Ariadne auf Naxos

Bei der Premiere der Richard Strauß-Oper Ariadne auf Naxos führt  die Regie bei dieser Inszenierung der Schweizer Lorenzo Fioroni der zuletzt große Erfolge mit „Le Grand Macabre“ am Staatstheater Mainz erzielte. Diese Premiere Ariadne auf Naxos ist die letzte im Opernzelt Heidelberg. Für die nächsten wird sich der ‚Vorhang‘ in der neuen Spielzeit im neuen/alten Theater Städtische Bühne in der Altstadt öffnen.

Das Werk von Richard Strauß entstand unmittelbar nach der Oper „Der Rosenkavalier“ und ist als „Kammeroper“ konzipiert worden. Ursprünglich sollte es in Berlin am Theater von Max Reinhardt uraufgeführt werden. Die Erstfassung der Kombination von Schauspiel und Ariadne-Oper war zunächst ein Misserfolg und erst nach einer Überarbeitung entstand  dann schließlich die heutige Fassung. Diese wurde dann im Jahr 1916 in Wien uraufgeführt.

Diese Inszenierung der „Ariadne auf Naxos“ war ein Glanzstück und gleichermaßen  der Beweis für die Leistungsfähigkeit dieses Theaterensembles welches auch schon zuvor unter Beweis gestellt worden ist. Diese neue Interpretation des Stückes wurde verblüffend neu gedacht, einfühlsam inszeniert. In diesem Werk wird das Vorspiel in die Zeit nach der Jahrhundertwende 1900, das Spiel im Spiel in die Gegenwart verlegt und trennt damit die Bereiche auch räumlich voneinander. Die zeugt von einem genialen Kunstgriff des Regisseurs Lorenzo Fioroni.

Ariadne auf Naxos war musikalisch einmal  mehr ein Erfolg. Cornelius Meister , bleibt unvergesslich, außergewöhnlich. Er dirigierte den Strauß, zügig in den Tempo, federnd im Rhythmus  zeichnete die verschiedenen Töne innerhalb einer musikalischen Phrase hinsichtlich Lautstärke, Rhythmik, Artikulation und kammermusikalisch klar in der Linienführung, und er erreichte somit einen großen Reichtum der musikalischen Gewandtheit.

Auch die  Sänger sind eine kleine Sensation gewesen und sangen auf höchstem Niveau. Die Besetzung der Zerbinetta war aus dem eigenen Ensemble und Sharleen Joynt sang ihre Partie mit ruhigem  stets tragendem Sopran und  meisterte ihren  Auftritt stimmlich mit atemberaubender Genauigkeit. Das ganze Ensemble zeigt vokale Brillanz an diesem Abend. Einen darstellenden charakteristischen  Charme versprühte  voralleding die Ariadne (Yannick-Muriel Noah).

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