Berlinale Shorts

Berlinale Shorts 

Der Wettbewerb der Berlinale Shorts mit einer Auswahl an radikalen Handschriften ist zukunftsweisend für das Arthouse-Kino von morgen. Die kurze Form ist der wilde Pulsschlag neben dem Langfilmwettbewerb.

Berlinale Shorts 2018© Lukas Marxt

Der Wettbewerb der Berlinale Shorts präsentiert Welt- und internationale Premieren, die um den Goldenen und Silbernen Bären, den mit 20.000 € dotierten Audi Short Film Award und eine Nominierung für die European Film Awards in der Kategorie Kurzfilm konkurrieren. Der Goldene Bär berechtigt zur Teilnahme am Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar®.

Das Programm spiegelt die einzigartigen Qualitäten der kurzen Form wider: sich radikal und ungebunden ästhetischen, gesellschaftlichen, politischen Fragen widmen, Seismograph einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart sein und den Kinoautor*innen von morgen ein Experimentierfeld bieten. Die Berlinale Shorts präsentieren sowohl bekannte Künstler*innen und Filmemacher*innen der Gegenwart als auch eine Jugend, die kurz davor steht, entdeckt zu werden. Bei der Auswahl für den Wettbewerb wird die Kuratorin von einem international besetzten Fachgremium beraten.

Die Sektion zeigt außerdem jedes Jahr Filmklassiker, die in einer Beziehung zu aktuellen Themen und Tendenzen in der Filmkunst stehen und so das Programm in einen größeren kulturellen Zusammenhang stellen. Im Gesprächsformat „Notes on Cinema“ werden politische Strategien entwickelt, um die kurze Form in der Gesellschaft zielgerichtet zu verankern.

Unter dem Jahr präsentiert die Sektion zusammen mit den Partnern Zeit Online und Arte eine Auswahl aus dem Programm. Mit Berlinale Spotlight-Programmen sind die Berlinale Shorts in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern das ganze Jahr über auf Festivals und Veranstaltungen weltweit vertreten.

Die internationale Kurzfilmjury für Berlinale 2019: JEFFREY BOWERS, VANJA KALUDJERCIC UND KOYO KOUOH.

Der US-amerikanische Senior Curator bei Vimeo, Jeffrey Bowers, Vanja Kaludjercic, die kroatische Leiterin der Akquise bei MUBI, und Koyo Kouoh, die künstlerische Leiterin sowie Gründerin der RAW Material Company aus Senegal, bilden die Internationale Kurzfilmjury 2019. Sie vergeben den Goldenen und den Silbernen Bären sowie den Audi Short Film Award. Darüber hinaus bestimmen sie den „Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards 2019“. Maike Mia Höhne, die seit 2007 die Berlinale Shorts kuratiert und leitet, kommentiert das Trio mit den Worten: „Ich freue mich auf ein Wechselspiel interkultureller Perspektiven, das zu vielschichtigen Lesarten führt.”

Jeffrey Bowers (USA)
Jeffrey Bowers, der gegenwärtig als Senior Curator bei der Streamingplattform Vimeo die Auswahl in der Kategorie Staff Picks sowie das Management von Staff Pick Premieres, Staff Pick Awards und Vimeos Best of the Year Awards verantwortet, arbeitete bereits als Programmer für das Tribeca Film Festival, das Hamptons International Film Festival und das Rooftop Films. Er war zudem Ko-Kurator von VICE Shorts und schrieb die Kurzfilmkolumne „I’m Short, Not Stupid“. Als Juror und Panelist war Bowers schon häufig zu internationalen Festivals eingeladen, u.a. beim Toronto International Film Festival, beim SXSW Film Festival, dem Slamdance Film Festival, dem Palm Springs International ShortFest, dem Guanajuato Film Festival, und beim IFP (Independent Feature Project) in New York.

Vanja Kaludjercic (Kroatien)
Als Leiterin der Akquise ist Vanja Kaludjercic für den Filmeinkauf der kuratierten Online-Mediathek MUBI tätig. Zuvor arbeitete sie für das International Film Festival Rotterdam und verantwortete dort die Reihe Masterclasses & Talks. Sie war zudem Leiterin des Holland Film Meeting des Netherlands Film Festival, Head of Industry des Les Arcs European Film Festival und baute 2014 das Paris Coproduction Village auf. Als Programmerin prägte Kaludjercic zudem das Sarajevo Film Festival, Cinéma du Réel in Paris und CPH:DOX. Darüber hinaus war sie für den Verleih Demiurg in Slowenien und für das Coproduction Office in Paris aktiv.

Koyo Kouoh (Senegal)
Neben der Gründung und der künstlerischen Leitung der senegalesischen RAW Material Company hat Koyo Kouoh eine Vielzahl an internationalen Ausstellungen verantwortet, u.a. zusammen mit Rasha Salti „Saving Bruce Lee: African and Arab Cinema in the Era of Soviet Cultural Diplomacy“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Sie war zudem Kuratorin von 1:54 FORUM, der Contemporary African Art Fair in London und New York, sowie Mitglied der verschiedenen kuratorischen Teams für documenta 12 (2007) und documenta 13 (2012). Kouoh war außerdem Kuratorin der 37. EVA International, Irlands Biennale (2016). An der 57. Ausgabe der Carnegie International (2018) beteiligte sie sich mit der Ausstellung „Dig Where You Stand“. Sie hat mehrere Bücher herausgegeben, u.a. „Word!Word?Word! Issa Samb and the Undecipherable Form” (2013), „Condition Report on Building Art Institutions in Africa” (2012) und „Chronicle of a Revolt: Photographs of a Season of Protest” (2012).

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