art KARLSRUHE: Starker Auftakt in die Kunstmesse-Saison

Kunstfest mit Wachstum und außerordentlicher Strahlkraft

 „Die art KARLSRUHE strahlt wie kaum eine andere Veranstaltung in der Region in Kunst, Kultur und Wissenschaft weit über die Landesgrenzen aus,“ eröffnete Messechefin Britta Wirtz die diesjährige art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) an der gestrigen Preview für geladene Gäste. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, bestätigte dies und ergänzte: „Für mich ist faszinierend, wie sich die Messe präsentiert. Das ist fast schon ein Kunstwerk. Man wird gefangen von einem freudigen Kunstgefühl.“

 

Insgesamt 208 Galerien aus 16 Ländern präsentieren ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst – in den vier Messehallen.

Kurator Ewald Karl Schrade ging zur Eröffnung auf ein wichtiges Merkmal der Messe ein: „Die Skulptur sollte von Anfang an einen ebenbürtigen Platz neben der Malerei einnehmen. Dafür habe ich die Skulpturenplätze geschaffen und wir konnten im letzten Jahr erstmalig den von der L-Bank gesponserten Loth Skulpturenpreis ausloben. Um dies noch zu unterstreichen, haben wir diesmal Skulpturen im Innenhof als ‚Skulpturenpark‘ konzentriert.“

Preview-Gäste in Kaufstimmung

Einen sehr positiven Start in die 16. Ausgabe der art KARLSRUHE vermeldeten etliche Galeristen bereits kurz nachdem am Vormittag die Tore der Karlsruher Messehallen für geladene Gäste öffneten und Kunstliebhaber auf das Messegelände strömten. Schon wenige Minuten nach Öffnung sah man Besucher mit gerade erstandenen Werken durch die Hallen laufen.

„Ein großer Sammler war direkt um 11 Uhr da und hat gekauft. Die Arbeiten von Christopher Lehmpfuhl kommen besonders gut an“, fasste Galerist Alfred Kornfeld (Berlin) kurz und bündig an seinem Stand in Halle 3 die Preview zusammen.

Die ebenfalls in Halle 3 platzierte Galerie Ludorff aus Düsseldorf berichtet von zwei musealen Anfragen für ein Werk von Otto Müller. „Es sind einige Museumsvertreter hier und wir stoßen auf der Messe auf ein sehr gesprächsbereites Publikum“, erklärt Galerist Manuel Ludorff. Die erstmals vertretene Galerie König aus Berlin verkaufte in Halle 2 unter anderem eine Arbeit von Alicja Kwade für 32.000 Euro.

Messechefin Britta Wirtz auf der art KARLSRUHE

Messechefin Britta Wirtz beim Presseempfang der art KARLSRUHE.

Wachstum in alle Richtungen

 

„Eine Messe ist mit einem Baum vergleichbar,“ sagt Kurator Ewald Schrade, „er braucht starke Wurzeln, um verankert zu sein und eine ausladende Krone, um viel Licht zu bekommen.“ Sowohl die Verankerung in der Region als auch die Strahlkraft der art KARLSRUHE weit über Landesgrenzen hinaus, sind beständig gewachsen. Der Kurator fügt lächelnd hinzu: „Die Bäume sollten aber auch nicht in den Himmel wachsen.“

Dazu Galerist Klaus Benden (Köln), der nach 11 Jahren Abstinenz auf die Messe zurückkehrt: „Die art KARLSRUHE bietet viele Vorteile und eine Menge an speziellen Rahmenfunktionen. Ich finde es unglaublich beeindruckend, wie die art KARLSRUHE in Karlsruhe gelebt wird. Das kenne ich nicht aus anderen Städten.“ Und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstreicht: „Die art KARLSRUHE ist fast so etwas wie ein Kunstvolksfest; sie wird von der Bevölkerung gelebt. Sie ergänzt, was wir in Karlsruhe haben und die Karlsruher Kunstszene ergänzt die art KARLSRUHE.“

Die 16. Auflage der Messe wartet mit einer nie dagewesenen Beteiligung internationaler Galerien auf: jede vierte Galerie kommt mittlerweile aus dem Ausland. Neuzugänge waren in diesem Jahr beispielsweise die Istanbuler Galerie Anna Laudel, die Londoner Cube Gallery oder auch die Amsterdamer Planting Gallery. Aber auch aus Deutschland sind Galerien mit hochwertigem Programm hinzugekommen wie die Berliner Galerie Johann König oder die ebenfalls aus Berlin stammende Galerie Alexander Ochs Private.

Ewald Karl Schrade, Kurator

 

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