art KARLSRUHE: Umsatzstarker Auftakt in die Kunstmessesaison

„Kunst kaufen macht glücklich“, mit diesen Worten eröffnete Kurator Ewald Karl Schrade die diesjährige art KARLSRUHE (22. bis 25. Februar) an der gestrigen Vernissage. Messechefin Britta Wirtz ergänzte: „Und wir konnten dafür sorgen, dass gestern an der Preview in den Karlsruher Messehallen zahlreiche glückliche Gesichter zu sehen waren. Dies bestätigt unseren Kurs: Der Spagat zwischen der Beibehaltung von Bewährtem und dem Wagnis von Neuerungen ist uns, das mag ich behaupten, über die Jahre hinweg sehr gut gelungen – die art KARLSRUHE hat sich hervorragend weiterentwickelt.“

Galeristen überzeugt: stimmungsvolle und verkaufsstarke Preview

Nachdem am Vormittag die Tore der Karlsruher Messehallen für geladene Gäste öffneten und sich nach und nach die Flure mit Kunstliebhabern füllten, meldeten bereits die ersten Galeristen einen sehr positiven Start in die 15. Ausgabe der Kunstmesse. „Schon zu Messebeginn haben wir gleich im hochpreisigen Segment ein Bild von Gabriele Münter verkauft“, fasst Galeristin Jutta Bengelsträter kurz und bündig an ihrem Stand in Halle 3, die sich schwerpunktmäßig der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst widmet, die Preview zusammen. Ebenfalls in Halle 3 platziert, freute sich Galerist Bert Schlichtenmaier (Galerie Schlichtenmaier, Grafenau/Stuttgart): „Die Preview brachte wieder ein gutes Sammlerpublikum nach Karlsruhe – wir sind schon jetzt rundum zufrieden. Die art KARLSRUHE ist für uns auch Bestätigung unseres Kurses: Qualität setzt sich mehr und mehr durch, was dazu führt, dass es schnellere Kaufentschlüsse beim Publikum gibt. Das merkt man beispielsweise bei Georg Karl Pfahler, der hier schnell einen Käufer gefunden hat (31 000 Euro). Es gibt aber nicht nur bei den klassischen, sondern auch den zeitgenössischen Positionen ein reges Interesse. So gab es für ein Werk der Lichtkünstlerin Rosalie schon eine ernst zu nehmende Reservierung.“

Die Galerie Rother Winter (Wiesbaden) berichtete über Verkäufe bei der Preview, die insgesamt im höheren fünfstelligen Bereich lagen. Bei der Galerie Thomas Fuchs freuten sich Thomas Fuchs und Andreas Pucher: „Wir hatten gestern einen sensationellen Messestart auf unserem Stand in Halle 2. Wir haben insgesamt 20 Arbeiten verkauft, darunter 13 Werke von Jochen Hein, den wir in unserer One-Artist-Show zeigen. Unser Stand war von 11 Uhr bis 21 Uhr immer voll, sodass wir nicht einmal dazu kamen, etwas zu essen zu holen. Bereits am ersten Tag hat die art Karlsruhe wieder bewiesen, dass sie für uns unverzichtbar ist.“

Auch ein Neuzugang in Halle 2 aus Barcelona war direkt überzeugt: „Wir sind schon jetzt sehr, sehr zufrieden. Schon vor der offiziellen Eröffnung haben wir zwei Kunstwerke verkauft, eine Arbeit von Antoni Tapiès, eine von Paul Jenkins, außerdem hatten wir bereits etliche Anfragen und Verkaufsgespräche. Wir kommen wieder“, so Galerist Roque Avaca von der Galeria Cortina. Die Galerie Supper aus Baden-Baden vermeldete außerdem Verkäufe von Andreas Wachter, Schüler von Arno Rink, für 18 000 Euro sowie einer Arbeit von Tino Geiss, Schüler von Neo Rauch, die noch am Abend den Besitzer wechselten.

Aus der dm-arena/Halle 4, die allerjüngste Positionen präsentiert, meldete die Galerie Geuer & Geuer, dass bereits an der Preview alle Arbeiten von Leon Löwentraut binnen weniger Stunden restlos ausverkauft waren. Die Preise der Werke liegen zwischen 18 000 bis 45 000 Euro. Neben den Arbeiten von Leon Löwentraut stellt Geuer & Geuer Werke von Tony Cragg, Jeff Koons, Heinz Mack oder auch Julian Schnabel aus.

20 Skulpturenplätze für den ersten Loth-Skulpturenpreis zur Wahl

Insgesamt sorgen die 20 Skulpturenplätze für raumgebende Situationen in den vier Messehallen und laden Besucher zum Verweilen ein. Unter anderem präsentiert Die Galerie aus Frankfurt einen Skulpturenplatz mit Arbeiten des Südtiroler Künstlers Aron Demetz, der sich ganz den Holzskulpturen verschrieben hat. Die DavisKlemmGallery (Wiesbaden) bespielt in Halle 2 einen Skulpturenplatz mit der US-amerikanischen Künstlerin Bean Finneran und Galeristin Erika Davis-Klemm erklärte zur Preview: „Die Resonanz ist schon jetzt sehr gut, es gibt ein großes Interesse, gerade auch an Bean Finneran, mit der wir unseren Skulpturenplatz bespielen. Hier hatten wir heute schon einige Museumsanfragen bezüglich Ausstellungskooperationen. In Halle 3 zeigt die Galerie Tammen & Partner einen Skulpturenplatz der Künstlerin Anke Eilergerhard, die am Donnerstag (22. Februar) beim ARTIMA art meeting einen Einblick gibt, wie sie zur Kunst kam.

Auch die Enkelin des berühmten Bildhauers Wilhelm Lehmbruck, Christine Rotermund-Lehmbruck, war auf der art KARLSRUHE und berichtete: „Es ist erschlagend viel, aber in dieser Vielfalt kann man Besonderes und Schönes entdecken. Den neu ausgelobten Loth-Skulpturenpreis für Bildhauerei begrüße ich sehr.“

Eine Fachjury wird den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE prämieren und den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – am Freitag (23. Februar, 17 Uhr) im ARTIMA art Forum in der dm-arena/Halle 4 vergeben.

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