und mit ihr europäische Werte wie Meinungs- und Kunstfreiheit, Vielfalt und Demokratie. Das neuntägige Festival präsentiert Innen- und Außenansichten auf die EU und Europa in poetischer Auseinandersetzung – in Lesungen, Konzerten, Performances und Ausstellungen in der Akademie der Künste. Zu den Höhepunkten gehören der große Auftakt mit Weltklang, einem Konzert aus Stimmen und Sprachen, drei D poesie mit mehreren Produktionen zwischen Text, Musik und Tanz sowie Auf ein Wort, Europa, das 22 internationale Dichterstimmen zu einer vielsprachigen Installation versammelt.

James Noël (geb. 1978 in Hinche, Haïti) ist Dichter, Sänger und auf der Bühne ein Ereignis. Er betreibt poetische Erregung als oberste Form von Engagement. Mit über einem Dutzend Buchveröffentlichungen gilt Noël als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Haïtis.

Seine Gedichte stecken voll wuchtiger Bilder: Die Sonne hat ein Höllenherz, das Meer ist der beste aller Filme, und das Leben wird „an die Masten genagelt / mit den dicken Tentakelkabeln / der Dunkelheit“. Er schreibt, um „seinen Körper zu befreien von all den Worten, um, leichter als Papier, in Zeit und Geschichte voranzuschreiten“, sagt Noël.

In seinem monumentalen Work-in-progress „Die Migration der Mauern“ überblendet Noël Politik und Metaphorik, Fluchtbewegungen mit dem Wegbrechen gesicherter Fundamente in der flüssigen Moderne und dem Errichten neuer Mauern. Es ist ein politisch und poetisch hoch aktuelles Werk.

Noëls Texte wurden musikalisch verarbeitet, unter anderem von Wooly Saint-Jean, James Germain, Robenson Auguste und Tamara Suffren. Sie wurden von Pierre Brisson und dem bekannten Sänger und Entertainer Arthur H. in einer Show mit dem Titel „L’Or Noir“ (Schwarzes Gold) aufgeführt. Noël hat außerdem eine Anthologie mit Gegenwartslyrik aus Haïti herausgegeben, die 73 aktuelle Dichterinnen und Dichter versammelt. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen war James Noël Stipendiat in der Villa Medici in Rom. James Noël lebt in Port-au-Prince.

Via Lewandowsky Fotoserie ›House Calls‹

Diese Kamerabilder hat ein Agent des Realen aufgenommen, und ein Agent des Irrealen hat sie anschließend beschriftet. Am Kreuzungspunkt ihrer Wahrnehmungen ist etwas Drittes entstanden, das die Spione im eigenen Auftrag in einem Akt der Eingebung PHOTOPROSA nannten. Zwei Kundschafter im Außendienst, die sich seit Jahren regelmäßig treffen und ihre Rechercheergebnisse auswerten. Bilder von fernen und nahen Schauplätzen sind es, Via Lewandowsky hat sie im Auftrag seiner Privatdetektei auf verschiedenen, zum Teil auch gemeinsamen Künstlerreisen der letzten Jahre angefertigt und seinem Kompagnon Durs Grünbein später zur Auswertung überlassen. Worauf dieser sie, ausreichend informiert über die Umstände und Anlässe, mit Kommentaren versah. Entstanden ist so ein Atlas der unmöglichen Orte, ein Dossier aus Bilddokumenten und handschriftlichen Texten […]. Aus ihnen wird ein Bewegungsmuster erkennbar, Spuren werden gelegt und gefunden, ein Narrativ zeichnet sich ab.

Bereits 1988 schworen sich Durs Grünbein und Via Lewandowsky in der gemeinsamen Heimatstadt Dresden unbedingte künstlerische Treue. Sie veröffentlichten unter dem Titel ›Ghetto-Hochzeit‹ Texte und Zeichnungen im Ursus Press Verlag von Christoph Tannert. Seitdem gingen regelmäßig Ideen im Spannungsfeld von Sprache und Bild zwischen ihnen hin und her, die Funken wurden zur Grundlage sehr unterschiedlicher Projekte. Prinzip war immer die gegenseitige Überraschung in einem Klima drohender Langeweile, gesellschaftlicher Konditionierung und Überwachung, damals im Osten, anders heute im Westen. (Text : Via Lewandowsky und Durs Grünbein)

Neben Soundobjekten von Via Lewandowsky steht die fortlaufende Fotoserie ›House Calls‹, eine Gemeinschaftsarbeit von Via Lewandowsky und Durs Grünbein im Mittelpunkt der Präsentation.

 

Die Heidelberger Literaturtage im Aufbruch finden vom 21. bis 25. Juni im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz Heidelberg statt.

Via Lewandowsky (* 1963, Dresden) studierte von 1982 bis 1987 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zwischen 1985 und 1989 veranstaltete er dort mit der Avantgardegruppe der ›Autoperforationsartisten‹ subversive Performances, die den offiziellen Kunstbetrieb der DDR unterliefen. 1989 verließ er kurz vor der Wende die DDR und zog nach Westberlin. Er reist viel und hatte diverse längere Aufenthalte im Ausland u. a. in New York, in Rom, in Peking und in Kanada. Er lebt in Berlin.

Durs Grünbein (* 1962, Dresden) lebt seit 1986 nach kurzzeitigem Studium als Dichter, Übersetzer und Essayist in Berlin. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis 1995, den Georg-Büchner-Preis 1995, den Literaturpreis der Osterfestspiele Salzburg 2000, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004 und den Berliner Literaturpreis 2006 der Preußischen Seehandlungverbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006.

Natalie Czech  you see// but // you say

Im Werk der Fotokünstlerin Natalie Czech geht es auf charakteristische Weise um das Verhältnis von Bild, Bildgegenstand und Text. In umfangreichen Werkgruppen arbeitet sie an Formen einer konzeptuellen Verflechtung dieser unterschiedlichen Darstellungsebenen. Sie verbindet Stilmittel klassischer Objektfotografie mit verschiedenen, vorwiegend literarischen Textformaten. So lassen sich ihre Werke als visuelle Gedichte verstehen, denn sie interpretieren ihr poetisches Ausgangsmaterial weiter – seien es Gedichte verschiedener Autoren oder digitale Bildzeichen, sogenannte Icons, wie in ihrer neuesten Werkgruppe. Czechs Arbeit fächert die Textualität solcher Elemente in neue, pluralisierende Lesarten auf. Dabei verfolgt sie eine auf den ersten Blick paradoxe Unternehmung, nämlich die, ›mit Fotografie zu schreiben‹.

Ihre neueste Werkgruppe trägt den Titel ›to icon‹, und er birgt einen entscheidenden Deutungshinweis, macht er doch das Substantiv ›Icon‹ zum Verb, generiert ein aufs Lesen von Bildern bezogenes Kunstwort. Genau das geschieht in den neuen Fotoarbeiten: Sie zeigen Piktogramme, visuelle Kommunikationskürzel im Zwischenraum von Bild und Text, die heutzutage für praktisch jeden Handy-, Tablet- oder Web-User zur alltäglichen Bildlektüre geworden sind – so vertraut, dass man sie kaum mehr wahrnimmt, sondern schlichtweg funktional benutzt. Czech stellt fest, dass die digitalen Symbole in verschiedenen Programmen teils unterschiedliche Verwendungen und Bedeutungen haben. So sammelt sie Begriffsfelder, die ein Icon abdeckt, und inszeniert das semantische Feld in einem Foto. Dafür fotografiert sie etwa Kleidungsstücke und Accessoires im Stil von Mode- und Produktfotografie, liest die Form eines Icons in Umrisse, Falten oder Nähte der Objekte hinein – und appliziert sie jeweils als farbigen Kunststoffguss direkt aufs Foto.

Zum Beispiel in ›Pen /PR Shirt‹ (2016): Eine Designerbluse mit kleinteilig-opulentem Blumenmuster liegt bildfüllend locker drapiert mit angewinkelten Armen auf schwarzem Stoff. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man im unteren Bildteil auf der Innenseite des linken Ärmels das Symbol eines stilisierten Stifts. Die länglich-rechteckige Form, am unteren Ende mit einem kleinen Dreieck, oben mit einem Quadrat versehen, kommt in verschiedenen Apps und Textprogrammen vor – und ist hier außerdem mit dem Nahtmuster der Manschette deckungsgleich, mit der sich der Ärmel aufknöpfen lässt. Da Bedeutung und Gebrauch eines Icons in den verschiedenen digitalen Anwendungen variiert, fügt Czech in ›to icon‹ den fotografierten Objekten, wie bei Waren üblich, eine Art Produktlabel hinzu. Darauf gibt sie akribisch die Bedeutungsvarianten und die jeweilige Referenzsoftware wieder. So kommt etwa das Symbol ›Pen‹ aus diesem Bild unter anderem in ›PicsArt Photo for Windows 8.1‹, ›TripAdvisor IOS 14.6‹, ›Pinterest © 2016‹, ›Google Translate © 2015‹ und anderen vor. Insgesamt notiert Czech hier acht Bedeutungsvarianten und Quellen. Auf dem Label zusammengeführt, liest sich die Aufzählung einzelner Funktionsbezeichnungen plötzlich assoziativ und frei wie ein poetischer Text: ›Draw / Drafts / Draft Reviews / Write a Review / Update Info / Edit / Text // Wrong?‹.

Czech (er) findet auf dem Weg solcher Manöver vielfach gestaffelter Rekontextualisierung und Rückübersetzung eine ganz eigene Art von Poesie. Sie knüpft auf freiere Weise an frühere Werkgruppen und deren Verflechtung von Bild und Poesie an, wie etwa bei den mehrteilig angelegten ›Poems by Repetition‹. Dort entfaltet Czech je ein Gedicht ausgewählter Autoren innerhalb eines wiederholt fotografierten Motivs. Die Fotografie, selbst ein Reproduktionsmedium, konstituiert Textproduktion dadurch ausdrücklich mit – auch dies eine Weise, mit Fotografie zu schreiben. Sie verwendet dabei oft Gedichte, die mit Stilmitteln der Repetition experimentieren. So sind diese Werke letztlich Sprachbilder im doppelten Sinne: Literarisch lassen sie sich als Konkrete Poesie oder experimentelle Dichtung lesen, bildbezogen aber ebenfalls als konzeptuelle Objektfotografie auffassen. Czech operiert dabei bewusst mit einer Ambivalenz, die schon in ihren literarischen Quellen angelegt und eines ihrer zentralen Themen ist, dass nämlich Text in sich bereits ein (literarisches) Bild und, ganz buchstäblich, stets auch Schriftbild ist. (Text: Jens Asthoff)

Natalie Czech (* 1976) lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen u. a. im CRAC Alsace Altkirch, MOMA New York, Palais de Tokyo Paris, Fotomuseum Winterthur, Kunsthalle Wien, Hamburger Bahnhof Berlin, Kunstverein in Hamburg, Braunschweig, Langenhagen. Arbeiten u. a. in den Sammlungen des MOMA New York, Pinakothek der Moderne München, Fotomuseum Winterthur.

IMAN REZAI: I AM E-W­ASTE

Der für seine drasti­schen Arbeiten bekan­nte Künstler Iman Re­zai geht mit I AM E-­WASTE Thema von glob­aler Relevanz an. Un­ter dem Deckmantel des Recyclings verlas­sen jährlich 50 Mill­ionen Tonnen Elektro­schrott die Industri­estaaten und werden illegal an Endlager in Asien und Afrika deponiert, wo sie Me­nschen und Umwelt ve­rgiften. Diese Route macht der Künstler nun bekannt.

Rezai reist für I AM E-WASTE zu Orten, an denen die Abfallpr­odukte der technolog­isierten Konsumgesel­lschaft enden. Vor Ort entsteht eine mul­timediale Werksreihe, deren Ergebnis fern von üblichen Dokum­entationen liegen.
In der Konzeption der dreidimensionalen Arbeiten schafft Iman Rezai eine Verbind­ung zwischen den Urs­prungsländern und den E-Waste Deponien. Er füllt wiederversc­hließbare Glasflasch­en mit E-Waste von den Deponien, fügt re­flektierendes Glitze­rfragmente und das I AM E-WASTE Logo hin­zu. Diese Flaschenp­ost mit dem Namen „E­-MAIL“ schickt er auf eine Reise zurück an den Ort der Entst­ehung des E-Wastes.
Iman Rezai nutzt die subversive Kraft der Kunst zur Anregung individueller Momen­te der Reflektion. Die Vielfalt der verw­endeten Medien ermög­licht dem Betrachter eine modulare Ersch­ließung des komplexen Themas. Die fotogr­afischen und filmisc­hen Arbeiten liegen im Spannungsfeld von Umweltaktivismus und investigativem Jou­rnalismus. Die impul­sive Rezeption des Gesehenen schafft eine Entgrenzung von Ob­jektivität und Subje­ktivität und wirkt so konträr üblicher Sehgewohnheiten.

Getragen wird das Pr­ojekt über die Crowd­funding-Plattform Ki­ckstarter. Die Kampa­gne ging heute onlin­e. Sammler können hi­erüber Objekte der Werksarbeit vorab erw­erben und sich den Zugang zur filmischen Dokumentation der investigativen Reise sichern.

Zur Kickstarter-Kamp­agne: https://www.kickstarter.com/projects/668­289538/i-am-e-waste

ÜBER IMAN REZAI

Der deutsch-iranische Künstler Iman Rezai thematisiert in se­inen Arbeiten stets gesamtgesellschaftli­che Probleme, welche sich für ihn oft in Doppelmoral manifes­tieren. Die Provokat­ion hat er noch nie gescheut. Schon als Student polarisierte er international mit seiner partizipati­ven Performance Die Guillotine. Hier wur­de online über die Hinrichtung eines Sch­afs mittels einer ri­esigen selbstgebauten Guillotine abgesti­mmt. Der öffentliche Aufschrei war enorm. Das Leben eines Sc­hafes polarisiert, während es sich oft so bequem wegschauen lässt, wenn durch un­ser Handeln das Leben anderer Menschen aktiv verkürzt wird.

The Magic Oil von Jorgos Katsaros

Jorgos Katsaros, der gebürtiger Stuttgarter mit griechischen Wurzeln, ist Zauberkünstler, Comedian, Moderator, Musiker und Schauspieler.

Und er produziert seit Kurzem sein eigenes griechisches Olivenöl der Marke KATSAROS.Angefangen mit der Zauberei hat Jorgos Katsaros schon im Alter von acht Jahren indem er seinen größeren Bruder für die ersten Tricks mit Münzen und Karten den Zauberkasten abschwatzte. Der Vater, ein Bibliothekar, versorgt ihn mit Fachliteratur und seine Mutter nähte ihm die geheimen Taschen in sein Kostüm. Sie war auch sein erstes „Testobjekt“, wenn es um neue Tricks ging. Es folgen erste Auftritte bei Schulfesten und Familienfeiern.

Mit 15 wurde er Mitglied beim rennomierten Magischen Zirkel von Deutschland und entwickelt dort seine Wettbewerbsdarbietung „Lupenreine Illusionen“, bei der sich alles um ein magisches Vergrößerungsglas dreht. 1999 gewinnt er mit dieser Nummer den Grand Prix von Brüssel und wird außerdem Deutscher Vizemeister der Manipulation.

Im Jahr 2000 überreicht ihm Prinzessin Stephanie beim Zauberfestival „Monte Carlo Magic Stars“ den Silbernen Zauberstab von Monaco. Es folgen Bühnen- und TV-Auftritte in ganz Europa, in den USA, in Kanada und China. Im Jahr 2009 gewinnt er die Goldmedaille beim Zauberfestival in Shanghai.

Mittlerweile ist Jorgos Katsaros ein gefragter Moderator in Varietés und Dinnershows und wird für Galas, Firmenevents und Werbefilme gebucht.

The Magic Oil

Eine der beliebtesten Nummern aus seinem vielfältigen Repertoire ist die magische Flaschenvermehrung. Und bei Jorgos passiert das nicht, wie üblich, mit Weinflaschen, sondern mit KATSAROS-Olivenöl – The Magic Oil.

Wenn er dann nach einer Show im Foyer mit den Zuschauern redet und dabei auf sein Öl zu sprechen kommt, denken viele, das wäre nur ein Gag. Umso mehr sind sie dann ein zweites Mal verblüfft. Diesmal aber nicht wegen der Illusionen und Zaubernummern, sondern weil es dieses Olivenöl wirklich gibt. Und davon reichlich, da Jorgos ja anscheinend jeden Abend auf der Bühne diese griechische Spezialität herbei zaubert.

Crossover Marketing könnte man so etwas nennen. Wenn sich Show und Realität überschneiden.

In Wirklichkeit steckt aber keine Magie, sondern viel Leidenschaft dahinter, um dieses exklusive Olivenöl in die deutschen Küchen zu zaubern.

Schon immer brachte er für Freunde und Bekannte sein Öl mit nach Deutschland, welches von den familieneigenen Bäumen aus dem Heimatdorf seines Vaters stammt. Weil die Nachfrage nach seinem Spitzenöl immer größer wird, entschließt er sich 2015 seine eigene Firma zu gründen, um diese seltene und rare Olivenölsorte „Athinoliá“ für alle Feinschmecker zugänglich zu machen.

Seinem Traumberuf, der Zauberei, ist Jorgos Katsaros aber treu geblieben. Und gerne garniert er seine Shows mit Anekdoten aus Griechenland. So muss man, seiner Meinung nach, den Griechen dankbar sein für all die griechischen Mathematiker wie Pythagoras oder Archimedes. Denn ohne sie wüssten wir ja gar nicht, wie viel Schulden Griechenland hat.

Die fantastische Mischung aus Schwabe und Grieche birgt aber auch ein Problem: Die einen wollen sparen, die anderen müssen.

Magische Musik

Nicht nur kabarettistische Einlagen baut Jorgos in seine Shows ein, auch musikalisch hat das Multitalent einiges zu bieten: Denn Jorgos Katsaros ist auch ein ausgezeichneter Geigenspieler.

Ab dem Alter von sieben Jahren bekommt er Violinenunterricht und heute ist er darüber sehr froh, die Musik in seine Vorführungen einbauen zu können. Er begleitet Artisten und Sängerinnen in Dinnershows und Varietés live auf der Bühne und lässt währenddessen noch Spielkarten an seinen Fingern erscheinen. Und wenn dann erwachsenen Zuschauer wieder zu Kindern werden und sich verzaubern lassen, ist der griechische Schwabe Jorgos Katsaros glücklich.

Exposition de l'artiste Moa Daliendog en Bourgogne à la propriété Coudurier-Jung

Du Jeudi 22 juin, date du vernissage, au 20 juillet 2017 se déroulera à Beaune l’exposition Ca$h Ca$h de l’artiste bordelais Moa Daliendog.

Cette exposition se déroulera à la propriété viticole Coudurier- Jung (propriétaires et négociants) au coeur de Beaune, dans le caveau familial, une merveille du XVIème siècle en pierre naturelle magnifiquement restaurée.Une initiative originale pour découvrir le surprenant travail de l’artiste ainsi que les vins de la propriété, une dégustation sera en effet proposée au cours du vernissage.

Moa Daliendog est un artiste plasticien français né en 1980 à Libourne. C’est à partir de la fin des années 1990  qu’il se forme aux arts plastiques en cadre scolaire et universitaire. Plus tard, il organisera des expositions collectives au sein de l’association Pilgrimage dont il est l’un des membres fondateurs.

C’est en  2013 qu’il commence son travail sur la série CA$H-CA$H et collabore avec l’artiste Auguste. Aujourd’hui il  perfectionne et développe sa série CA$H-CA$H, offrant aux sujets qu’il représente une aura magique et envoûtante, aux couleurs vives et aux nombreux effets de matière distinguant son travail  par ces particularités originales qui lui confèrent une identité singulière.

Cette série est le fruit de nombreuses années de travail consacrées à la photographie de portraits, à l’utilisation de son scanner et de son imprimante, ainsi qu’à peaufiner sa technique de finition et qu’il a malicieusement nommée « MÉLATAPATAPEINTURE».

À travers cette série de portraits, il cristallise ses modèles au sein d’un univers coloré empli d’effets de matière, les inscrivant ainsi dans une forme de moment d’éternité. Ses textures sont réalisées à l’aide d’un scanner, il scanne les emballages de nos produits de consommations courants, les sacs que nous utilisons au supermarché, ou bien de l’aluminium ou du cellophane froissé, ou des vêtements…

C’est un savant mélange de numérique, un excellent dosage de talent, et sa finition unique « MÉLATAPATAPEINTURE »qui donnent aux œuvres de Moa Daliendog un rendu proche de la peinture. Cette technique numérique produit discrètement du geste qui se dégage, une aura en infusion. L’artiste imprime lui-même ses travaux à l’aide de son imprimante, les œuvres sont composées de 12, 20 ou 30 pages de papier photo A4 (21/29,7 cm).

Il recouvre en guise de finition ses travaux avec de la résine époxy à l’intérieur de laquelle il insère des paillettes brillantes, de l’étain et des éclats phosphorescents. Pour vous parler du travail de l’artiste nous pouvons citer la critique d’Anna Piergentili dans Stile Arte :

« Les compositions de l’artiste français Moa Daliendog sont éthérées, sous le profil d’une vibration intense de la matière, aux couleurs intenses et vives. Avec sa grâce ravissante, Moa immortalise les déesses d’Hollywood en termes postwarholiens, qui mettent en lumière une attitude non affadie sur ce maître des icônes du vingtième siècle. Une opération loin d’être aisée et pourtant parfaitement réussie du point de vue de la réinvention d’un module.

Il apprécie de mettre en valeur les vedettes ayant marqué l’histoire, étant devenues des légendes et appartenant désormais aujourd’hui à notre imaginaire collectif, telles que Madonna, Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, sans pour autant dédaigner les nouvelles célébrités du ‘tapis rouge’. Parmi ses œuvres apparaissent aussi les impérissables Uma Thurman et Claudia Schiffer, Paris Hilton et même la reine de « Wrecking Ball », la très sulfureuse Miley Cyrus.

L’artiste, partant des portraits photographiques des stars les plus célèbres, tresse une trame chromatique vraiment singulière. Il est un génie dans l’utilisation des textures, sur lesquelles se posent des lumières romantiques et des ombres exquises de dentelles qui enrichissent les images.

Son art délicieusement éclectique surprend par son adresse dans l’utilisation équilibrée des teintes pastel, une touche naturaliste qui confère une aura magique particulière aux femmes splendides qu’il représente, comme si elles étaient des fleurs bariolées prises au piège dans une dimension surréaliste. Une réinterprétation sans précédent de la polychromie « à plat » du père du Pop Art, Andy Warhol ».

Amateurs de beaux arts et amoureux du bon vin, nous vous donnons donc rendez-vous le 22 juin à partir de 18h pour un délicieux moment  de convivialité.

Informations pratiques:

Adresse: la propriété Coudurier-Jung est située au 19, Rue du Faubourg Bretonnière 21 200 Beaune

www.coudurierjung.com

Retrouvez également les œuvres de Moa Daliendog actuellement en vente au concept-store

Tata Roberta – 19 place Saint- Georges – 31 000 Toulouse

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Vier Künstlerinnen, vier Ansätze, eine Ausstellung. Das Thema Symbole – Spuren – Zeichen – Codes wird sehr unterschiedlich aufgefasst:

Christiane B. Bethkes Bodeninstallation „Blind Date“ transformiert die Brailleschrift. Eine über den Tastsinn wahrnehmbare, abstrakte Codierung wird visuell erfahrbar. Die Betrachter sind aufgefordert, die Botschaft für den eigenen „Innenraum“  zu übersetzen.

Chris Firchow zeigt aus der Chinesischen Tradition kommend Zustandsbilder aus dem I Ging. Es sind Formen, die Zustände umreißen oder darstellen. Die Grundlage für die von ihr entwickelten Werke  bildet das wahrscheinlich älteste Buch der Welt: Das Buch der Wandlungen – das I Ging.

Karolin Hägele hat in ihren neusten Arbeiten den Berg zum Thema, den Berg als Symbol der ursprünglichen Kraft der ungebändigten Natur, aber auch der Verbundenheit mit ihrer Heimat.  Transparenz, Vielschichtigkeit und Fließenlassen  prägen ihre Malerei, die sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bewegt.

Katja Krouppas „Vor allem ihre Stilleben haben die große Ruhe von geglückten Kompositionen. Ein vorsichtiger, betont menschlicher Klang geht von ihnen aus, der uns in seiner Klarheit sofort auffällt, seltsam vertraut und doch fremd“ -Klaus Fußmann über ihre Stillleben.

Die Künstlerinnen aus Köln, Berlin, St. Petersburg und Ravensburg  treten über ihre unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in einen „Quadrolog“ und begreifen die Ausstellung als Ausdruck und Möglichkeit der Verständigung.

Im Rahmen der Ausstellung wird es zwei Lesungen geben, von Alexandra Linett am 06.07. um 19 Uhr und von Petra Lohan am 30. 07. um 17 Uhr.

Symbole , Spuren , Zeichen , Codes – ein QUADROLOG

Ausstellung in der Galerie am Nöldnerplatz,

Lückstr. 72/73, 10317 Berlin

26.06.  – 30.07.2017, Vernissage am 24.06. um 17 Uhr

Gregor Gysi / Anna Thalbach / Max Moor lesen „Marx und Engels intim – aus dem unzensierten Briefwechsel“

Eine Lesung aus den persönlichen Briefen und Texten der berühmtesten Philosophen der Welt: Karl Marx und Friedrich Engels. Diese privaten Briefe dieser beiden Männer sind so unerwartet deftig, dass man sie unbedingt vorlesen muss.

Nach dem Tode von Marx erbte Engels alle seine schriftlichen Unterlagen. Nach Engels´ Tod wiederum ging alles in das Eigentum der SPD über, die Marx´ Nachlass aber so nachlässig verwaltete, dass einige seiner Aufzeichnungen einfach verloren gingen.

Einer der Menschen, die sich daran machten, alle Dokumente der beiden wieder zu einer kompletten Sammlung zusammenzutragen, war ein Mann namens Dawid Rjasanow, der Leiter des Moskauer Marx-Engels-Instituts war. Herr Rjasanow sammelte einfach alles. Auch die Briefe, aus denen diese Lesung besteht. Das machte ihn in den Augen der sowjetischen Führung so verdächtig, dass man ihn 1938 vorsichtshalber erschießen ließ. Man kann ja nie wissen bei so neugierigen Leuten!

Es wird vorgelesen, was teilweise nie für die Öffentlichkeit bestimmt war! Und Sie werden fürs Zuhören bestimmt nicht erschossen! Versprochen!

Dr. Gregor Gysi, Jahrgang 1948, prägte wie wenige andere Politiker der vergangenen Jahre die politische Debatte in Deutschland. Als Rechtsanwalt vertrat er u. a. Robert Havemann, Rudolf Bahro und Bärbel Bohley. Er war der letzte Parteivorsitzende der SED und der erste der PDS. Von 1990 bis 2002 und wieder seit 2005 ist Gysi Mitglied des Deutschen Bundestages gewesen. Mit seinen Reden fasziniert er bis heute selbst seine politischen Gegner. Als Fraktionsvorsitzender führte er die Partei Die Linke zehn Jahre lang, bis er im Herbst 2015 von der Bundesfraktions-Spitze abtrat. Im Dezember 2016 wurde er zum Präsidenten der Europäischen Linken gewählt.

Max Moor ist gebürtige Schweizer und studierte an der Zürcher Schauspiel-Akademie und arbeitete als Film- und Theaterschauspieler. Seine über 25-jährige Karriere als Reporter und Moderator beginnt bei kunst-stücke im ORF. Mit dem Grimme-Preis-nominierten CANALE GRANDE auf VOX wird er in Deutschland bekannt. Für 3sat moderierte er ab 2005 das Magazin KULTURZEIT. 2007 übernimmt er die ARD-Kultursendung ttt – titel, thesen, temperamente. Darüber hinaus präsentiert er die regelmäßigen Gesprächsreihen BERNER REDEN und MAX MOOR & DIE KUNST – FÜR ALLES UND JEDEN? in Bonn.

Anna Thalbach gehört zu den großen Charakter-Darstellerinnen des deutschen Films und Fernsehens. In TV-Kultserien wie „Tatort“ oder herausragenden Kinoproduktionen wie „Friedrich – Ein deutscher König“ begeisterte die Schauspielerin ein Millionen-Publikum. Anna Thalbach ist eine der versiertesten und besten Hörbuchinterpretinnen, die auch durch ihre Live-Lesungen begeistert.

Donnerstag, 29. Juni 2017– 20:00 Literatur LIVE im PRATER

Veranstaltungsort

PRATER

Kastanienallee 7-9

10435 Berlin

Karten-Tel. 55 77 52 52

besucherservice@parkaue.de