Bill Jacobson und Giorgio Morandi: Fotografien und Zeichnungen

Am am Freitag, den 16. März 2018 um 19 Uhr in der Robert Morat Galerie findet die Ausstellungseröffnung „Bill Jacobson und Giorgio Morandi: Fotografien und Zeichnungen“ statt.

Die Robert Morat Galerie zeigt im Frühjahr und anlässlich des Berlin Gallery Weekends 2018 fotografische Arbeiten des amerikanischen Künstlers Bill Jacobson aus der Serie Place (Series) und Zeichnungen des italienischen Malers Giorgio Morandi.

Place (Series) ist die neueste Arbeit des amerikanischen Fotografen Bill Jacobson, für die er bereits 2012 eine Guggenheim Fellowship gewann. Der Künstler beschreibt die Bilder der Serie als „das Ergebnis der Einführung von Rechtecken verschiedener Größen und Oberflächen in konstruierte und natürliche Umgebungen.“ Im Gegensatz zu den out-of-focus Arbeiten, für die der Künstler in den 1990er Jahren berühmt wurde, beschäftigen sich diese neuen Fotografien mit der Wahrnehmung an sich und, so der Künstler, „mit unserer Interaktion mit der Welt der Gegenstände, die uns umgibt“. Dabei sind, unter anderem, deutliche Referenzen an die berühmten Stillleben-Studien des italienischen Malers Giorgio Morandi entstanden.

Giorgio Morandi, 1890-1964, gilt als eine der Schlüsselfiguren der Malerei des 20. Jahrhunderts und Wegbereiter der Abstraktion. Für seine kontemplativen Stillleben verwendete er wenige, immer wieder neu zusammengestellte schlichte Flaschen, Tassen, Schüsseln und Gefäße. Im Spätwerk Morandis wurden die Gegenstände zu immer einfacheren geometrischen Formen reduziert. Auch in seinem umfangreichen grafischen Werk widmete sich Giorgio Morandi hauptsächlich dem Stillleben und erreichte gerade bei den Zeichnungen mit sparsamen Mitteln ein hohes Maß an intensiver Wirkung. Morandi erfuhr bereits zu Lebzeiten große Anerkennung, schon auf der ersten „documenta“ in Kassel im Jahr 1955 wurden elf seiner Gemälde in einem eigenen Kabinett gezeigt. Heute finden sich Morandis Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen in den wichtigsten Sammlungen der Welt. Die im Rahmen dieser Ausstellung gezeigten Zeichnungen aus dem Spätwerk (darunter die letzte Zeichnung aus dem Jahr 1963) sind Leihgaben aus der Sammlung des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg i.Br.

Arbeiten von Bill Jacobson, der auf über 40 Jahre künstlerischen Schaffens zurückblickt, sind ebenfalls in wichtigen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Sie finden sich, unter anderem, im Guggenheim Museum, New York, im Whitney Museum, New York, im Metropolitan Museum of Art, New York, im Museum of Fine Arts, Houston, im San Francisco Museum of Modern Art, im Museum of Fine Arts, Boston und im Victoria and Albert Museum in London. Bill Jacobson erhielt Fellowships der John Simon Guggenheim Foundation (2012), der Aaron Siskind Foundation (1995) und der New York Foundation for the Arts (1994). Seit 2007 unterreichtet Jacobson am ICP/Bard program in New York. Place (Series) ist seine vierte Monographie, sie ist bei Radius Books erschienen. Bill Jacobson, geboren 1955 in Norwich, Connecticut, lebt und arbeitet in New York.

Zur ROBERT MORAT | GALERIE

Die ROBERT MORAT | GALERIE beschäftigt sich mit zeitgenössischer Fotografie und mit Fotografie des 20. Jahrhunderts und zeigt wechselnde Ausstellungen deutscher und internationaler Fotografen aus ihrem Programm. Sie beheimaten Künstler wie Bernhard Fuchs, Claudius Schulze, Henrik Spohler, Jessica Backhaus, Mårten Lange, Peter Puklus, Roger Eberhard, Shane Lavalette, Simon Roberts u.a..

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